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RB-Spieler räumen Kleiderschrank und spenden für Flüchtlinge

Hilfe der Zweitliga-Profis RB-Spieler räumen Kleiderschrank und spenden für Flüchtlinge

Die Spieler von RB Leipzig sammeln für die Flüchtlinge in der Stadt und zwar im eigenen Kleiderschrank. Private T-Shirts, Pullover und Hosen wollen sie spenden. Am Sonnabend übergeben Spieler die Sachen.

Fabio Coltorti spendet für die Flüchtlinge in Leipzig.

Quelle: PR/LVZ

Leipzig. RB-Verteidiger Marvin Compper überlegt schon seit einigen Tagen: Wie können wir als Mannschaft den Flüchtlingen in Leipzig helfen? Als er am Mittwoch vom Anschlag auf die Asylbewerberunterkunft in Stötteritz erfuhr, zögerte der 30-Jährige nicht lange. Per Mannschaftschat in den sozialen Netzwerken trommelte er seine Kollegen zusammen. Jeder solle in seinen Schrank schauen und private Kleidungsstücke für Bedürftige mit zum Training bringen. Dort hat der Verein Sammelkisten aufgestellt. Bis zum Sonnabend sollen sie von den Profis gefüllt werden. Compper und Torhüter Fabio Coltorti waren die ersten, die ihre Sachen mit ins Trainingszentrum brachten. Am Sonnabend werden Spieler dann die Sachen bei der Zentralen Spendenstelle in der Berliner Straße 69 abgegeben.
 

Marvin Compper spendet für Flüchtlinge in Leipzig.

Marvin Compper spendet für Flüchtlinge in Leipzig.

Quelle:

„Das war eine Eigeninitiative der Mannschaft“, berichtet Trainer Ralf Rangnick. Es sei gut, wenn die Spieler auch intern die Probleme der Flüchtlinge wahrnehmen, so der Coach. Er selbst wolle bei sich auch nachsehen und mitmachen. Hilfe hat laut Verein auch Zeugwart Peter Hergert versprochen. Er packe einen eigenen Container, mit Sportbekleidung aus den vergangenen sechs RB-Jahren. Vor allem ausrangierte Fußballschuhe fänden nun noch eine Verwendung.
 
RB finanziert Sportplatz in der Torgauer Straße

Sportsachen sind bei den Helfern willkommen. Die Johanniter koordinieren gemeinsam mit dem Leipziger Flüchtlingsrat die Spenden. „Es ist herausragend, wenn sich ein großer Verein wie RB auch beteiligt“, sagte Lars Menzel von den Johannitern. Nicht nur die Kleidungsstücke helfen seiner Meinung. Mindestens genauso wichtig sei, dass der Zweitligist „klare Kante“ zeige.
 
Bereits in den zurückliegenden Tagen haben sich viele Leipziger mit Hilfsgütern engagiert. Um die Spenden besser zu koordinieren, öffnete am Mittwoch die zentrale Annahmestelle in der "Produktionsschule Schauplatz". Geöffnet ist laut Menzel von Montag bis Donnerstag zwischen 7 und 16 Uhr, am Freitag von 7 bis 13 Uhr.
 
Neben Sportssachen werden dem Johanniter-Mitarbeiter zufolge derzeit ungetragene Unterwäsche, Regensachen, neue Handtücher und Kleidung in kleineren Größen als XL gesucht.
 
Menzel arbeitet bereits mit anderen Vereinen zusammen. Die Handballer des SC DHfK Leipzig organisieren gerade mehr als 400 Trinkflaschen für die Bewohner der Ernst-Grube-Halle. „Bisher hatten wir dort nur Einweggeschirr, das ist Quatsch“, so Menzel. Nun soll jeder Flüchtling zur Müllvermeidung seine persönliche Flasche erhalten.
 
Freuen dürfen sich auch die Bewohner des Asylbewerberheims in der Torgauer Straße. Für sie spendete RB Leipzig zusätzlich 50.000 Euro. Damit soll nach Abstimmung mit der Stadt ein Bolzplatz gebaut werden.

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