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Traurige Nachricht für RB-Leipzig-Fans: "Sachsen-Galli" ist verstorben

Ehrenmitglied tot Traurige Nachricht für RB-Leipzig-Fans: "Sachsen-Galli" ist verstorben

Er stellte den Erstkontakt mit Dietrich Mateschitz her und machte diesen überhaupt erst auf Leipzig aufmerksam. Roland Gall, genannt "Sachsen-Galli" war ein echtes Original und Ehrenmitglied von RB Leipzig. Nun ist er im Alter von 65 Jahren gestorben.

Sein Vorstoß machte Dietrich Mateschitz auf Leipzig aufmerksam: Roland Gall.

Quelle: Leipzig report / Wolfgang Zeyen

Leipzig. Traurige Nachricht für die Fußball-Familie in und um Leipzig. Roland Gall, auch „Sachsen-Galli“ genannt, ist im Alter von 65 Jahren verstorben. Der Hohenmölsener Hans Dampf in allen Gassen hatte 2006 den Erstkontakt zu Red Bull hergestellt, einen Brief an Dietrich Mateschitz geschrieben. Für diesen unkonventionellen und schließlich erfolgreichen Vorstoß wurde Gall zum RB-Ehrenmitglied ernannt. RB-Geschäftsführer Uli Wolter erinnerte an eine berührende Gall-Rede bei der letzten Mitgliederversammlung: „Er liebte den Fußball, hatte ein großes Herz.“

Galls Vorlage wurde von Otto Schlörb, damals Adlatus von Stadion-Besitzer Michael Kölmel, verwertet. 2009 sagte Mateschitz Ja zum Fußball-Standort Leipzig und zum RB-Start zunächst in Markranstädt.

Sechs Jahre und drei Aufstiege später kicken die Rasenballer in der zweiten Liga und wollen sich mit einem erfolgreichen Spiel beim Karlsruher SC (Montag, 20.15 Uhr) ganz oben verbarrikadieren. Unterm Strich und Weihnachtsbaum möge ein Aufstiegsplatz stehen.

In der Winterpause haben Chefetage und kickendes Bodenpersonal Zeit und Muße, die Lage zu sondieren, insbesondere über auslaufende Verträge nachzudenken.

Bei Keeper Fabio Coltorti (91 Pflichtspiele, ein Tor, drei Gelbe Karten, 35 Mal ohne Gegentor) ist alles geregelt. Wenn RB aufsteigt, verlängert sich der Vertrag des Schweizers um ein Jahr. Coltorti: „Als ich 2012 nach Leipzig kam, war mein Ziel die Bundesliga mit RB. Daran hat sich nichts geändert.“ Coltorti wurde übrigens beim 0:0 in Karlsruhe zur „Krake“ getauft.

Auch Tim Sebastian (133 Spiele, sieben Tore, vier Vorlagen, 16 Gelbe Karten) hat eine Verlängerungsoption, die greift, wenn der gebürtige Leipziger sein 20. Punktspiel macht. Bisher kommt Sebastian auf sechs Partien. Könnte eng werden für den 31-Jährigen, der seit 2010 wichtiger Baustein ist.

Bliebe Georg Teigl (53 Spiele, drei Tore, zwei Vorlagen, sieben Gelbe Karten). Der Österreicher, der im Januar 2014 wegen der schweren Verletzung von Christian Müller aus Salzburg geholt worden war, hat seinen Stammplatz hinten rechts verloren. „Man kann sich nicht in die Mannschaft reden“, sagt der 24-jährige Supersprinter. Stattdessen: „Gas geben und positiv bleiben.“

Gas gibt er, sagt Cheftrainer Ralf Rangnick und attestierte Teigl beim Test gegen Stettin eine Top-Leistung. Doch wie geht es weiter mit dem schnellsten Spieler der zweiten Liga? Teigls Kontrakt läuft aus, diesbezüglichen Gesprächsbedarf sehen aktuell offenbar weder Club noch Spieler. Teigl: ,,Im Moment gibt es keine Gespräche mit dem Verein über eine Verlängerung. Ich muss schauen, dass ich auf meine Einsätze komme.“

Und wenn die ausbleiben? „Dann muss ich mich verändern, auch wenn es weh tut. Das gehört zum Fußball dazu. Aber noch ist es nicht so weit. Bei mir ist es immer nur nach vorne gegangen, jetzt muss ich durch eine schwierige Phase.“ Und: „Ich lerne gerade viel über mich selbst.“

Frage aller Fragen: Mann oder Maus? Teigl: „Mann!“

Nach LVZ-Informationen sind diverse Erst- und Zweitligisten interessiert. Beraten wird Teigl vom glänzend vernetzten Andreas Sadlo. Der war 2009 erster Boss von RB Leipzig.

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