Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

Google+ Instagram YouTube
RB-Sportdirektor Rangnick: „Unsere Art Fußball zu spielen, hat etwas mit Spektakel zu tun“

RB-Sportdirektor Rangnick: „Unsere Art Fußball zu spielen, hat etwas mit Spektakel zu tun“

Die Brust ist breit, die Stimmung prächtig: RB Leipzig ist nach dem Sieg gegen Union Berlin bereit für die nächste große Aufgabe. „Unsere Art Fußball zu spielen, hat etwas mit Spektakel zu tun“, glaubt RB-Sportdirektor Ralf Rangnick.

Voriger Artikel
Union-Fans wollen Zeichen setzen: Protest bei RB Leipzig und Traditionsspiel gegen Chemie
Nächster Artikel
RB Leipzig will wie Wolfsburg spielen - Rangnick: „Da gibt es schon Parallelen“

Begeistern ihre Fans wieder: Die Fußballer von RB Leipzig.

Quelle: GEPA Pictures

Leipzig. Eine Kostprobe davon soll der VfL Wolfsburg am Mittwoch im Achtelfinale des DFB-Pokals (Anstoß 19 Uhr) vor ausverkauftem Haus serviert bekommen. Rangnick weiß, wie die Niedersachsen zu knacken sind: „Wir müssen mehr laufen, mehr sprinten und mehr investieren als sie“, so der 56-Jährige.

Dabei scheint die Offensive des VfL derzeit kaum zu stoppen. Fünfzehn Tore in den vergangenen vier Spielen stehen für sich. Bas Dost (elf Tore in der Rückrunde) trifft wie er will, Kevin Bruyne und André Schürrle sind Mittelfeldmotoren ohne Aussetzer. Rangnick lässt sich davon nicht beeindrucken. „Dost schießt die Tore mit nur einem Ballkontakt, da müssen wir den Pass zuvor verhindern“, ist eine seiner Lösungen. Dennoch: Der Sportdirektor erwartet eine Partie mit vielen Toren. „Wir müssen nur aufpassen, dass sie gut verteilt sind“, so Rangnick.

Topspieler für Topspieler

Für die RB-Treffer muss Trainer Achim Beierlorzer die richtige Personalmischung im Angriff finden, der nach eigenen Worten immer noch seine Top-Elf sucht. Der Coach hat im Augenblick ein Luxusproblem. „Ich kann nur einen Topspieler für einen anderen Topspieler austauschen“, so der 47-Jährige. Auf seinen Sturm will er sich deshalb noch nicht festlegen. Yussuf Poulsen drängt nach seiner Sperre zurück in die Startformation und könnte Ante Rebic verdrängen. Beierlorzer hat aber auch eine andere Variante im Kopf. „Yordy Reyna ist für große Verteidiger sehr unangenehm“, so Beierlorzer. Das 1,69 Meter große Leichtgewicht spielte in der letzten Viertelstunde gegen den 1. FC Union und wirbelte dabei zu einer Großchance durch den Berliner Strafraum.

Für Pokalheld Daniel Frahn dürfte es dagegen eng werden. Vor dreieinhalb Jahren machte er es vor und schoss Wolfsburg mit drei Toren allein aus dem DFB-Pokal. „Er ist ein verdienstvoller Spieler, das stellt niemand in Frage, wir haben aber viel Qualität dazubekommen“, sagte Beierlorzer. Und dann fügt der Trainer noch einen Satz an, der vor keinem Cup-Spiel fehlen darf: „Im Pokal ist alles möglich.“

Eine knappe Sache wird es auch für Georg Teigl. Der Rechtsverteidiger brach sich am Sonntag bei einem Zweikampf das Mittelhandköpfchen und trägt nun am linken Arm einen Gips. Dabei wäre der 24-Jährige so gern dabei. „Ich habe noch nie in einem ausverkauften Stadion gespielt“, verriet er. Jetzt hofft er auf eine Spezialmanschette.

Für Schürrle kein Scout nötig

Wolfsburg gegen RB: Für Fußballtradionalisten ist das schlichtweg der Vergleich von zwei Konzernmannschaften mit unbegrenzten finanziellen Möglichkeiten. Nicht so für Ralf Rangnick. Er hat wenige Gemeinsamkeiten zwischen beiden Teams und Vereinskonzepten ausgemacht. Der Wintertransfer von André Schürrle sei da nur ein Beispiel. „Um ihn zu verpflichten, braucht man keine Scoutingabteilung“, findet der Sportdirektor. RB gehe da einen anderen Weg. Leute wie Schürrle oder auch Kevin de Bryune versuchten die Rasenballer für sich zu begeistern, wenn sie 20 Jahre alt seien und den großen Durchbruch noch nicht geschafft hätten.

Und dann seien da noch die Zuschauer und das Umfeld in Leipzig. Rangnick bezeichnet die Bedingungen für die RB-Fußballer als gehobenes Zweitliga-Niveau, wenn nicht schon erstligareif. In Wolfsburg hätte das Spiel nur geringes Interesse erzeugt. „Erstmals in einem Pflichtspiel von uns wird es ausverkauft sein“, sagt der Sportdirektor voraus. Am Montag waren gerade noch 700 der 43.500 Karten im Angebot.

Matthias Roth

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr

Alle Wettquoten zu Spielen von RB Leipzig gibt es bei SmartBets.