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RB-Rekordtransfer Keita ist ein Teamplayer und verehrt Barca-Star Iniesta

"Rechter oder linker Fuß? Egal!“ RB-Rekordtransfer Keita ist ein Teamplayer und verehrt Barca-Star Iniesta

Alle wollen Naby Keita. Wollen wissen, wie der Neuzugang der Roten Bullen tickt. Wie der Mittelfeld-Dynamiker aus Guinea mit der Bürde der 15-Millionen-Euro-Ablöse klar kommt. Im LVZ-Interview spricht der 21-Jährige über die Herausforderung Bundesliga.

Kein Mangel an Selbstbewusstsein: Naby Keita will mit RB die Bundesliga rocken.

Quelle: Picture Point

Leipzig. Alsdann gewährte der Neuzugang von RB Leipzig (Vertrag bis 2021, keine Ausstiegsklausel) einer Journalistenrunde eine Audienz, öffnete im Teamhotel Golf Resort Achental nahezu sein Innerstes. Demnächst soll, so der fleißig Deutsch büffelnde Keita, die Hilfe der wunderbaren Dolmetscherin Raquel Rosa nicht mehr vonnöten sein. Schade eigentlich.

Weil Coach Ralph Hasenhüttl, 48, hin und weg war vom Elan der Seinen, wurde das Nachmittagstraining gestrichen und stattdessen zu einem See geradelt. Am Donnerstag, 18.30 Uhr, steigt der fünfte Test. In Kufstein geht es gegen den Serie-A-Club FC Turin. RB hat alle bisherigen vier Spiele gewonnen und noch kein Gegentor kassiert.

Keita, der bei RB Salzburg je zweimal Meister und Pokalsieger wurde und noch nie eine Rote Karte gesehen hat, ist ein angenehmer ­junger Mann, spricht leise und bedächtig in seiner Muttersprache französisch, schaut seine Gesprächspartner an. Sein großes Vorbild ist der ruhige Superstar des FC Barcelona, der skandalfreie, geniale und erdverbundene Andres Iniesta.

Keita über die Herausforderung Bundesliga:

Die deutsche Bundesliga ist natürlich kein Vergleich zu der österreichischen. Es wird alles intensiver, schneller. Es herrscht mehr Druck – auf dem Feld und von außerhalb. Ich freue mich auf diese große Herausforderung, muss in allen Bereichen besser werden, um der Mannschaft helfen zu können. Wir sind Auf­steiger, wollen eine ruhige Saison und drin bleiben.

Keita über die Ausgeglichenheit im Oberhaus:

Bayern, Dortmund oder Schalke sind weltweit bekannt, auf diese Spiele freut man sich besonders. Aber für uns als Aufsteiger ist in dieser superstarken und ausgeglichenen Liga jedes Spiel ein Highlight. Wir müssen bereit sein, in jedem Spiel an unsere Grenzen zu gehen, Gas zu geben, uns zu quälen.

Keita über den besten afrika­nischen Fußballer, Pierre-Emerick Aubameyang:

Er spielt seit Jahren auf einem Top-Niveau, hat eine tolle Entwicklung hingelegt. Am 10. September sehen wir uns in Leipzig, ich freue mich auf ihn. So eine Entwicklung wie er sie genommen hat, wünsche ich mir.

Keita über sein eigentliches Vorbild, den stoischen Barca-Star Andres Iniesta:

Ich mag Andres Iniesta sehr. Er ist ein toller Spieler, verliert nie den Ball, hat immer eine Lösung. Ich mag diesen ruhigen Stil. Er ist auch außerhalb des Platzes ein Vorbild. Keine Skandale. Ein ausgeglichener Typ. Er ist mein großes Vorbild.

Keita über seine Stärken und Einstellung zum Beruf:

Ich bin ein Teamplayer, gebe alles für die Mannschaft und versuche, den taktischen Auftrag des Trainers zu erfüllen. Ich habe eine ganz gute Dynamik und Übersicht. Rechter oder linker Fuß? Egal. Ich kann auf der 8 oder der 10 spielen.

Keita über die Ablöse von 15 Millionen Euro und Offerten anderer Clubs:

An die Ablöse denke ich keine Minute. Auch wenn ich nur einen Euro gekostet hätte, würde das an meinem Anspruch und meinem Ehrgeiz nichts ändern. Als ich schon mit Leipzig über einen Wechsel einig war, haben sich ein paar andere Vereine (darunter Paris St. Germain; Red.) gemeldet.

Keita über seine Deutsch-Kenntnisse:

Ich habe das in Salzburg etwas vernachlässigt, bin jetzt aber fleißig am üben. Kommunikation ist wichtig.

Und dann war er weg, der neue Mittelfeld-Star von RB Leipzig. Mittagsruhe.

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