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Sieg gegen Nürnberg: Duisburger Zebras machen RB Leipzig froh

2. Bundesliga Sieg gegen Nürnberg: Duisburger Zebras machen RB Leipzig froh

Der MSV Duisburg hat RB Leipzig im Aufstiegskampf einen Vorteil verschafft. Die Zebras setzten sich am Sonntag 2:1 beim 1. FC Nürnberg durch. Damit kann die Rangnick-Elf am Montag in Düsseldorf den Abstand zum Verfolger auf sechs Punkte vergrößern.

Duisburgs Steffen Bohl (M.) jubelt über sein Tor zum 0:2 gegen den 1. FC Nürnberg.

Quelle: dpa

Freiburg/Nürnberg. Zebras sind wunderbare Tiere, Zebrastreifen wunderbare Erfindungen, die Duisburger Zebras wunderbare Fußballer! Der MSV Duisburg, vormals abgeschlagener Letzter, gewinnt 2:1 in Nürnberg, schöpft Hoffnung im Abstiegskampf und könnte am 29. Zweitligaspieltag zu einer Vorentscheidung im Aufstiegsrennen beigetragen haben. Freiburg verteidigte mit einem 4:3 gegen den FC St. Pauli die Spitze, RB und Nürnberg haben drei sowie sechs Zähler Rückstand. Leipzig spielt am Montag, 20.15 Uhr, in Düsseldorf.

Freiburg steht ein Jahr nach dem Abstieg vor der Rückkehr in die Bundesliga. Der SC baute seine Serie am Sonntag auf acht Siege aus. Die Breisgauer haben bei noch fünf ausstehenden Ligaspielen 15 Punkte Vorsprung auf Platz vier, haben den Relegations-Platz praktisch sicher. „Unter die ersten Drei kommen wir schon mal“, stellte Trainer Christian Streich fest, „wir wollen aber weiterhin die anderen zur Verzweiflung bringen.“

Der 1. FC Nürnberg kassierte vor 40.169 Fans durch das 1:2 gegen Duisburg einen Dämpfer im Aufstiegsrennen, zugleich endete die „Club“-Serie von 18 ungeschlagenen Spielen. Auch RB hatte im Dezember Probleme gegen die Zebras, drehte ein 1:2 aber noch in ein 4:2. „Es wird in den Köpfen schon ein bisschen hängen bleiben, dass gegen den Tabellen-Letzten unsere Serie beendet wurde“, befürchtete der enttäuschte Nürnberger Trainer René Weiler, dessen Team sich zu allem Überfluss in der Schlussphase auch noch Gelb-Rot für Leibold (89./wiederholtes Foulspiel) und Rot für Bulthuis (90.+4/Tätlichkeit) einhandelte. Zum Vergleich: RB hat in dieser Saison noch keinen Platzverweis erhalten.

Die Aufstiegskonstellation mögen geneigte Mathematiker ausrechnen. Die Rasenballer erfuhren am Sonntag auf der Fahrt zum Flughafen von ihrem Glück, enthielten sich aber klugerweise jedweder Kommentare. Man soll den Bär nicht vor dem Montagabend loben oder so. Apropos.

Es war einmal ein Montagsspiel, das hieß SC Freiburg gegen RB Leipzig. Weil Montagsspiele spät angepfiffen werden und sich so ein Montag hundsgemein zieht und Spannkraft kostet, entschied sich RB zu einem Quickie. Mittags hinfliegen, abends spielen und danach zurückfliegen. Rein, raus also. Da bleibt des Sportlers Body auf Hab-Acht-Stellung und liegt sich eben nicht im Hotel wund. Nun begab es sich, dass die Rasenballer im Breisgauer Schneetreiben 1:2 verloren und den Jet ausgelaugt und mit roten Nasen bestiegen.

Ein paar Tage später waren sie fast alle krank und bereuten die Rein-raus-Reise bitterlich. Alsbald war vom „Open-Window-Effekt“ die Rede. Hatte jemand das Fenster im Cockpit offen stehen lassen? Nein, gemeint ist das nach einer nahezu übermenschlichen Anstrengung geschwächte Immunsystem. Das bietet dann Angriffsfläche, wenn sich der Sportler hinterher nicht ausruhen kann. Weil er beispielsweise zum Flughafen hetzt.

Um mit Käpt’n James T. Kirk zu sprechen: „Das Schutzschild meiner Enterprise hängt auf Halbacht, die Klingonen kommen!“ Sie kamen. In Form von Erregern.

Neues Montagsspiel, neue Art des Reisens. RB ist schon am Sonntag nach Düsseldorf geflogen, tritt am Montag wiederum um 20.15 Uhr in der Esprit-Arena an. Zurück geht es erst am Dienstag. Das Fenster bleibt demnach vorm Freitag-Heimspiel gegen Sandhausen (18.30 Uhr) zu, Bakterien bleiben draußen.

Zentrale Frage vor dem Gastspiel am längsten Tresen der Welt: Schickt RB-Coach Ralf Rangnick den feinen Techniker Massimo Bruno oder den rustikalen Stefan Ilsanker zum Bier-Holen? Die Biere von Bruno haben eine wunderbare Blume, dauern aber sieben Minuten und länger. Ilsanker zapft in einem durch, gießt im Notfall zwei ältere Modelle aufeinander.

Rangnick, 57, steht neuerdings vor einem weiteren Problem. Ein ziemlich wichtiger Mittelfeldspieler wurde beim Üben von einem Pferd geküsst, droht auszufallen. Damit Düsseldorfs Coach Friedhelm Funkel, 62, nicht schlauer wird als er eh schon ist, verraten weder RB noch die LVZ, um wen es sich handelt. Wäre ja noch schöner.

Übrigens: Am letzten Spieltag muss RB in Duisburg ran. Das war einmal ein leichtes Spiel.

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