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Rangnick hält zweites Trainer-Jahr bei RB Leipzig für möglich

Doppelfunktion Rangnick hält zweites Trainer-Jahr bei RB Leipzig für möglich

Bleibt es doch nicht bei einer einjährigen Übergangslösung? RB Leipzig Cheftrainer Ralf Rangnick fühlt sich in seiner neuen alten Rolle auf dem Rasen wohl und schließt entgegen anderslautender Pläne eine Verlängerung des Arrangements nicht aus.

Er ist wieder ganz in seinem Element: Ralf Rangnick.

Quelle: Picture Point

Leogang. Sein Wiedereinstieg ins Traineramt war aus der Not geboren - doch nun fühlt sich Ralf Rangnick in der Rolle des Chefcoachs wieder wohl. Nach drei Wochen auf dem Platz kann sich der Rückkehrer durchaus ein weiteres Jahr als Trainer bei RB Leipzig vorstellen. „Es zum jetzigen Zeitpunkt völlig auszuschließen, macht keinen Sinn“, erklärte der 57-Jährige im österreichischen Leogang. Die Entscheidung hänge davon ab, in welcher Liga Leipzig im kommenden Jahr spiele und welcher Trainer auf dem Markt verfügbar sei. Eins könne er aber sagen: „Es macht wieder richtig Spaß,  und von der individuellen Qualität her haben wir eine bessere Mannschaft als in der vergangenen Saison.“

Obwohl Klub-Chef und Getränke-Milliardär Dietrich Mateschitz seinen Verein lieber heute als morgen in der nationalen Spitze sehen würde, lässt sich Rangnick, Sportchef und Trainer in Personalunion, nicht drängen. „Den Aufstieg als Pflicht zu bezeichnen, wäre respektlos und überheblich gegenüber den anderen Mannschaften“, betonte er: „Aber natürlich wollen wir in der kommenden Saison versuchen, das maximale Ziel zu erreichen.“

Nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga musste sich der 2009 gegründete Klub zuletzt mit Rang fünf begnügen. Man habe bei RB dennoch die Ruhe behalten und das Ziel nicht aus den Augen verloren, „dass wir mit Leipzig in absehbarer Zeit in die Bundesliga wollen“.

Sorgen bereitet Rangnick, dass die englischen Klubs deutlich mehr TV-Gelder erhalten als die deutschen. „Ich bin ziemlich sicher, dass ab nächstem Sommer auf dem Transfermarkt die wildesten Dinge passieren“, sagte Rangnick dem Kicker: „Wir müssen uns in Deutschland damit beschäftigen, weshalb dieser gravierende Unterschied existiert und wie wir diese Lücke schließen können.“ Ab 2016 erhält die Premier League durch einen neuen TV-Vertrag 9,5 Milliarden Euro für drei Spielzeiten. Im Vergleich: Die Bundesliga kassiert  für 2016/17 nur 835 Millionen Euro.

Nikolaj Stobbe

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