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Terrence Boyd stürmt jetzt für RB Leipzig - 23-Jähriger übernimmt Röttgers Rückennummer

Terrence Boyd stürmt jetzt für RB Leipzig - 23-Jähriger übernimmt Röttgers Rückennummer

„Terrence Boyd ist ab sofort ein Roter Bulle“, diese Meldung verschickte RB Leipzig am Donnerstag kurz nach 9 Uhr. Was sich wie ein gewöhnlicher Transfervollzug liest, war wesentlich brisanter.

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Terrence Boyd stürmt nun für RB Leipzig.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Die Verpflichtung des kräftigen Stürmers hing bis zum Schluss am seidenen Faden. „Am Wochenende war noch überhaupt nichts klar“, sagte Boyds Berater Kostas Liolios am Donnerstag.

Neben dem englischen Erstligisten Wigan Athletic hatte sich auch Sporting Lissabon in den Poker um Boyd eingeschaltet. Dabei hatte der Angreifer bereits am Sonnabend via Internet verkündet: „Ich bin mir mit Red Bull einig.“ Auch Boyds alter Verein, Rapid Wien, vermeldete den Transfer nach Leipzig am Montag als perfekt. Tatsächlich setzte der Sohn einer deutschen Mutter und eines US-amerikanischen Vaters aber erst am Donnerstagmorgen seinen Namenszug unter den bis 2017 gültigen Kontrakt. „Ich freue mich, dass nun alles über die Bühne gegangen ist und ich ab sofort für RB Leipzig spielen darf.“, so Boyd. Anschließend schnappte sich der 23-Jährige seine Sporttasche und fuhr sofort zu seinem ersten RB-Training an den Cottaweg.

Coach Alexander Zorniger hat wenig Verständnis für Boyds Mitteilungsfreudigkeit in den vergangenen Tagen und erteilte dem Neuzugang vorerst ein Redeverbot mit den Medien. Von den fußballerischen Qualitäten seiner Offensivkraft ist der Fußballlehrer dagegen begeistert. „Wenn er den Fuß hineinhält, tut es dem Verteidiger weh“, so Zorniger.

Zorniger fordert: „Weniger Christiano Ronaldo“

Der Sturm war eine Baustelle bei RB. „Ich war mit Ralf Rangnick einig, dass wir da was tun müssen“, berichtete der Coach. Ihm fehlte der Konkurrenzkampf im Team. Daniel Frahn und Yussuf Poulsen galten als gesetzt, wenn sie fit waren. „Jetzt haben wir eine Menge Variationsmöglichkeiten“, freut sich der Trainer, der vom Auftritt seiner Männer am Mittwoch gegen Markranstädt wenig begeistert war. „Weniger Christiano Ronaldo ist manchmal mehr“, merkte er an.

Boyd präsentierte sich im ersten Training engagiert, schoss in einem Übungsspiel gleich seinen Premierentreffer. Zorniger nahm ihn mehrfach zur Seite, erklärte ihm Laufwege und Spielsystem der Leipziger.

Mit seiner Rückennummer tritt Boyd allerdings ein schweres Erbe an. Künftig läuft er mit der 18 auf. Bisher trug diese Zahl Fanliebling Timo Röttger, der zu Viktoria Köln gewechselt ist. In Wien zumindest hat sich Boyd bei den Anhängern unsterblich gemacht. Beim brisanten Stadtduell bei der Austria erzielte der Stürmer vergangene Saison den 1:0-Siegtreffer in der 88. Minute. Und noch etwas haben die Rapid-Anhänger nicht vergessen: Boyd traf bei RB Salzburg, sicherte damit einen Punkt. Auch in der US-Nationalmannschaft von Trainer Jürgen Klinsmann sorgte Boyd bereits für Aufsehen. Gleich in seinem ersten Spiel gegen Italien legte er den Ball zum entscheidenden 1:0 auf. Die WM verpasste er dagegen knapp. Klinsmann strich Boyd letztlich aus seinem Kader.

In der vergangenen Wochen kühlte die Liebe der Wiener zum 23-Jährigen etwas ab. In den Sozialen Netzwerken startete ein Shitstorm, allein als nur die Gespräche mit Red Bull öffentlich wurden. Boyd konterte in österreichischen Medien mit direkter Sprache: „Ich kann die Fans natürlich verstehen. Ich weiß, wie Rapid tickt. Ich bin jetzt zwei Jahre hier, habe mir gegen Salzburg immer den Arsch aufgerissen. Ich habe immer gesagt, dass ich nicht zu RB Salzburg gehe, das kann ich Rapid nicht antun. Das will ich auch nicht. Genauso würde ich nicht zur Austria gehen.“ Einen Wechsel nach Deutschland sieht Boyd dagegen als unproblematisch an, weil er keinen direkten Einfluss auf Rapid habe.

Die Leipziger Fans haben am 18. Juli erstmals die Gelegenheit Terrence Boyd in der Red Bull Arena zu sehen. Dann empfangen die Bullen das Starensemble von Paris Saint-Germain. Kurz vor dem Spiel sollen auch die neuen Trikots in den Verkauf gehen. Die Nummer 18 könnte in diesem Jahr zum Kassenschlager werden.

Matthias Roth, LVZ-Online

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