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Stadtholding steigt als Sponsor bei RB Leipzig ein

Rund 200.000 Euro Stadtholding steigt als Sponsor bei RB Leipzig ein

Der Leipziger Stadtkonzern steigt als Sponsor bei RB Leipzig ein. Künftig bezahlen Stadtwerke, Wasserwerke und Verkehrsbetriebe gemeinsam rund 200.000 Euro pro Jahr an den Fußballclub.

Die Leipziger Gruppe wird Sponsor bei RB Leipzig (Fotos: Archiv)

Quelle: Zeyen / Archiv

Leipzig. Während RB-Coach Ralph Hasenhüttl mit seinen Fußballern am Feinschliff für DFB-Pokal (20. 8. in Dresden) und Bundesliga (28. 8. in Hoffenheim) arbeitet, wird hinter den Kulissen die Einnahmenseite des Clubs aufpoliert. Auch nach den jüngst vollzogenen Abschlüssen mit der Ur-Krostitzer-Brauerei und dem Media-Saturn-Konzern muss weiter frisches Geld rein in den Haushalt.

Geld, um die Finanzierung der Chose auf ein breiteres Fundament zu stellen. Um den Sparstrumpf von Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz zu entlasten. Um den Erfordernissen von Financial Fairplay gerecht zu werden, wonach Geldgeber nur marktübliche Summen in die Clubs pumpen dürfen. Um Spieler, Trainer, Stadion bezahlen zu können. Auch Gas, Strom und warmes Wasser kosten Geld.

Am Sonntag steigt die Generalprobe der Rasenballer gegen Betis Sevilla. Um 17 Uhr wird angepfiffen. Definitiv ohne einen weiteren Salzburger Import. Weder Martin Hinteregger noch Duje Caleta-Car werden das RB-Problem in der Innenverteidigung lösen, das Duo bleibt in Österreich. Die Festivitäten rund um die Saisoneröffnung beginnen um 9.30 Uhr auf der Festwiese. Nach LVZ-Informationen wird via werblicher Auftritte auf der Festwiese und im Stadion sichtbar, dass RB unter Federführung des neuen Marketingleiters Michael Drotleff (kam von Krombacher) einen weiteren Partner ins Schnellboot geholt hat: die Leipziger Gruppe (vorher LVV) mit dem großen gelben L.

Seit 1997 vereint diese die Leipziger Stadtwerke (Strom, Gas, Fernwärme), die Leipziger Wasserwerke (Trinkwasser, Abwasser) und die Leipziger Verkehrsbetriebe. RB und L sind seit Jahren über die Bespielung der Red-Bull-Arena und des Trainingszentrums am Cottaweg – Strom, Fernwärme, Wasser, Fantransporte zum Stadion et cetera – geschäftlich verbandelt. Das Geschäftsjahr 2015 wies einen Umsatz von mehreren Millionen Euro aus, Tendenz steigend.

Mit der offiziellen Partnerschaft verhindert die Leipziger Stadtholding auch, dass sich die umworbenen Roten Bullen (in Leipzig buhlen 200 Stromanbieter um Kunden) beispielsweise mit dem Energiedienstleister EnviaM zusammentun und dort ihre Millionen-Umsätze tätigen. Die Botschaften der Leipziger werden künftig über Werbebanden in der RB-Arena transportiert. Auch die Endverbraucher sollen profitieren. So wird bereits über Bullen-Strom, LVB-Bullen-Tickets und so weiter nachgedacht. Das Paket kostet die Leipziger Gruppe geschätzte 200 .000 Euro im Jahr. Diese Aufwendung wird auch von der politischen Seite als lohnenswert betrachtet. OBM Burkhard Jung gilt als Befürworter der Zusammenarbeit. Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht und Sportbürgermeister Heiko Rosenthal sollen die Kooperation auch positiv sehen.

Mehr als eine Randnotiz: Der Impuls für eine Zusammenarbeit mit dem gelben L ging offenbar von Dietrich Mateschitz bzw. seinem engsten Beraterkreis aus. Der Bundesliga-Aufsteiger will neben nationalen und internationalen Partnern auch regionale Unternehmen an sich binden. Signalsiert Verwurzelung und stärkt die heimische Wirtschaft.
Ein Standortbekenntnis dieser Art könnte ein kleiner, aber feiner Hinweis auf dauerhafte RB-Nutzung des Zentralstadions sein.

Auf der Festwiese verkaufen die Sportfreunde Leipzig am Sonntag Exemplare von „Kai-Uwe mein Saisontagebuch“. Kostet 12 Euro, die Erlöse kommen dem Förderverein/Zentrum für Drogenhilfe e.V. zugute.

Guido Schäfer

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