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Rote Bullen im Ruhrpott: RB Leipzig will gegen Bochum Auswärtsmisere beenden

Rote Bullen im Ruhrpott: RB Leipzig will gegen Bochum Auswärtsmisere beenden

Geht da noch was für RB Leipzig im Aufstiegsrennen? Sieben Spieltage vor dem finalen Pfiff hoffen die Fans der Roten Bullen derzeit vor allem insgeheim. Denn acht Punkte auf den Relegationsplatz sind kein Grund für überbordenden Optimismus.

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Yussuf Poulsen (RB Leipzig) und Danny Latza (VfL Bochum) beim Hinspiel am 24. Oktober.

Quelle: GEPA Pictures

Leipzig. Ganz abgefahren ist der Zug in Richtung Bayern, Dortmund, Schalke und Co. aber noch nicht, dringend notwendig für das Lodernde im Hoffnungsschimmer: Siege im Akkord.

Davon ist das Team von Achim Beierlorzer derzeit allerdings weit entfernt, folgt regelmäßig auf Erfolg gleich Ernüchterung. Ganze 118 Tage ist der letzte RB-Auswärtsdreier (1:0 in Fürth) her. Am kommenden Sonntag gegen den VfL Bochum soll die Achterbahnfahrt nun ein Ende haben: „Wir wollen unbedingt mal einen zweiten Sieg in Serie“, sagte Beierlorzer am Freitag. Anknüpfen wollen die Rasenballsportler dabei an die zweite Hälfte gegen Nürnberg, als aus einem grottenschlechten Kick mit drohender Niederlage noch ein Sieg wurde. „Ich war sehr zufrieden, wie wir da agiert haben“, sagte der Chefcoach.

Auf Gegners Platz dagegenhalten

Klar ist aber auch: Im Bochumer Rewirpowerstadion erwartet die Leipziger wieder keine Wohlfühlatmosphäre, werden wohl bis zu 20.000 Blau-Weiße den Messestädtern einen unfreundlichen Empfang bereiten. „Wir dürfen uns von den Situationen, die sich ergeben, nicht so beeindrucken lassen“, forderte Beierlorzer in Richtung seiner mehrheitlich jungen Spieler und schob hinterher: „Ich hoffe einfach, dass die Mannschaft jetzt den nächsten Schritt macht“. Soll heißen: Kloß im Hals runterschlucken und auch mal vorm gegnerischen Fanblock dagegenhalten.

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Leipzig. Geht da noch was für RB Leipzig im Aufstiegsrennen? Sieben Spieltage vor dem finalen Pfiff hoffen die Fans der Roten Bullen derzeit vor allem insgeheim. Denn acht Punkte auf den Relegationsplatz sind kein Grund für überbordenden Optimismus. Ganz abgefahren ist der Zug in Richtung Bayern und Co. aber noch nicht, dringend notwendig für den Hoffnungsschimmer: Siege im Akkord.

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Gästetrainer Gertjan Verbeek, seit Weihnachten überaus erfolgreich im VfL-Amt, ist sich laut einem Bericht der Ruhrnachrichten indes sicher, dass es den Kontrahenten auf Bochumer Grund regelmäßig „dünn aus der Hose läuft“. Verbeek kann damit nur die Kicker aus Heidenheim und Braunschweig gemeint haben, die zuletzt im Ruhrpott-Mekka unters Förderband gerieten. Ganze sieben Punkte haben die Blau-Weißen in den drei vergangenen Heimpartien errungen, zudem auswärts auch Nürnberg geschlagen.

Yordy Reyna neuer Hoffnungsträger

Im Hinspiel gelang den Rasenballsportlern ein weitgehend ungefährdetes 2:0: Der Bochumer Fabian Holthaus hatte sein Team unglücklich in Rückstand gebracht, Daniel Frahn noch in der ersten Halbzeit die Führung erhöht. Statt auf dem Publikumsliebling ruhen die Hoffnungen der Roten nun allerdings auf José Yordy Reyna. Der vom Schwesterclub aus Salzburg entliehene Peruaner sorgte vergangenes Wochenende für den Ausgleichstreffer, gilt angesichts formschwacher Konkurrenten im Bullensturm als derzeit effektivste Offensivoption.

„Wir arbeiten alle hart, meine Mitspieler helfen mir bei der Umstellung auf das Spielsystem, ich habe mich sehr über mein erstes Tor für RB gefreut“, übersetzte sein Dolmetscher am Freitag in die Medien-Mikrophone. Die Atmosphäre im Team sei familiär, das Erlernen der deutschen Sprache intensiv und Reyna gewillt auch länger in Leipzig zu bleiben. Angesichts des Überangebots in der Sturmabteilung dürften dem 21-Jährigen aus der Zuckerrohr-Metropole Chiclayo bei diesem Ansinnen vor allem weitere Tore helfen.

Rebić im Abseits – Franke vor Comeback

Für Ante Rebić, kroatisches Supertalent in den Reihen von RBL, wird der Verbleib an der Pleiße dagegen immer unwahrscheinlicher. „Ante hat mich gegen Heidenheim sehr enttäuscht, ich erwarte von meinen Spielern nach ihrer Einwechslung 100 Prozent Engagement für die Mannschaft und die Fans“, sagte seom Chef am Freitag. Rebić ist dagegen offenbar ein Freund von Reserven, die für später im Köcher bleiben sollen. Zuletzt stand der 21-Jährige deshalb nicht einmal mehr im Kader. Noch sei aber nichts beschlossene Sache, sagt Beierlorzer: „Ante kann sich das Vertrauen jederzeit wieder erarbeiten“.

Ebenfalls nicht dabei am Sonntag werden Sebastian Heidinger (Virusinfekt), Omer Damari (Adduktorenverletzung), Terrence Boyd (Kreuzbandriss, bereits im Lauftraining), Rani Khedira (Innenband, ab nächste Woche Balltraining) sein. Dagegen wieder eine Möglichkeit in der Defensive ist Fabian Franke. Der 26-Jährige konnte nach überstandener Achillessehnenoperation am Dienstag bereits wieder voll trainieren.

Matthias Puppe

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