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Rangnick: „Aussetzer, wie man sie sonst nicht von uns kennt“

RB-Niederlage in München Rangnick: „Aussetzer, wie man sie sonst nicht von uns kennt“

Drei Aussetzer waren zu viele gegen den Rekordmeister Bayern. Emil Forsberg entschuldigte sich für sein Foul. Yussuf Poulsen freute sich über ein Wiedersehen und Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung dankte den Fans.

Rekordmeister Bayern war für den Aufsteiger aus Leipzig am Mittwoch eine Nummer zu groß.

Quelle: dpa

München. In der riesigen Interview-Zone der Allianz-Arena tauchte der bedröppelte und humpelnde Yussuf Poulsen bereits auf, als der Rekordmeister aus München noch mit seinen Fans und einer großen 3-D-Show auf dem Rasen einen starken Jahresabschluss feierte. „Wir waren nicht bereit, genug gegen den Ball zu machen. Natürlich sind wir enttäuscht, dass wir keinen besseren Auftritt zeigen konnten. Aber danach können wir uns freuen, was wir bisher für eine super Hinrunde gespielt haben“, sagte der dänische Nationalspieler Poulsen.

Die Mixed-Zone in der Allianz-Arena.

Die Mixed-Zone in der Allianz-Arena.

Quelle: Anne Grimm

 
Die Gesichtszüge des Stürmers hellten sich aber auf, als er seinen Ex-Coach Alexander Zorniger in die Arme schließen konnte. Der hatte in der Halbzeitpause beim Stand von 3:0 analysiert: „Die Bayern spielen das erste Mal in dieser Saison so richtig aggressiv gegen den Ball. Sie wollten heute jedem in Fußball-Deutschland zeigen: Es kann in dieser Saison nur einen Deutschen Meister geben.“

RB-Kicker Poulsen freute sich über das Wiedersehen miz seinem Ex-Trainer Alexander Zorniger.

RB-Kicker Poulsen freute sich über das Wiedersehen miz seinem Ex-Trainer Alexander Zorniger.

Quelle: Anne Grimm

 
Auch RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff gab zu: „Bayern war in allen Belangen besser. Das muss man neidlos anerkennen. Trotzdem haben wir bisher eine überragende Hinrunde gespielt, das bleibt hängen“. Klare Worte fand auch Sportdirektor Ralf Rangnick zum Auftritt seines Teams: „In der ersten Halbzeit haben die Bayern eigentlich mit unseren Waffen geglänzt. Und wenn du solche Aussetzer drin hast, wie wir sie heute hatten, mit Keita, Forsberg und Gulacsi, dann kannst du gegen so einen Gegner kaum etwas holen.“
 
Vor allem die Rote Karte von Emil Forsberg war direkt nach dem Spiel ein großes Thema. Bayern-Star Arjen Robben sagte: „Er hat sich sofort in der Halbzeit bei Philipp Lahm entschuldigt. Zum Glück hat er sich nicht verletzt.“ Das bestätigte auch Forsberg, der den ehemaligen Nationalmannschaftskapitän von den Beinen geholt hatte: „Natürlich war es ein Fehler von mir und nicht meine Absicht. Ich wollte ihn stoppen, aber nicht so.“

Der Raum für die Pressekonferenzen nach dem Spiel.

Der Raum für die Pressekonferenzen nach dem Spiel.

Quelle: Anne Grimm

 
Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl sagte zu dem Foul: „Es wäre besser gewesen, Emil wäre einfach weggeblieben, in dieser Situation. Wir machen alle Fehler, daher werden wir ihn nicht verteufeln. Man hat gesehen, dass einige auf dem Platz nicht ganz fit waren. Diesen Schuh ziehe ich mir an. Durch die Verletzten sind wir auch auf der letzten Rille gefahren. Wenn unser System funktioniert, dann müssen wir auf allen Positionen synchron agieren. Das ist heute nicht gelungen.“ Zufrieden zeigte sich hingegen Bayern-Coach Carlo Ancelotti: „Wir waren sehr aggressiv und hatten schnell die Kontrolle. Die ersten 30 Minuten waren perfekt für uns. Dieses Spiel gibt uns Selbstvertrauen für die Zukunft.“
 
Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) sah die zweite Saison-Niederlage live im Münchner Stadion und sagte im Anschluss: „Dreimal schade. Aber wir waren ja zum ersten Mal hier. Unsere Fans waren spitze!“ Die Rekordkulisse von 7500 Auswärtsanhängern war trotz klarem Rückstand bis zum Schluss immer wieder zu hören.
 
Anne Grimm

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