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Rote Bullen gegen Männer in Trachten: „Sechzig“ empfängt RB Leipzig

Zweite Bundesliga Rote Bullen gegen Männer in Trachten: „Sechzig“ empfängt RB Leipzig

Die Pause ist kurz: Nur drei Tage nach dem 1:1-Kraftakt gegen den SC Freiburg in der heimischen Red Bull Arena müssen die Leipziger Rasenballsportler am Sonntagnachmittag beim TSV 1860 München antreten. Die Bayern brauchen Punkte und sind in Oktoberfest-Stimmung.

Gary Kagelmacher (1860) ium Duell mit Yussuf Poulsen. (Archivfoto)
 

Quelle: GEPA Pictures

Leipzig. Die Roten Bullen starten zum Oktoberfest. Quasi. Denn Zweitligist RB Leipzig gastiert am Sonntag (13.30 Uhr) beim TSV 1860 München – einem Verein, der sich wie kein Zweiter der berühmten Wies’n-Kultur verpflichtet fühlt. Die „Sechzger“ laden ganz offiziell zum „Wiesnheimspiel“ und wollen gegen das Team von Ralf Rangnick auch wieder spezielle Oktoberfest-Trikots tragen – eine Art grün-gelbes Trachten-Jäckchen. Nicht nur in britischen Boulevard-Blättern gerieten Modeexperten nach der Vorstellung des Textils am vergangenen Wochenende in Verzückung.

Diesem Augenschmaus haben die Rasenballsportler zumindest ästhetisch nicht viel entgegenzusetzen, dafür soll der bekannte Powerfußball aus dem Hause Rangnick wirken. „Wir müssen immer 20 bis 30 Prozent besser sein als der Gegner“, sagt der Chefcoach und -taktiker. In der vergangenen Saison reichte das Konzept bereits zu einem 3:0-Auswärtstriumph für die Roten Bullen. „Wir haben uns seitdem spielerisch weiterentwickelt, sind facettenreicher. Wenn wir das am Sonntag auch auf den Platz bringen, werden wir gewinnen“, sagt Flügelflitzer Diego Demme.

Rangnick: Freiburg war der stärkste Gegner bisher

Wie stark RB Leipzig tatsächlich auftreten kann, bekam am Mittwochabend auch der SC Freiburg zu spüren. Der sowohl körperlich, als auch spielerisch potente Bundesligaabsteiger wähnte sich am Ende mit dem Punkt in der Red-Bull-Arena zufrieden, stand eine gute Stunde lang hinten drin und wehrte Angriffe von Davie Selke und Co. ab. „Ich denke, Freiburg war der stärkste Gegner, den ich in den vergangenen dreieinhalb Jahren erlebt habe – die Pokalspiele mal außen vor“, resümierte Ralf Rangnick am Donnerstag. Allerdings hatten seine Spieler erst nach gut 25 Minuten überhaupt ins Spiel gefunden – und lagen zu diesem Zeitpunkt bereits 0:1 zurück.

„Wir hatten Probleme mit der Kompaktheit, mussten uns erst ins Spiel reinbeißen“, erinnert sich Demme. Danach lief es besser, Selke traf per Schlenzer und ein halbes Dutzend weiterer Torchancen wurde herausgespielt. Trotzdem blieb es beim 1:1. „Wir betreiben hohen Aufwand, müssen zielstrebiger werden, den Abschluss eher suchen und auch einfach mal draufhalten“, fasst Demme zusammen. Sein Chef hadert prinzipiell (zumindest öffentlich) nicht mit der Chancenauswertung, spricht stattdessen von „Schlachtenglück“, das man sich erarbeiten müsse. Auch bilanzieren will der gern als „Fußballprofessor“ dargestellte RB-Trainer den Saisonstart noch nicht. „Nach nur acht Wochen Schule sagt einem noch kein Lehrer, wo man steht. Ein Zeugnis gibt es erst nächstes Jahr“, so Rangnick. Die Bullen-Devise heißt deshalb: Ruhe bewahren.

In den kommenden Stunden bis zum Spiel in München wird dieser Plan vor allem auch in Regeneration übersetzt. Die Leipziger Rasenballsportler müssen lädierte Knochen und Waden pflegen. Demme humpelte am Mittwoch nach intensivem Austausch mit Freiburger Stützgewebe vom Platz, gab Schlagspuren am Sprunggelenk zu Protokoll. „Wir müssen schauen, wie die Jungs beieinander sind. Es ist durchaus möglich, dass auf der einen oder anderen Position auch frische Spieler zum Einsatz kommen“, berichtet Rangnick. Dazu könnte Yussuf Poulsen gehören. Nach grippalem Infekt trainiert der Däne wieder voll, wäre sicher auch mit Blick auf das Gastspiel vor einem Jahr eine Option. Damals war der 21-Jährige kaum zu halten, traf einmal selbst und bereitete den zweiten Treffer sehenswert vor.

So freut sich die Münchner TZ auf das Spiel am Sonntag

Von Matthias Puppe

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