Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

Google+ Instagram YouTube
RB-Stürmer Forsberg: Miese EM, rauschende Hochzeit, Bundesliga ante portas

Alter Schwede im Wechselbad RB-Stürmer Forsberg: Miese EM, rauschende Hochzeit, Bundesliga ante portas

Gerade noch EM und Hochzeit mit seiner Shanga, jetzt schon wieder auf dem Trainingsplatz mit RB Leipzig. Im Interview spricht Emil Forsberg über die große Liebe, große Ziele und eine große Enttäuschung.

RB Leipzigs Emil Forsberg war der laut Kicker beste offensive Mittelfeldspieler der abgelaufenen Zweitliga-Saison.

Quelle: GEPA Pictures

Leipzig. Der schönste Tag im Leben von Emil Forsberg hat ausnahmsweise nichts mit dem Aufstieg von RB Leipzig, der Vertragsverlängerung bis 2021 oder den Kabinen-Erlebnissen mit King Zlatan Ibrahimovic zu tun. Am 16. Juli heiratete der laut Kicker beste offensive Mittelfeldspieler der abgelaufenen Zweitliga-Saison seine Shanga (23). Es war ein rauschender Tag wie kein anderer mit 180 Gästen im schwedischen Sundsvall. Der 24-jährige Forsberg spricht im LVZ-Interview über die große Liebe, große Ziele und eine große Enttäuschung. Am Samstag, 15.30 Uhr, spielt RB am Cottaweg gegen Viktoria Berlin.

Glückwunsch zur Hochzeit. Wie fühlt man sich so als Ehemann?

Wunderbar. Wenn man seine Traumfrau gefunden hat, muss man sie heiraten. Shanga ist meine große Liebe, ich bin happy! Und sie hoffentlich auch.

Dass sich attraktive Frauen gut situierte Fußballer greifen und fortan als Spielerfrau firmieren und einkaufen gehen, ist nicht ganz neu. Bei euch sieht das Ganze erfrischend anders und nach Jugendliebe und Romantik aus.

Ich war 15, als ich Shanga zum ersten Mal sah. Seitdem weiß ich: Es gibt Liebe auf den ersten Blick. Ich habe sie angesprochen, mit Herzklopfen wie nach einem Sprint über den ganzen Platz. Am 16. Juli hat sich der Kreis geschlossen.

Ihre Gattin spielt Fußball bei RB Leipzig. Spielt sie so gut wie sie aussieht?

Ja, richtig gut. Im offensiven Mittelfeld oder im Sturm. Wenn ich Zeit habe, bin ich bei den Heimspielen dabei.

Jetzt fehlt nur noch ein Emilchen oder eine Emilia zum Glück. Ist ein Baby in Planung?

Natürlich. In drei, vier Jahren.

Malmö FF, RB Leipzig, Nationalmannschaft: Ihre Karriere kannte bisher nur eine Richtung – nach oben. Dann kam die EM in Frankreich und das Aus in der Gruppenphase.

Das war nicht unbedingt unser Turnier, das war auch nicht mein Turnier. Wir waren einfach nicht gut genug, haben die Form aus der Relegation (gegen Dänemark; Red.) und Vorbereitung nicht bis nach Frankreich gebracht.

Sie gaben alles, haben sich einen Wolf gerannt.

Aber es kam dabei zu wenig rum. Die EM war für uns als Team eine große Enttäuschung. Auch für mich.

Die schwedischen Medien gingen hart mit Ihnen ins Gericht. Wie ist es, wenn der Wind von vorne durch den Scheitel fährt?

Die Kritik an der Mannschaft und an mir war ziemlich massiv. Das war nicht angenehm, aber das muss man als Profi wegstecken können. Es gibt nicht nur sonnige Tage.

Man hatte den Eindruck, dass der erste Blick des Ballführenden immer Zlatan Ibrahimovic galt. Galt die Konzentration zu sehr Ihrem Sturm-Kollegen?

Das würde ich so nicht sagen. Wenn man einen Spieler wie Zlatan hat, muss man das nutzen und ihn zur Wirkung bringen. Das haben wir nicht geschafft. Leider.

Ibrahimovic spielt nicht mehr für die Nationalmannschaft. Was bleibt und was haben Sie von ihm gelernt?

Zlatan ist Weltklasse-Spieler, der Größte in Schwedens Geschichte. Wir Schweden lieben ihn. Ich bin stolz, mit ihm ge-spielt zu haben. Er hat gezeigt, wasman mit Einstellung und unerschütterlichem Glauben an sich selbst erreichen kann. Und er ist ein Super-Kollege und Freund.

Kommen wir zu RB Leipzig. Ihr Förderer Ralf Rangnick ist nicht mehr Trainer. Gibt es Trennungsschmerzen?

Er ist ja noch da, wir sehen uns oft. Ich habe Ralf Rangnick viel zu verdanken. Er hat mich nach Leipzig geholt, er hat aus mir einen besseren Spieler und Profi gemacht, unter ihm habe ich die beste Saison meiner Karriere gespielt.

Ralph ersetzt Ralf. Wie kommen Sie mit Ralph Hasenhüttl klar?

Gut. Er ist locker und bestimmt, lässt einen ähnlichen Fußball wie wir ihn kennen spielen. Seine Erfolge sprechen für sich. Wir arbeiten jeden Tag und in jeder Einheit hart. Die Bundesliga ist für uns alle eine Herausforderung.

Wo sehen Sie bei sich Luft nach oben?

Überall. Ich muss stabiler werden, körperlich und von der Konstanz in meinen Leistungen her. Zwei gute Spiele und dann zwei schlechte – das geht nicht. Ich will und muss mehr Tore schießen, mehr Tore vorbereiten, mehr Ballsicherheit austrahlen, mehr richtige Entscheidungen treffen, kreativere Lösungen finden. Mein Ziel ist es, in jedem Spiel der beste Mann zu sein. Man braucht hohe Ziele, um besser zu werden.

Yussuf Poulsen, Lukas Klostermann und Davie Selke fahren nach Rio zu den Olympischen Spielen. Gute Idee?

Na klar, das ist ein Traum. Im Finale gegen Brasilien mit Neymar – undDavie macht das entscheidende Tor. Das wär’s.

Und während der Abstinenz der Konkurrenten Selke/Poulsen zementieren Sie Ihren Stammplatz.

So denke ich nicht, so denkt bei uns keiner. Der Teamspirit hat uns erfolgreich gemacht. Das soll so bleiben.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr