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Olympiastart von Yussuf Poulsen wackelt noch – RB Leipzig stellt Bedingung

Sommerspiele in Rio Olympiastart von Yussuf Poulsen wackelt noch – RB Leipzig stellt Bedingung

RB-Stürmer Yussuf Poulsen darf nur dann zu den Olympischen Spielen fahren, wenn die Konkurrenz aus der Bundesliga eine Bedingung der Leipziger erfüllt.

Yussuf Poulsen von RB Leipzig nimmt an den Olympischen Spielen teil.
 

Quelle: Christian Modla

Leipzig/Kopenhagen.  Der Dänische Fußballverband (DBU) vermeldete die Nominierung am Montagmorgen schon als sicher. Am Nachmittag wurde nun bekannt: RB-Stürmer Yussuf Poulsen darf bei den Olympischen Spielen nur dann für sein Heimatland spielen, wenn auch die anderen Bundesligisten ihre besten Spieler für Rio abstellen. Diese Bedingung nannten die Leipziger im Gespräch mit der DBU. „Die finale Entscheidung, ob Yussuf Poulsen zu Olympia fährt, ist noch offen“, sagt RB-Sportdirektor Ralf Rangnick.

Und eine weitere Forderung stellte Rangnick auf. Poulsen darf nicht mit der A-Nationalmannschaft im Juni zum Kirin-Cup nach Japan reisen. Stattdessen soll sich der 21-Jährige von der anstrengenden Saison in seinem USA-Urlaub und anschließend bei der Familie in Kopenhagen erholen. Die Dänen stimmten zu.

Poulsen brennt auf eine Teilnahme bei den Olympischen Spielen. „So eine Chance bekommt man nur einmal im Leben“, freut sich der Angreifer auf Brasilien. Und auch Dänemarks Olympia-Coach ist über den möglichen Einsatz froh. „Es ist super, dass wir Yussuf dabei haben. Er ist eine große Verstärkung für unser Team“, sagte Niels Frederiksen, der sich offenbar schon sicher ist, das Poulsen mitfliegt.

Selke und Klostermann warten noch

Rangnick hatte bereits vor knapp zwei Wochen angekündigt, mit seinen Olympiakandidaten Gespräche führen zu wollen. „Wir werden mehrheitsfähige Entscheidung treffen“, so der RB-Sportdirektor. Neben Poulsen könnten auch Davie Selke und Lukas Klostermann, dann aber für das deutsche Team von Trainer Horst Hrubesch, berufen werden. Anders als bei den Dänen, wird die DFB-Mannschaft erst in der letzten von drei Nominierungsrunden durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) veröffentlicht. Termin ist der 12. Juli.

Auch hier gilt: Eine Freigabe gibt es von RB nur dann, wenn auch die Konkurrenz sich mit Spielern engagiert. Eine Pflicht der Vereine besteht nicht. Wie heikel es für die Olympiatrainer werden kann, zeigt das Beispiel Borussia Mönchengladbach. Der Bundesliga-Vierte startet Mitte August in der Qualifikation zur Champions League und stellt deshalb gar keinen Profis für Rio ab. Abwehrchef Andreas Christensen gab deshalb den Dänen gerade einen Korb, Mahmoud Dahoud sagte Hrubesch ab.

Für die Bundesligateams passen die Olympischen Spiele nicht in die Terminplanung. Die Roten Bullen haben ihren Profis gerade drei Wochen für die Ferien freigegeben. Es schließen sich drei weitere Wochen mit individuellen Trainingsplänen an, bevor Coach Ralph Hasenhüttl seine Spieler am 11. Juli zur ersten Übungseinheit bittet.

Die Olympiaspieler würden einen Großteil der Saisonvorbereitung verpassen. RB plant sein Sommertrainingslager vom 1. bis 10. August. Die Fußballwettbewerbe in Rio beginnen am 3. August und enden mit dem Finale am 20. August. Die 1. Bundesliga startet sechs Tage nach dem Endspiel. Dazwischen liegt noch die erste Runde im DFB-Pokal.

 

Von Matthias Roth

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