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Reifen von RB-Fans zerstochen - Leipziger Teambus mit Eiern beworfen

DFB ermittelt Reifen von RB-Fans zerstochen - Leipziger Teambus mit Eiern beworfen

Erst wurde der Leipziger Mannschaftsbus vor dem Stadion blockiert und mit Eiern beworfen, dann zerstachen Köln-Anhänger die Reifen von sieben Kleinbussen aus der Messestadt. Bei Rangeleien wurde ein Polizist verletzt. RB-Chef Mintzlaff forderte Konsequenzen.

Anhänger des 1. FC Köln haben am Rande des Spiels gegen RB Leipzig Fahrzeuge von Leipziger Fans beschädigt. (Symbolbild)

Quelle: dpa

Leipzig. Am Rande des Bundesliga-Spiels RB Leipzig gegen den 1. FC Köln am Sonntagabend in Nordrhein-Westfalen haben Kölner Ultras mehrere Fahrzeuge von RB-Fans beschädigt. Wie Christoph Gilles von der Polizei in der Domstadt am Montag erklärte, wurde an sieben Kleinbussen jeweils ein Reifen zerstochen. „Die Abreise der Leipziger Anhänger hat sich dadurch verzögert“, so der Sprecher gegenüber LVZ.de.

Die Fahrzeuge waren auf einem Gästeparkplatz nahe dem Stadion abgestellt worden. Daher sind sich die Beamten sicher, dass es sich um einen gezielten Angriff auf Anhänger von RB Leipzig handelte. „Alles andere ist abwegig“, so Gilles. Die Ermittlungen dauern indes an. „Es wurde eine Anzeige gegen Unbekannt gestellt. Verdächtige konnten bisher nicht ermittelt werden.“

Körperliche Attacken verhindert

Tätliche Angriffe auf mitgereiste Anhänger des Bundesliga-Aufsteigers konnten die Beamten nach eigenen Angaben verhindern. „Eine Gruppe von etwa 60 Ultras hatte in der Nachspielzeit versucht, zu den RB-Fans durchzukommen“, erklärte der Sprecher der Kölner Behörde. Das sei jedoch unterbunden worden, teilweise durch den Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken.

Zuvor hatte sich der Anpfiff der Partie um 15 Minuten verzögert. Bereits vor dem Mannschaftshotel sei der Teambus der Leipziger mit Eiern beworfen worden. Zudem behinderten FC-Fans das Fahrzeug auf dem Weg zum Stadion mit einer Sitzblockade. Als die Polizei den Bus umleitete, versuchten etwa 200 Kölner Anhänger den alternativen Stadioneingang zu stürmen. Dabei wurde laut Behörde ein Beamter getreten und geschlagen. Der Mann musste für eine Woche dienstunfähig erklärt werden. Kölns Polizeipräsident Jürgen Mathies bezeichnete das Verhalten der Kölner Fans als „beschämend". Es sei sehr bedauerlich, dass der erfolgversprechende Start des 1. FC Köln durch das Auftreten dieser Straftäter überschattet werde. Nach den Vorkommnissen gab es 16 Strafanzeigen wegen Raubes, Widerstands, Landfriedensbruchs, Körperverletzung und Sachbeschädigung.

Mögliche Strafe durch DFB

RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff hat nach der Sitzblockade ein härteres Durchgreifen der Klubs und der Deutschen Fußball Liga (DFL) gefordert. „Diese Chaoten müssen Stadionverbot bekommen“, sagte der 41-Jährige im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (SID). Leider sei es in der Realität noch häufig so, „dass nicht einmal die Personalien dieser Leute ermittelt werden“, kritisierte Mintzlaff und meinte: „Solche angeblichen Fans müssten ein für alle Mal ausgeschlossen werden.“

Der Klub aus der Domstadt muss indes mit einer Bestrafung durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) rechnen. Der Vorsitzende des DFB-Kontrollausschusses Anton Nachreiner kündigte am Montag an, dass wegen der Aktion Ermittlungen aufgenommen werden.

Die Mannschaften trennten sich 1:1-Unentschieden. Beide Teams bleiben damit bisher ungeschlagen und sorgten auch bei Sky für die Spitzenquote des Spieltages. 780.000 Zuschauer haben am Sonntag die Partie verfolgt. Auf Platz zwei landete Dortmund mit dem Spiel gegen Freiburg (740.000 Zuschauer), es folgt der Klassiker HSV gegen FC Bayern München mit 340.000 Zuschauern, berichtet das Medienportal Meedia.

jhz / SID / dpa

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