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Rangnick: „Wir geben in der Winterpause keinen Stammspieler ab"

RB Leipzig Rangnick: „Wir geben in der Winterpause keinen Stammspieler ab"

Am Samstag startet RB Leipzig ins Trainingslager in die Türkei. Trainer und Sportdirektor Ralf Rangnick äußert sich im Vorfeld über Transfers im Winter und Sommer, Anforderungen an seine Mannschaft und Testgegner sowie den Umgang mit Platzhirschen.

Ralf Rangnick hat stets einen kritischen Blick auf seine Männer.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Sonnabend, 9 Uhr, hebt der Flieger Richtung Antalya ab, zehn Tage später soll die Form der RB-Fußballer stimmen. Eine Absage des Camps steht trotz des Anschlags in Istanbul laut Cheftrainer Ralf Rangnick nicht zur Debatte. Der 57-Jährige zur Vorbereitung, einem lebhaften Konkurrenzkampf und dem unausweichlichen Zeitpunkt, einen renitenten Star zu verkaufen.

Rangnick über den Fleiß seiner Spieler im Winterurlaub: „Ein Spieler, der seinen Beruf nicht ernst nimmt, hat heutzutage keine Chance mehr. Man kann sich bei den Anforderungen im Training und im Spiel nicht durchmogeln. Wer nicht fit ist, fällt ab - und auf. Wir haben keinen derartigen Typen bei uns.“

Über einen Bonus für die Männer, die RB auf Platz eins gehievt haben: „Wer bewiesen hat, dass man sich auf ihn verlassen kann und wer nicht aufhört, dazuzulernen, ist Titelverteidiger. Und da muss ein Herausforderer erst mal mit noch besseren Leistungen vorbeiziehen. Bei uns ruht sich niemand aus.“

Über brisante Duelle wie Atinc Nukan gegen Marvin Compper oder Yussuf Poulsen gegen Davie Selke: „Yussuf und Davie können auch zusammen spielen. Yussuf hat uns bei seinen Einwechslungen und in den drei letzten Spielen von Beginn an sehr geholfen. Er hat auch in problematischen Zeiten hart gearbeitet und war nicht auf dem Ego-Trip. Davie muss sich und seine Stärken noch mehr einbringen, noch präsenter sein. Atinc war lange verletzt, wird immer besser. Marvin ist fast in seiner Hoffenheimer Form. Wir wollten Konkurrenzkampf und wir haben ihn, können jede Position doppelt besetzen.“

Über die T-Frage Fabio Coltorti oder Peter Gulacsi: „Peter kam mit einer Sperre zu uns und Fabio hat klasse gehalten. Momentan gibt es keinen Grund, an der Reihenfolge etwas zu ändern.“

Über die Wahl der Testgegner und das 13:0 gegen Eilenburg: „Es macht keinen Sinn, in dieser frühen Phase gegen Profiteams zu spielen. Wir steigern die Qualität der Testgegner mit unserem Trainingszustand.“ Am Donnerstag geht es um 16 Uhr am Cottaweg gegen Bischofswerda.

Über den unausweichlichen Zeitpunkt eines Verkaufs am Beispiel Sadio Mane, der vor einem Jahr seinen Wechsel von RB Salzburg nach Southampton erzwang: „Wir geben in der Winterpause keinen Stammspieler ab, erst recht keinen Leistungsträger. Wenn wir aufsteigen sollten, werden wir im Sommer so selbstbewusst sein, um zu sagen: Warum sollte uns ein Spieler verlassen, wir sind die beste Adresse, um den nächsten Karriereschritt zu machen. Wenn wir schon Bundesligist gewesen wären, dann hätten wir auch bei Joshua Kimmich Chancen gehabt. Sadio wollte weg von Salzburg, weil er bei einem großen Verein und mit einem großen Vertrag sich und seine Familie absichern konnte. Das hat er in Southampton erreicht. Wir haben 15 Millionen Ablöse bekommen, und Salzburg partizipiert bei einem Weiterverkauf. Gezahlt haben wir vier Millionen. Die Art und Weise seines Wechsels hat mir nicht gefallen.“

Über 2016: „Wir wollen den Fußball spielen, der uns ausmacht. Und wir wollen ihn verfeinern, verbessern. Das ist wie in jedem Beruf: Wer sich zurücklehnt, leitet den Rückschritt ein.“

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