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Schönheitsfehler bei RB Leipzig – Rangnick: „Spielstand stimmt nicht“

Partie gegen Union Berlin Schönheitsfehler bei RB Leipzig – Rangnick: „Spielstand stimmt nicht“

Vergebene Chancen, Rätselraten um den Torschützen und ein Sturmlauf ohne Happy End: Die Partie von RB Leipzig gegen den 1. FC Union hatte jede Menge zu bieten. Was am Ende für die Gäste nicht stimmt war das Ergebnis. Trainer Ralf Ragnick war trotzdem zufrieden.

Berlins Michael Parensen muss zusehen, wie der Ball ins eigene Tor rollt.

Quelle: Gepa

Leipzig/Berlin. Es sollte der Befreiungsschlag in der Tabelle werden, mit einem Sieg und drei Punkten. Am Ende erkämpfte sich RB Leipzig nur einen Zähler beim 1. FC Union Berlin. Unzufrieden waren Trainer und Spieler mit dem Remis dennoch nicht. „Wir haben über weite Strecken das Spiel kontrolliert und fast im Stil einer Heimmannschaft gespielt“, sagte RB-Trainer Ralf Rangnick. Wenn sein Team auch in den Heimpartien gegen Greuther Fürth und St. Pauli so gespielt hätte, ständen jetzt schon drei Punkte mehr auf dem Konto.

In Berlin liefen die Gäste 90 Minuten gegen das Wuhlheider Abwehrbollwerk an. „Union hat leidenschaftlich verteidigt, es war schwer eine Lücke zu finden“, meinte Mittelfeldspieler Rani Khedira. Trainer Rangnick war mit dem Auftreten seiner Spieler zufrieden. „Der Spielstand war das Einzige was nicht gestimmt hat“, sagte er.

Nach einem späten Ausgleichstor, bei dem der Schütze schwer auszumachen war, teilen sich Gastgeber Union Berlin und RB Leipzig die Punkte. (Bilder: dpa)

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Über den späten Ausgleich wurde auf den Rängen viel diskutiert. Wer hat denn nun den Treffer erzielt? Offiziell wurde er zunächst Nils Quaschner zugeschrieben. Der vermeintliche Torschütze war sich allerdings selbst nicht sicher. „Ich bekam den Ball auf den Fuß, habe mich dann umgedreht“, so der 21-Jährige. Damit konnte er nicht mehr sehen, dass Unions Michael Parensen, der direkt hinter Quaschner klären wollte, das Spielgerät mit dem rechten Knie unhaltbar ins eigene Tor lenkte.

Berlins Michael Parensen muss zusehen, wie der Ball ins eigene Tor rollt.

Quelle: Gepa

Der späte Ausgleich in der 83. Minute beflügelte die Leipziger noch einmal zu einer Schlussoffensive. „Da haben wir auf Sieg gespielt“, so Rangnick. Ein weiterer Treffer sollte aber nicht mehr fallen. „Wenn man erst so spät trifft, muss man auch mal mit einem Punkt zufrieden sein“, erklärte der Trainer.

Rangnick hatte seine Mannschaft ordentlich durcheinander gewürfelt. Der erkrankte Dominik Kaiser (Magen-Darm) und der verletzte Tim Sebastian (Zerrung) fehlten. Für sie kamen Rani Khedira und Diego Demme neu ins Team. Stefan Ilsanker rückte in die Innenverteidigung und Lukas Klostermann durfte auf der linken Abwehrseite für Anthony Jung auflaufen, mit dessen Offensivbemühungen Rangnick gegen St. Pauli unzufrieden war. Emil Forsberg musste seinen Platz im Angriff bis zur Halbzeit Yussuf Poulsen überlassen.

Rangnick lobte seine Defensive. „Die Außenverteidiger und die beiden Sechser haben ihre Sache gut gemacht“, so der Coach. Auch für Poulsen fand er aufmunternde Worte. „Yussi hatte zwar einige Probleme auf der für ihn ungewohnten Position, vom Läuferischen und vom Einsatz her war das aber absolut in Ornung“, fand der Trainer.

Einziger Schönheitsfehler bleibt damit das Endergebnis. „Wir wollten mit drei Punkten nach Hause fahren und hätten das auch verdient gehabt, weil wir die bestimmende Mannschaft waren“, meinte Khedira. Das bestätigt auch die Statistik. RB hatte 61,1 Prozent der Ballkontakte, sendete 15 Torschüsse (Union sieben) ab, spielte 496 Pässe (Union 217) und gewann 51,2 Prozent aller Zweikämpfe.

Jetzt bleiben RB Leipzig knapp zwei Wochen in der Länderspielpause, um an den Abläufen weiter zu feilen. Am 11. September empfangen die Bullen dann Absteiger Paderborn zum nächsten Heimspiel.

Zwei ehemalige Leipziger sorgen derweil mit dem 1. FC Heidenheim für Aufsehen. Sebastian Heidinger (spielte 90 Minuten) und Daniel Frahn (durfte sich nur erwärmen) besiegten den 1. FC Kaiserslautern mit 3:1 und kletterten zumindest für einen Tag auf Relegationsplatz drei.

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