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Rückblick: So war das Trainingslager von RB Leipzig am Chiemsee

Fazit RB-Trainingslager Rückblick: So war das Trainingslager von RB Leipzig am Chiemsee

Nach neun Tagen Trainingslager dürfen die Fußballer von RB Leipzig am Mittwoch einmal abschalten. Die LVZ wirft währenddessen einen Blick zurück, auf die Zeit im bayerischen Grassau.

RB Leipzig hat sich am Chiemsee auf die erste Bundesliga-Saison vorbereitet.

Quelle: dpa

Leipzig/Grassau. Die Bedingungen auf dem Rasen und im Hotel nahe des Chiemsees waren perfekt, das Panorama zwischen den Bergen traumhaft, das Wetter oft königlich. Doch nicht für alle Spieler lief das Trainingslager vor dem Bundesligastart wie gewünscht. Ein Fazit.

Gewinner: Die Olympia-Absage hat sich für Stürmer Yussuf Poulsen bereits jetzt ausgezahlt: Während der Tests im Trainingslager verbuchte er gegen starke Kontrahenten einen Treffer aus dem Spiel heraus und bewies auch vom Elfmeterpunkt Nervenstärke. Der Däne zeigte viel Präsenz auf dem Platz, schrubbte zudem Überstunden, trainierte Abschlüsse.

Dominik Kaiser scheint auch das Vertrauen vom neuen Trainer zu genießen: Ralph Hasenhüttl sieht den 27-Jährigen als wichtiges Sprachrohr zwischen ihm sowie dem Team und tendiert dazu, Kaiser erneut zum Kapitän zu ernennen.

Verlierer: Marvin Compper doktort, wie schon zu Beginn der Vorbereitung, weiterhin an muskulären Problemen im Bauchmuskel- sowie Schambeinbereich herum. Besserung scheint laut Sportdirektor Ralf Rangnick erst einmal nicht in Sicht.

Atinc Nukan wirkt überfordert mit den Ansprüchen beim Bundesligisten. In den Testspielen fiel der Innenverteidiger durch viele Fehler und einen kuriosen Freistoß in den Kufsteiner Abendhimmel auf.

Stärken: Der Zusammenhalt im Team ist auch vor der neuen Spielzeit ein Pfund von RB Leipzig. In den beiden Tests gegen Eibar und Liefering bewies die Mannschaft Moral und kämpfte sich trotz 0:2-, sowie 0:3-Rückstand wieder in die Partien. Zudem zeigte die Offensive, vor allem wenn die Stammkräfte auf dem Rasen standen, ansehnliche Kombinationen und Tore. Mit der Eingespieltheit aus dem Vorjahr, bei bisher nur vier zu integrierenden Neuzugängen, können die Bullen ebenfalls punkten.

Schwächen: Der aktuelle Leistungsstand und die Fitness einzelner, wie Sportdirektor Rangnick zum Abschluss kritisierte. Zudem herrscht in der Abwehr gerade Unruhe. Compper und Halstenberg angeschlagen, Klostermann bei Olympia, Jung nach Ingolstadt ausgeliehen. Verstärkung wird dringend benötigt.

Höhepunkte: Für die Mannschaft: Der Ausflug mit dem Rad zum Chiemsee sowie dem Sessellift auf die Alm. Für die mitgereisten Fans: Ein Treffen mit dem frisch gewählten Mannschaftsrat in der Lobby des Teamhotels. Für die Journalisten: Der Hüttenabend mit Trainer Hasenhüttl sowie fünf Spielern, kulinarischen Köstlichkeiten und bayerischer Livemusik.

Abseits des Rasens: Ein Stromausfall im Mannschaftshotel sorgte am Sonntagabend für lange Gesichter. Ausgerechnet während des zweiten Spiels der DFB-Auswahl bei Olympia mit den Teamkollegen Lukas Klostermann und Davie Selke in der Startelf blieben die Bildschirme schwarz.

Ein Besuch in Salzburg beim Champions-League-Qualifikationsspiel zeigt: Nicht alle Red Bull Clubs werden so gut angenommen, wie der in Leipzig. Knapp 8000 Zuschauer bei einer international wichtigen Partie sind eher ein Armutszeugnis, auch wenn der Fußball in Österreich lange nicht so einen Stellenwert besitzt, wie in Deutschland.

Von Anne Grimm

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