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Stadion-Neubau steht offenbar doch wieder auf der Agenda von RB Leipzig

Bei Etablierung in Liga eins Stadion-Neubau steht offenbar doch wieder auf der Agenda von RB Leipzig

Baut RB Leipzig nun doch ein neues Stadion? Nach LVZ-Informationen prüfen die Club-Chefs die Schaffung einer neuen Arena mit 80.000 Plätzen am Stadtrand. Voraussetzung wären der Aufstieg und die dauerhafte Überschreitung der Kapazitäten der Red-Bull-Arena.

Hier könnte es zu eng werden, wenn sich RB Leipzig in der ersten Bundesliga etabliert.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Nicht nur die Wege des Herrn sind unergründlich, auch die der Rasenballer. Nachdem ein Neubau eines Stadions vom Tisch und der Ausbau der Red-Bull-Arena nur eine Frage der Zeit schien, kommt jetzt neue Dynamik in diese Nummer. Nach LVZ-Informationen prüfen die Club-Chefs die Möglichkeiten eines Neubaus.

Tenor: Wenn die Nachfrage nach Tickets das Angebot an Plätzen in der RB-Arena signifikant und nachhaltig überschreitet, muss auf der grünen Wiese groß gedacht und gebaut werden. Für 80 000 Fans. Mit entsprechendem Platz für zahlungskräftige VIPs. Die Nachfrage müsste aber deutlich über der in der Arena möglichen 57 000-Zuschauer-Kapazität liegen. RB ist bis 2020 vertraglich an die Red-Bull-Arena gebunden, könnte nach Ablauf des Mietvertages umziehen. Hat der Sinneswandel der RB-Chefs mit dem Verhältnis zu Stadion-Besitzer Michael Kölmel zu tun? Ein Ausbau kostet Millionen, die Verteilung der finanziellen Last könnte Probleme bereiten.

Die Angelegenheit hat auch eine politische Komponente. Leipzig würde sich mit dem Bau eines zweiten Stadions bundesweit zur Feile machen. Was bitteschön soll im mit zig Millionen D-Mark geförderten ehemaligen Zentralstadion stattfinden? Bläsertag? Katholikentag? Eine verwegene Variante geht so: Lok Leipzig kämpft sich mit Hilfe von Top-Sponsor Franz-Josef Wernze in den Profifußball und kehrt in Bälde zurück in jenes blau-gelbe Wohnzimmer, in dem Rene Müller 1987 einen nicht unbedeutenden Ball aus elf Metern in den Giebel jagte.

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