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Rangnicks Rückkehr auf den Rasen

Erste Trainingseinheit Rangnicks Rückkehr auf den Rasen

Ein Anblick an den sich bei RB Leipzig alle erst noch gewöhnen müssen: Ralf Rangnick trägt nun öfter Trainingsklamotten statt Anzug. Seine erste Einheit als Chefcoach absolvierte er am Montag.

Ralf Rangnick leitete am Montag die erste Trainingseinheit als Chefcoach bei RB Leipzig.

Quelle: dpa

Leipzig. Der feine Zwirn bleibt bei Ralf Rangnick künftig öfter im Schrank. Am Montag tauschte er den Anzug erstmals gegen die Sportklamotten. Als Chefcoach von RB Leipzig steht er nun mindestens für ein Jahr auf dem Platz. „Klar, als Dienstuniform ist es jetzt wieder ungewohnt, aber das ist nur eine Frage der Zeit“, sagte Rangnick nach seinem ersten Einsatz. Vier Jahre ist es her, dass er zum letzten Mal offiziell die Trainer-Töppen schnürte. Damals noch beim Bundesligisten Schalke 04.

Das sportliche dunkelblaue Outfit und die schwarzen Fußballschuhe waren für alle noch etwas gewöhnungsbedürftig. „Ich kenne ihn jetzt schon drei Jahre und habe ihn noch nie so gesehen. Schon witzig, wenn er Fußballschuhe trägt. Aber es steht ihm ganz gut“, scherzte Mittelfeldspieler Stefan Hierländer. Viel zu lachen werden die Zweitliga-Fußballer unter Rangnick allerdings nicht haben. So schaute er sich bei seiner ersten Leipziger Übungseinheit anfangs noch in Ruhe die Szenerie an. Am Ende wurde er dann öfter mal laut.

Ralf Rangnick leitete am Montag die erste Trainingseinheit als Chefcoach beim Fußball-Zweitligisten RB Leipzig.

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Erst am Sonntag war der 56-Jährige aus seinem Italien-Urlaub zurückgekehrt. Am Montag dann in aller Früh aus seiner Heimat Backnang gen Sachsen gefahren. Trotz seiner freien Zeit bereitete sich der akribische Rangnick auch körperlich auf sein neues Einsatzfeld vor: „Speziell in den letzten anderthalb Wochen habe ich eigentlich fast jeden Tag etwas trainiert.“ Auch von seinem Team erwartet er hohe Einsatzbereitschaft. Deshalb stehen in dieser Woche je zwei Einheiten pro Tag auf dem Plan.

Offiziell ist nun, dass Zsolt Löw neben Achim Beierlorzer das Amt des Co-Trainers einnimmt. Ein Mann ganz nach Rangnicks Geschmack, dem die Philosophie des RB-Fußballs bereits in Fleisch und Blut übergegangen ist. Löw und Rangnick kennen sich seit 2006, damals spielte der ungarische Fußballer in Hoffenheim unter ihm als Trainer, später in Mainz unter Tuchel. Seine Stationen als Assistenz-Coach absolvierte er bei den Partnerclubs in Liefering und Salzburg. 

Kader noch lange nicht vollständig

Das Wort „Aufstieg“ wollte Rangnick als Ziel für die kommende Saison noch nicht in den Mund nehmen, machte allerdings deutlich: Neben einer besseren Auswärtsbilanz will er die Mannschaft weiter entwickeln. „Taktisch geht´s darum, dass wir unsere Spielweise der vergangenen drei Jahre perfektionieren, sodass wir auch richtig überfallartiges Pressing spielen können.“

Der Kader dafür ist noch lange nicht vollständig. „Ausgeschlossen ist bis zum 31. August gar nichts. Das Gute ist, wir wissen was und wen wir wollen. Jetzt geht´s nur darum, das in den nächsten Wochen zu realisieren. Wir wollen möglichst jede Position doppelt besetzt haben und dazu noch zwei bis drei junge Ergänzungsspieler.“ Vor allem auf der linken Verteidigerposition sieht der Trainer Handlungsbedarf. Die Personalien Omer Damari, Marcel Sabitzer und Massimo Bruno sollen in den nächsten Tagen geklärt werden. Es sieht so aus, als ob alle drei in der RB-Familie bleiben. Ob Salzburg oder Leipzig, ist die Frage.

Mit Stürmer Nils Quaschner und Torhüter Peter Gulacsi stoßen am Mittwoch die ersten zwei Neu-Leipziger aus Österreich hinzu. Fest steht auch, dass die beiden jungen Talente Gino Fechner (VfL Bochum) und Kamil Wojtkowski (Pogon Stettin) künftig das RB-Trikot tragen. Vorerst sollen sie bei der U19 viel spielen, könnten laut Rangnick aber auch Optionen für größere Aufgaben sein. Hierländers Idealvorstellung von der neuen Saison: „Dass wir am Ende etwas feiern können und ich Stammspieler bin.“

Anne Grimm

Rb Leipzig Cottaweg 51.344521 12.341946
Rb Leipzig Cottaweg
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