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St. Pauli zeigt RB-Logo nicht - Torhüter Gulasci zwei Spiele gesperrt

Zoff vor Sonntagsspiel St. Pauli zeigt RB-Logo nicht - Torhüter Gulasci zwei Spiele gesperrt

Der Kiezklub lässt sich nicht beflügeln und weigert sich vor dem Spiel gegen RB Leipzig, deren Logo auf der St.-Pauli-Homepage zu zeigen. Unterdessen ist nun auch klar: Der neue Torhüter Peter Gulasci wird wegen einer erneuten Rotsperre zwei Spiele fehlen.

Hat St. Paulis Präsident Oke Göttlich seine Finger im Spiel?

Quelle: dpa/Screenshot/fcstpauli.com/r.

Hamburg/Leipzig. Zweitligist St. Pauli will seine Hompepage nicht zu Werbezwecken zur Verfügung stellen - zu sehr erinnert das Logo von RB Leipzig an den prominenten Sponsor des Clubs. Bei der Vorschau zur Partie der beiden Mannschaften am Sonntag wurde das Logo kurzerhand durch einen "Leipzig"-Schriftzug ausgetauscht. Ein St.-Pauli-Sprecher kommentierte dies wie folgt: „Wir behalten uns das Recht vor, in unseren eigenen Publikationen unsere Sicht der Dinge kundzutun – egal ob Kritik oder Lob. Wobei wir natürlich Wert darauf legen, dass niemand verunglimpft wird.“

RB-Leipzig Pressesprecher Benjamin Ippoliti reagierte: "Wir haben St. Pauli bereits am Dienstag gefragt, ob wir ihnen unser Logo als Datei noch einmal senden sollen, da wir es einfach für einen technischen Fehler hielten. Wir haben darauf bis gestern 18 Uhr keine Antwort erhalten. Dann hieß es, der Geschäftsführer sei in diesen Fall nicht involviert. Allerdings fragte uns der Verein schon vorher, ob wir ihnen doch bitte einige weitere Freikarten zur Verfügung stellen könnten. Dieser Bitte kommen wir selbstverständlich nach.“

Die Hamburger bezogen dazu gleich am Donnerstag auf ihrer Homepage Stellung: "Durch ein Zitat des Leipziger Pressesprechers wird der Eindruck erweckt, als hätte der FC St. Pauli ein größeres Kontingent an Freikarten in Leipzig angefragt. Es wurden lediglich fünf weitere Karten für das Mannschaftskontingent nachbestellt. Dieser Vorgang ist zwischen den Clubs völlig normal und wird sehr flexibel gehandhabt. Den Leipzigern wurde im Gegenzug zugesagt, dass für das Rückspiel nicht die üblichen 25 Karten, sondern 30 Karten für die Mannschaft zur Verfügung gestellt würden. Da dieser bei allen Clubs übliche Austausch aber anscheinend in Leipzig Probleme bereit, haben wir darum gebeten, eine Rechnung für die fünf Karten zu bekommen. Die Leipziger haben uns zwischenzeitlich gegenüber signalisiert, dass sie die Karten kostenlos zur Verfügung stellen werden."

"Nicht zum Klassenkampf hochstilisieren"

Die Leipziger reagierten aber auch belustigt auf die Logo-Geschichte. „Das Vorgehen ist völlig albern. Wenn Herr Rettig nun seinen Dienst antritt, wird ihm unser Vereinslogo sicher wieder einfallen, denn er hat es im Zuge des Lizenzierungsprozesses bis zum Ergebnis mit begleitet“, sagte der RBL-Vorstandsvorsitzende Oliver Mintzlaff am Donnerstag der Bild. Der bisherige Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL), Andreas Rettig, tritt seinen St. Pauli-Dienst am 1. September an, nachdem er Ende Juni sein Amt bei der DFL niedergelegt hatte.

„Für den FC St. Pauli stellt sich die Frage: Wie schaffen wir den größtmöglichen sportlichen Erfolg bei Einhaltung unserer Werte, für die der Verein steht?“, erläuterte Clubchef Oke Göttlich, der aus der Fan-Szene kommt und als erklärter Kommerz-Kritiker gilt. Er legt jedoch Wert auf die Feststellung, dass das Duell des Dritten beim Zweiten „nicht zum Klassenkampf hochstilisiert“ werden sollte.

DFB-Sportgericht: Zwei Spiele Sperre für Gulacsi

Zum Spitzenspiel am Sonntag wird weiterhin Torhüter Peter Gulasci fehlen. Der Keeper war bereits mit einer Sperre von vier Spielen nach einer Roten Karte beim Cup-Finale in Österreich zu seinem neuen Verein gekommen. Als diese abgesessen war, bestritt er am Sonntag in der U23 von RB gegen den FSV Luckenwalde in der Regionalliga seine erste Partie - und sah erneut die Rote Karte. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) entschied sich nun am Donnerstag für eine Sperre von zwei Spielen wegen unsportlichen Verhaltens für den ungarischen Nationaltorhüter. Die Sperre gilt übergreifend auch für alle anderen Punktspiele seines Vereins, der dem Urteil zugestimmt hat.

dpa/ agri

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