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RB Leipzigs Lukas Klostermann hat den Speed seines Vaters geerbt

Interview RB Leipzigs Lukas Klostermann hat den Speed seines Vaters geerbt

Für die Kicker von RB Leipzig stand am Dienstagnachmittag eine Einheit auf dem Golf- statt dem Fußballrasen auf dem Plan. Im Interview auf dem Golfplatz spricht Lukas Klostermann unter anderem über Spannung und Entspannung sowie vererbte Schnelligkeit.

Auf dem Fußballrasen läuft es für RB Leipzigs Lukas Klostermann wesentlich besser als auf dem Golfrasen.

Quelle: Picture Point

Leipzig. Golfen in Machern statt Training am Cottaweg. Espresso im Idyll statt Elektrolyte am Seitenrand. Seele baumeln lassen statt Tunnelblick. Diese Nachmittagseinheit im Refugium von RB-Edel-Fan Michael Klemmer (Vicus AG) war nach dem Geschmack der Zweitliga-Fußballer. Shootingstar Lukas Klostermann, 19, über Spannung und Entspannung, karierte Golfhosen, vererbte Schnelligkeit und Treue zu RB Leipzig.

Als Ralf Rangnick in den Bus bat, hätte es auch in den Zoo oder Richtung Völkerschlachtdenkmal gehen können. Hat der Chef alles richtig gemacht?

Hat er, absolut. Viele von uns golfen in ihrer Freizeit, ein toller Nachmittag.

Welches Handicap haben Sie?

Ich selbst bin beim Golfen das eigentliche Handicap. Es kann nur besser werden.

Sie lochen in Jeans statt in karierten Stoff-Höschen ein. Das ist verboten.

Wir waren nicht aufs Golfen vorbereitet, man möge uns verzeihen.

Ist Teambuilding überbewertet?

Ich weiß gar nicht, ob das heute unter der Überschrift Teambuilding stand. Es gab keine Vorgaben, wie hatten Spaß, alles gut. Dass eine Gruppe besser harmoniert und Stresssituationen bewältigt, wenn sich alle respektieren und mögen, ist klar.

Zuweilen hat man den Eindruck, dass der RB-Kader aus Chorknaben besteht. Fehlen da nicht ein, zwei böse Buben?

Und was sollen die bösen Buben tun?

Böse sein. Im Dialog mit Gegnern, Schiris, Gott und der Welt. Und beim fröhlichen Grätschen.

Das war vielleicht zu ihrer Zelt gefragt. Wir sind insgesamt gut bestückt, fußballerisch und charakterlich. Wir lassen uns nicht den Schneid abkaufen, wehren uns.

Und wer grätscht, hat vorher etwas falsch gemacht?

So ist es in den allermeisten Fällen.

Stimmt es, dass Sie von der halben Premier League gejagt werden?

Wenn sich der eine oder andere Verein für mich interessiert, ist das eine Auszeichnung und auch ein Beleg dafür, dass ich mit meinem Wechsel nach Leipzig alles richtig gemacht habe. Herr Rangnick hat mir 2014 genau aufgezeigt, was er mit mir und RB vorhat. Bisher hat sich alles erfüllt.

Weswegen Sie Ihren bis 2018 laufenden Vertrag in Kürze verlängern werden und in England halbmast geflaggt wird.

Mein Berater und RB sind im permanenten Austausch.

Auch in Sachen Vertrag?

Ja. Ich habe immer gesagt, dass ich mich in Leipzig sehr gut aufgehoben fühle und hier die nächsten Schritte machen will. Wir haben große Ziele.

Ihr gut abgehangener Kollege Marvin Compper sieht in Ihnen einen kommenden Nationalspieler. Hat er Recht?

Jeder Fußballer träumt von der Nationalmannschaft. In die U21 habe ich es geschafft, an mehr denke ich noch nicht. Marvin hat auch gesagt, dass der Weg nach ganz oben sehr hart ist und man auch Glück braucht. Ich bin bereit, hart zu arbeiten, muss noch viel lernen.

Was muss besser werden?

Alles.

Fliegen Sie zu Olympia nach Rio?

Fragen Sie mich im Mai nochmal. Ich konzentriere mich bis zum Saisonende auf eine einzige Aufgabe: Spiele gewinnen mit RB Leipzig. Und wie man sieht, muss man in dieser Saison viele Spiele gewinnen, um oben dabei zu sein.

Sie sind einer der schnellsten Spieler in deutschen Landen. Angeborene Gabe?

Mein Vater war Leichtathlet, ist 110 Meter Hürden gerannt. Er hat mir den Speed vererbt. Danke, Papa!

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