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Selke lernt von Ibisevic - RB Leipzig empfängt Nürnberg

Duell am Sonntag Selke lernt von Ibisevic - RB Leipzig empfängt Nürnberg

Nach drei Unentschieden in Folge will RB Leipzig endlich wieder gewinnen. Davie Selke soll deshalb wie der frühere Hoffenheimer Vedad Ibisevic spielen. Trainer Ralf Rangnick drohen gleich mehrere Stammkräfte auszufallen.

Soll sich an Vedad Ibisevic orientieren: Davie Selke.

Quelle: Gepa

Leipzig. Leipzig RB Leipzig will sich an die Aufstiegsplätze saugen. Dafür muss zwingend ein Sieg am Sonntag im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg (Anstoß 13.30 Uhr) her. Drei Unentschieden in Folge reichen bei den Ansprüchen der Roten Bullen nicht. „Jeder hier will in die erste Liga“, sagte Stürmer Davie Selke. Das momentane Problem beschreibt er so: „Wir spielen gut, es macht Spaß uns zuzuschauen. Wir müssen uns aber auch belohnen“, so der 20-Jährige.

Die Analysten bei RB nehmen jeden Spielzug unter die Lupe und setzen sich hinterher mit den Spielern zur Einzelauswertung an den Videorechner. Bei Selke kommt dann am Ende heraus: Er steht nicht immer auf den richtigen Positionen. „Ich soll weiter vorn an der Abseitsgrenze spielen“, so Selke. Ein Vorbild bekommt er gleich mitpräsentiert: Vedad Ibisevic.

Wie einst der Bosnier bei der TSG Hoffenheim soll er es machen.  „Ich habe Ibisevic als Junge selbst spielen sehen“, sagt der RB-Angreifer. Während der damalige Star der TSG unter Trainer Ralf Rangnick Tor für Tor schoss und es in vier Jahren auf 123 Treffer brachte, spielte Selke im Hoffenheimer Nachwuchs. „Davie soll unsere Angriffe abschließen und Tore gelingen zu 90 Prozent in der Box“, beschreibt Rangnick, der seine erstligaerfahrene Offensivkraft öfter im Strafraum sehen will.

Club-Trainer: RB ist anfällig

Die richtige Lücke gegen Nürnberg zu finden, wird für Selke nicht leichter als in den vergangenen Spielen. Die Gegner haben sich auf RB eingestellt. Hinten stehen sie eng gestaffelt und versuchen dann ihr Glück mit schnellen Gegenstößen. „RB ist anfällig bei Kontern“, sagt Club-Trainer René Weiler. Und selbstbewusst fügt er an: „Es ist mal Fakt, dass Leipzig die teuerste Mannschaft hat, das muss aber nicht die beste sein.“

Rangnick lässt sich von solchen Sprüchen nicht aus der Ruhe bringen. Er lobt stattdessen den FCN. „Für Zweitligaverhältnisse hat Nürnberg überdurchschnittliche Spieler“, findet der Leipziger Coach. Vor allem bei Standards sind die Franken gefährlich. Ein Drittel aller Treffer fiel so in dieser Saison schon. In der Abwehr will Rangnick wieder Willy Orban vertrauen.

Der Innenverteidiger verschuldete zuletzt zwar gegen Heidenheim einen Strafstoß und sah auch bei den Gegentreffern bei 1860 München nicht souverän aus. Für Rangnick fielen diese Gegentore wie aus heiterem Himmel. „Drei Sekunden davor saß ich noch auf der Bank und hatte ein Puls von 60“, verrät der RB-Trainer. Sein Team sei für Fehleinschätzungen im Spiel bitter bestraft worden. Dennoch: Rangnick lobt Orban. Bis auf die beiden Gegentreffer habe er in München eines seiner besten Spiele gemacht und jedes Kopfballduell gewonnen.

Seinen Kader voraussichtlich umbauen muss Rangnick dennoch. Emil Forsberg konnte wegen einer Verletzung in der Oberschenkelmuskulatur in dieser Woche nicht trainieren und droht auszufallen. Yussuf Poulsen leidet an einer Gesäßprellung und musste ebenfalls kürzer treten, soll bis Sonntag aber fit sein. Angeschlagen sind auch Anthony Jung (Prellung am Wadenbeinköpfchen), Rani Khedira (Muskelfaserriss) und Massimo Bruno (Schmerzen im Oberschenkel).

Nürnberg experimentiert dafür im Training noch auf der Torhüterposition herum. Raphael Schäfer könnte nach überstandener Knieverletzung sein Saisondebüt geben. Sein Konkurrent Thorsten Kirschbaum war am Montag beim Training im Rasen hängen geblieben, ist aber inzwischen wieder fit.

Wer im Tor steht, interessiert zumindest Selke wenig. „Das ist egal, Hauptsache der Ball geht rein“, so der RB-Stürmer. Bis Freitag waren 25.000 Karten für das Spiel verkauft. Nürnberg kündigte sich mit 2500 Anhängern an.

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