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Stadion und Arena Leipzig: Wegen Legida geht das Licht aus - Wünsche von RB-Fans erfüllt

Stadion und Arena Leipzig: Wegen Legida geht das Licht aus - Wünsche von RB-Fans erfüllt

Vereint in der Sache: Die sonst entzweiten Fußballvereine 1. FC Lok und Chemie Leipzig folgten am vergangenen Montag dem Ruf von Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) zu einem runden Tisch gegen Fremdenfeindlichkeit und unterstützen die Proteste gegen Legida.

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Diese Lichtanlage bestrahlt den Stadionrasen.

Quelle: picture point

Leipzig. Anhänger von RB Leipzig fordern jetzt auch ein deutliches Zeichen ihres Vereins.

Einem Offenen Brief fordert die Gruppe Red Aces, die nach eigenen Aussagen stellvertretend für das Bündnis „Rasenball gegen Rassismus“ steht: „Es macht uns traurig und wütend zugleich, wenn die Legida-Organisatoren ihren ‚Abendspaziergang’ an unserem Stadion beginnen wollen. Das Zentralstadion kann unmöglich Schaubühne deren Aktion werden. Denn eins ist klar, Leipzig steht für Weltoffenheit, Toleranz und Vielfältigkeit. Genau wie der Verein RasenBallsport Leipzig und seine Fanszene."

Konkret fordern die Anhänger der Roten Bullen: „Schalten Sie die Stadionbeleuchtung am/um das Stadion ab 18.30 Uhr aus und setzen Sie so ein Zeichen für ein weltoffenes Leipzig und einen Verein, welcher Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ablehnt und dafür keinen Platz bietet!“

Auch wenn sich die Red Bull Arena derzeit wegen der spielfreien Zeit im Winterschlaf befindet, ist jeden Abend ein deutlicher Lichtschein aus dem Stadion zu sehen. Die Erklärung dafür ist einfach: Eine XXL-Lichtanlage bestrahlt den im Dezember neu verlegten Rasen und soll dem satten Grün die nötigen Wachstumsimpulse geben. Auch das Red-Bull-Firmenlogo an der Dachkonstruktion ist in der Dunkelheit deutlich zu sehen.

Die ZSL, Betreibergesellschaft für Stadion und benachbarte Arena, meldete sich inzwischen zu Wort. "Wir wollen Legida keine Kulisse bieten und schalten deshalb die Beleuchtung an unseren Objekten Arena Leipzig und Stadion aus."

Die RB-Verantwortlichen haben derweil Kontakt zu den Red Aces aufgenommen. Zuvor sprachen sie auch mit dem Oberbürgermeister und den Organisatoren von NoLegida, einem Aktionsbündis gegen den „Abendspaziergang“.

Wie sich RB am Montag engagiert, war am Freitag noch offen. Der Verein betont unabhängig von den bevorstehenden Demonstrationen aber, dass in seinen Reihen die Integration von Anfang an gelebt werde. Das zeige allein die hohe Zahl von Spielern mit Migrationshintergrund, quer durch alle Altersklassen.

Klare Position hat bereits der in den sozialen Netzwerken sehr aktive RB-Stürmer Terrence Boyd bezogen. Der US-Amerikaner tritt auf seiner Facebook-Seite als Unterstützer von NoLegida auf und hat dort die Aufrufe für ein tolerantes und weltoffenes Leipzig unterstützt.

Von Einschüchterungsversuchen lässt er sich dabei nicht beeindrucken. „Misch dich als öffentliche Person nicht allzuoft ein! Des kann nach hinten los gehen!“, meinte einer seiner Facebook-„Freunde“. Boyd konterte: „In diesem Fall nicht!“

Matthias Roth/Anne Grimm

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