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RB-Stürmer Boyd: „Bin die ruppigere Variante von Selke und Poulsen“

Interview RB-Stürmer Boyd: „Bin die ruppigere Variante von Selke und Poulsen“

Die lange Leidenszeit von Terrence Boyd ist vorbei: Im Test gegen den 1. FC Frankfurt schoss der Stürmer in seiner ersten Partie gleich ein Tor. Der 25-Jährige erklärt im LVZ-Interview, warum er trotzdem sauer war, wie er die Geburt seiner Tochter erlebte und welche Chance er sich in der Bundesliga ausrechnet.

Terrence Boyd gehört nach seinem Kreuzbandriss und anderthalb Jahren Verletzungspause wieder zum Profiteam von RB Leipzig. Der Stürmer kämpft nun um seine Chance in der Bundesliga.

Quelle: GEPA

Leipzig. Wie war das erste gemeinsame Spiel mit der Mannschaft seit anderthalb Jahren?

„Ich bin einfach dankbar, dass ich wieder auf dem Grün stehen und treffen kann. Das ist super. Im selben Atemzug muss ich aber auch sagen, dass ich gerade etwas sauer bin. Weil ich so viele Bälle nicht reingemacht habe.“

Ist das Ihr Anspruch, dass trotz extrem langer Verletzung sofort wieder alles klappen muss?

„Wenn man es objektiv betrachtet muss man mir natürlich erstmal Zeit geben, das stimmt. Bei der Fitness bin ich auch noch nicht bei 100 Prozent. Aber wenn vom Knie und Körper her alles geht, warum soll denn nicht auch auf dem Platz alles gleich klappen? Wenn ich hier beim Test einmal treffe, dann kann ich die anderen Dinger auch machen. Das tut halt gerade etwas weh.“

Was sagt Ihr Körper nach der ersten Woche Training und voller Belastung?

„Es geht. Ich komme damit gut klar und habe keine negativen Reaktionen gespürt.“

Wenn Schmerzen da gewesen wären, hätten Sie die wahrscheinlich spätestens vergessen, als ihre Tochter Eliana Malia Raigan vergangene Woche geboren worden ist, oder?

„Genau. Das war ein prägendes Erlebnis. Das haben meine Freundin und ich beide zum ersten Mal durchgemacht. Es hat zwar sehr lange gedauert, aber meine Freundin hat das richtig stark gemacht. Und dann war die Freude natürlich riesengroß.“

Zurück zu Ihrem persönlichen Kampf. Sie haben anderthalb Jahre hart für die Rückkehr auf den Rasen gearbeitet. Wie realistisch sehen Sie die Chance, in der Bundesliga eine Rolle zu spielen und der Mannschaft zu helfen?

„Da bin ich erstmal ganz gelassen. Ich bin zwar immer noch etwas sauer, dass ich die Dinger im Testspiel nicht mache, denn ich will dem Trainer die Entscheidung so schwer wie möglich machen, aber ich weiß auch, dass ich mich hinten anstellen und mir erstmal wieder alles verdienen muss. Natürlich habe ich Ambitionen und weiß, dass ich in der Bundesliga spielen kann. Ich muss es dem Trainer nur zeigen.“

Was haben Ralph Hasenhüttl und Ralf Rangnick im Vorfeld für Zeichen gegeben? Ist es vielleicht auch Ihr Vorteil, dass Sie eine andere Art Stürmer sind, als Yussuf Poulsen oder Davie Selke?

„Wir sind ja eigentlich alle drei Mittelstürmer. Die beiden anderen können natürlich auch nochmal ein bisschen ausweichen. Ich bin halt eher die Kante vorne in der Box. Mich brauchst du draußen nicht anspielen. Aber ich bin nochmal die ruppigere Variante von den beiden. Jeder ist hier, weil er etwas besonderes kann und seine eigenen Stärken hat. Dann muss der Trainer herausfinden, welche Stärken er für die jeweiligen Gegner braucht.“  

Info: Bereits am Mittwoch steigt um 18 Uhr beim Gründungsclub SSV Markranstädt das zweite Testspiel von RB Leipzig während der Vorbereitung auf die erste Bundesligasaison. Die EM-Fahrer Emil Forsberg, Stefan Ilsanker, Marcel Sabitzer und Peter Gulacsi sind noch nicht dabei. Die vier Rückkehrer absolvieren zunächst die Leistungsdiagnostik, bevor sie am Donnerstag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

Interview: Anne Grimm

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