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Rangnick lässt Torschüsse üben – Halstenberg vor Comeback

RB Leipzig empfängt Union Berlin Rangnick lässt Torschüsse üben – Halstenberg vor Comeback

Das Spiel gegen Union Berlin ist eine Partie der offenen Fragen. Trifft RB Leipzig wieder ins Tor, hat Marcel Halstenberg seinen Posting-Fauxpas weggesteckt und wirbelt Trainer Ralf Rangnick seine Startaufstellung durcheinander? Anstoß vor 30.000 Fans ist am Freitag um 18.30 Uhr.

Hinter der Startaufstellung von RB am Freitag gegen den FC St. Pauli stehen mehrere Fragezeichen. Marcel Halstenberg (2.v.r.) könnte nach seinem Muskelfaserriss wieder spielen. Rani Khedira (r.) wäre eine Alternative für den verletzten Stefan Ilsanker.

Quelle: dpa

Leipzig. Eigentlich kann am Freitag nicht viel schief gehen. „Union Berlin ist ein Gegner, der ähnlich spielt wie Braunschweig“, sagt RB-Trainer Ralf Rangnick. Gegen die Niedersachsen haben die Roten Bullen vor knapp zwei Wochen ein beeindruckendes Offensivfeuerwerk gezündet und hochverdient mit 2:0 gewonnen. "Leipzig hat uns von der ersten Minute an Druck und Stress bereitet, wir haben zu keiner Phase ein Bein auf den Boden gebracht“, gestand Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht nach dem Abpfiff ein.

Dazu kommt: Die Köpenicker müssen sieben Ausfälle wegstecken und reisen mit dem nach eigenen Worten „letzten Aufgebot“ an. Die Vorzeichen stehen für den Tabellenführer also günstig, ein Selbstläufer wird die Partie aber keinesfalls. Der 1. FC Union hat in den vergangenen vier Spielen nämlich nicht mehr verloren und dabei neun Tore geschossen. Mit einem weiteren Sieg würde sich die Mannschaft von Trainer Sascha Lewandowski still und heimlich in Richtung Relegationsplatz und erweiterte Spitzengruppe orientieren.

Mit eigenen Treffern tat sich RB am vergangenen Sonntag beim FC St. Pauli dagegen schwer. „Von 29 Schüssen haben wir dort vielleicht neun aufs Tor gebracht, das müssen wir verbessern“, so Rangnick. Im Training ließ er deshalb den Abschluss üben. Mit Erfolg, wie Innenverteidiger Willi Orban verriet. „Der Ball war auch drin“, so der 23-Jährige. Der Abwehrchef muss sich möglicherweise auf eine veränderte Viererkette einrichten.

Rangnick denkt über Veränderungen nach. Möglich, dass Atinc Nukan wieder in die Startelf rückt. Auf der linken Abwehrseite könnte Marcel Halstenberg sein Comeback geben und der zuletzt starke Anthony Jung weiter nach vorn rücken. Viel komme auf die letzten Trainingseindrücke an und auch, ob Emil Forsberg spielen kann, der nach einem Schlag auf die Wade mit einer Übungseinheit aussetzen musste. Für den verletzten Stefan Ilsanker steht Rani Khedira bereit.

Die Causa Halstenberg beschäftigte Rangnick und seinen Stab zu Wochenbeginn mehr als gewünscht. Sportlich meldete sich der Defensivspezialist nach überstandenem Muskelfaserriss zurück. Wegen seiner Postings auf dem Instagram-Account seiner Freundin vor dem Holocaust-Denkmal in Berlin geriet er bundesweit in die Schlagzeilen. Rangnick trommelte deshalb die Mannschaft am Montag zusammen und belehrte die Spieler. „Die sozialen Netzwerke vergessen nichts“, so der Trainer.

Es sei nicht der erste Fall gewesen, den die RB-Verantwortlichen zu betreuen hatten. Im vergangenen Jahr stellte Terrence Boyd eine Rangliste mit den Knöllchensündern im Team in die sozialen Netzwerke. Vorfälle habe es auch schon bei Nachwuchsspielern gegeben, so der Trainer. „Ich hoffe, dass es eine heilsame Lehre war und ein Thema, mit dem wir uns nicht mehr beschäftigen müssen“, sagte Rangnick. Einfluss auf Halstenbergs Einsatzchancen hätten dessen Internetaktivitäten aber nicht.

Union Berlin reist mit stimmgewaltiger Unterstützung nach Leipzig. 4000 Fans wollen die Eisernen zum Sieg brüllen, allerdings erst ab Minute 16. Davor boykottieren die Anhänger das Leipziger Stadion. Der Aufstiegsfavorit ist bei Union-Fans unbeliebt, weil er durch die Millionen aus Österreich gefördert wird. Gäste-Coach Lewandowski hat dafür Verständnis. „Ich habe volles Vertrauen in unsere Fans, in ihre Denke und ihre Aktionen. Was die Fans machen, macht Sinn. Wenn sie das so machen wollen, dann findet das unsere Unterstützung“, sagte der 44-Jährige.

Willi Orban dagegen will sich zu den wiederholten Protesten der Köpenicker nicht mehr äußern. „Jedes Mal diese Frage“, kommentierte er am Mittwoch eine Journalistenbitte, die Fanaktion zu kommentieren. Von außen bekomme man das gar nicht mit. Und: „Unsere Fans machen eine super Stimmung“, so Orban. Erwartet werden am Freitag rund 30.000 Zuschauer. Anstoß ist um 18.30 Uhr.

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