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RB-Spielmacher Kaiser: „Von einer Krise weit entfernt“ – 25.000 Karten für Bochum weg

RB-Spielmacher Kaiser: „Von einer Krise weit entfernt“ – 25.000 Karten für Bochum weg

Kann RB Leipzig am Freitag den Abwärtstrend stoppen? Nach fünf Punkten in den vergangenen fünf Spielen ist das Team von Trainer Alexander Zorniger gegen den VfL Bochum in der Pflicht.

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Dominik Kaiser, Vize-Kapitän bei RB Leipzig.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Spielmacher Dominik Kaiser sagt gegenüber LVZ-Online: „Von einer Krise sind wir weit entfernt. Am Freitag wollen wir aber eine Reaktion auf die schlechte Leistung in Nürnberg zeigen.“ Mehr als 30.000 Zuschauer werden in Leipzig dabei sein.

Der Vorteil: Zu Hause sind die Bullen in dieser Saison noch ungeschlagen. Auch Kaiser merkt, dass sich sein Team auf fremden Plätzen schwerer tut. „Das letzte Spiel hängt schon noch nach“, sagt der 26-Jährige. Deshalb kommen drei Heimpartien (Bochum, Aue im Pokal, Kaiserlautern) in anderthalb Wochen genau richtig.

Vor der Länderspielpause Mitte November folgt noch das Duell in Darmstadt. Drei harte Brocken aus der vorderen Tabellenhälfte warten also auf die Roten Bullen in der zweiten Fußball-Bundesliga. Aber der Mittelfeldmotor fordert: „Wir wollen ganz klar oben dran bleiben. Mit Sicherheit stellen sich die Gegner auch auf unser System ein. Aber vor ein paar Wochen haben wir es einfach besser gespielt. Wenn wir unseren Stil zu 100 Prozent auf den Platz bringen, wird es für die anderen weiterhin ganz schwer.“

Rebic mit Kapselriss in der Schulter

Heißt wohl im Umkehrschluss, dass beim Club nicht alle an ihre Leistungsgrenze gegangen sind. Deshalb haben nach der 0:1-Niederlage in Nürnberg der genesene Torhüter Fabio Coltorti oder der in den letzten drei Spielen nicht von Beginn an berücksichtigte Kapitän Daniel Frahn die Möglichkeit, sich wieder in die Startelf zu kämpfen. Sechsmal schuften die Leipziger bis zum Freitagabend-Hit, Kaiser sagt: „Jeder muss sich beweisen. Es ist gerade sehr viel Feuer im Training drin.“

Gegen Bochum wird weiterhin der kroatische Nationalspieler Ante Rebic fehlen. Das MRT-Ergebnis des Stürmers ist inzwischen da: Keine Eckgelenkssprengung, sondern Kapselriss in der linken Schulter. Zunächst waren die Verantwortlichen von mehreren Wochen Pause ausgegangen, nun heißt es mehrere Tage. Auf eine Punktlandung hofft Leipzig am Freitag bei Innenverteidiger Marvin Compper, der sich mit Adduktoren-Problemen herumplagt.   

Baustellen gibt es nach wie vor auch auf dem Trainingsgelände am Cottaweg. Wasserrohre und Stromleitungen für das neue Trainingszentrum werden derzeit verlegt. Der Fußweg zu den Plätzen ist in den nächsten zwei Wochen nur eingeschränkt nutzbar und ein Trainingsbesuch bei den Profis deshalb nicht immer möglich. Spätestens nächsten Sommer soll aber alles fertig sein, der Bau steht voll im Zeitplan.

Dass sich einer oder mehrere Anhänger aus Leipzig in Nürnberg nicht benehmen konnten, wertet der Verein derzeit intern mit Fanbeauftragten und Sicherheitsverantwortlichen aus. Unter den Teppich kehren wird es RB Leipzig nicht. Ein Ergebnis folgt in den nächsten Wochen.  

Ganz andere Probleme plagen den nächsten Gegner aus Bochum. Der VfL hat in der abgelaufenen Saison einen finanziellen Verlust von 633.000 Euro eingefahren. Das teilte der Klub am Montag auf seiner Jahreshauptversammlung mit. Die Gesamt-Verbindlichkeiten steigen damit auf 7,5 Millionen Euro. „Dieser Verein ist komplett auf Kante genäht, davon müssen wir sobald wie möglich wegkommen“, sagte der neue Finanzvorstand Wilken Engelbracht.

Anne Grimm

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