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RB-Stürmer Poulsen wird immer wertvoller – Zorniger grüßt aus Leipzig alle Interessenten

RB-Stürmer Poulsen wird immer wertvoller – Zorniger grüßt aus Leipzig alle Interessenten

Er wird immer besser. Yussuf Poulsen ackert im Angriff von RB Leipzig unermüdlich, spielt seine Gegner schwindelig und provoziert. Das wichtigste aber: Er trifft ins Tor des Gegners.

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Nicht zu stoppen: Yussuf Poulsen.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Gegen den Karlsruher SC erzielte er seine Saisontreffer fünf und sechs und liegt nun schon auf dem zweiten Platz der Torjägerliste.

Poulsen selbst will sich aber gar nicht in den Vordergrund stellen. Er freut sich besonders über die Rückkehr von Dominik Kaiser in die Startelf, sicher nicht ganz uneigennützig. „Domme weiß genau wohin ich laufe und wohin er passen muss“, sagt der Stürmer. 18.235 Zuschauer haben das am Mittwochabend unter Flutlicht miterlebt. Den zweiten und dritten Treffer der Leipziger legte Kaiser mit seinen Bällen in den Lauf von Poulsen auf.

Die Konkurrenz hat das registriert. In Leipzig spielen zwei Profis, die können an guten Tagen eine Mannschaft allein auseinander nehmen. Auch das Fachmagazin Kicker zückte nach dem KSC-Sieg für Kaiser die Bestnote 1,0 und für Poulsen eine 1,5.

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Leipzig. RB Leipzig hat eine Reaktion auf die erste Saison-Niederlage gezeigt. Am Mittwoch schickte das Team von Trainer Alexander Zorniger den bis dato ungeschlagenen Karlsruher SC im Topspiel der 2. Fußball-Bundesliga mit 3:1 (1:1) nach Hause. Vor 18.235 Zuschauern waren Yussuf Poulsen und Dominik Kaiser im eigenen Stadion die absoluten Matchwinner.

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Angst vor Abwerbeversuchen hat Trainer Alexander Zorniger nicht. In der Causa Poulsen fand er deutliche Worte. „Wir sind zum Glück nicht darauf angewiesen ihn für 3,50 Euro zu verscherbeln“, sagte der Coach. Der Stürmer sei jung, fühle sich in Leipzig wohl, könne sich hier am besten entwickeln. Und damit es auch interessierte Erstligisten wissen: „Yussi hat hier Vertrag bis 2017, schönen Gruß an alle die ihn wollen.“

Der erste Aufreger gegen den KSC lieferte ebenfalls Poulsen. Abwehrrecke Dennis Kempe packte den Dänen in der 14. Minute im Strafraum an der Schulter. Anders als am Sonntag in einer ähnlichen Situation bei Union Berlin fiel Poulsen aber nicht sofort, versuchte den Widersacher statt dessen abzuschütteln. Am Ende landete der Stürmer trotzdem auf dem Rasen und forderte Strafstoß. Schiedsrichter Markus Schmidt gab Abstoß. „Das war ärgerlich, wir hätten Elfmeter bekommen müssen“, meinte Kapitän Daniel Frahn. Verteidiger Tim Sebastian sprach den Referee später auf die Szene an. „Er hat bestätigt, dass es eine haarige Situation war“, so Sebastian.

Poulsen ließ sich von der Szene nicht unterkriegen. Rackerte weiter und reklamierte lautstark, wenn es aus seiner Sicht etwas zu reklamieren gab. In der Schlussphase reichte es Schmidt und er zog die gelbe Karte. „Ich rege mich vielleicht ein bisschen zu viel auf, ich bin sehr emotional“, gestand der 20-Jährige ein.

Jung gibt Kaiser entscheidenden Tipp

Völlig cool und abgezockt bearbeitete sein Passgeber Kaiser die Karlsruher und erzielte dabei einen Treffer der Marke Tor des Monats. „Wir haben das im Training geübt“, berichtet er. Anthony Jung habe den entscheidenden Tipp gegeben. „Das funktioniert mit rechts um die Mauer“, hat er Kaiser ins Ohr geflüstert. Der 25-Jährige schoss den Ball in den Winkel. KSC-Keeper Dirk Orlishausen machte sich mit seinen 1,96 Meter zwar ganz lang, erwischte das Leder aber nur noch mit den Fingerspitzen. „Das Ding musst Du erstmal reinbringen, wenn der Torhüter seine Pranke ausfährt“, lobte auch Zorniger anerkennend.

Auch wenn Kaiser und Poulsen dem Spiel ihren Stempel aufdrückten, die Badener hatten noch einen dritten Bullen in ihrem besonderen Fokus – Joshua Kimmich. Bereits direkt nach dem Anpfiff grätschten sie den U-19-Europameister am Anstoßkreis um, wollten so offenbar einen Blitztreffer wie in der vergangenen Saison von Daniel Frahn gegen den VfB Stuttgart II nach neun Sekunden verhindern. Kimmich bekam auch in der Folge ordentlich auf die Socken. Zorniger holte sein inzwischen angeschlagenes Mittelfeldjuwel schließlich in der 77. Minuten vom Feld.

Vor dem Spiel wurde auch in Leipzig die Entlassung von Fredi Bobic, Sportvorstand beim VfB Stuttgart, bekannt. Immer wenn bei den Schwaben eine Leitungsstelle zu besetzen ist, kommen die Verantwortlichen von RB ins Spiel. Bei der Trainersuche Anfang Mai war der Name von Zorniger ein ganz heißes Gerücht. Jetzt soll Ralf Rangnick, der regelmäßig mit Erstligisten aus Deutschland und England in Verbindung gebracht wird, einer der Kandidaten für den Sportchef in Stuttgart sein. Der 56-Jährige dementierte umgehend. „Ich bin hier und ich bin gerne hier“, sagte Rangnick am Mittwochabend.

Matthias Roth

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