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Union-Fans wollen Zeichen setzen: Protest bei RB Leipzig und Traditionsspiel gegen Chemie

Union-Fans wollen Zeichen setzen: Protest bei RB Leipzig und Traditionsspiel gegen Chemie

„Erst Tradition, dann Brause“: Unter diesem Motto gastieren die Fans des 1. FC Union Berlin am Sonntag in Leipzig. Beim Traditionsspiel gegen die BSG Chemie wollen etwa 1500 Berliner Fans aufschlagen.

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Beim Hinspiel in der "Alten Försterei" drückten die Fans des 1. FC Union Berlin ihren Protest mit schwarzer Kleidung aus.

Quelle: dpa

Leipzig. Anschließend zieht etwa die Hälfte der Anhänger mit einem Protestmarsch gen Red-Bull-Arena. Zur Zweitliga-Partie gegen RB Leipzig werden insgesamt 4000 Unioner erwartet.

Die Fangruppe „Szene Köpenick“ des Fußball-Zweitligisten aus Berlin hat die Protestaktion ins Leben gerufen. Zur Einstimmung treffen ab 11 Uhr die Traditionsteams der BSG Chemie Leipzig und des 1. FC Union aufeinander. „Dabei möchten wir zeigen, mit wem und gegen wen wir uns Fußball in Leipzig vorstellen. Ein Spiel für den Erhalt einer traditionsreichen Spielstätte und einer lebendigen Fußballkultur, deren zentrale Werte Mitbestimmung und Unabhängigkeit sind“, erklärte die Szene Köpenick im Stadionheft des 1. FC Union Berlin. Verbrüderung soll es aber auch mit den Leutzschern nicht geben, denn beide Fanszenen „pflegen stets eine gesunde Rivalität.“

Ab 12.15 Uhr ist ein Protestmarsch mit bis zu 800 Union-Fans bei der Polizei angemeldet. Die Route führt vom Alfred-Kunze-Sportpark über den alten Bahnhof Leutzsch, Rathenaustraße, Hans-Driesch-Straße und soll gegen 13.45 Uhr am Uferweg, dem Gästeblock der Red-Bull-Arena, enden, teilte das Ordnungsamt mit. Laut Polizeisprecher Uwe Voigt begleiten mehrere Hundertschaften den Protestmarsch. Die Straßen werden gesperrt, es muss am Sonntagmittag mit Behinderungen und Umleitungen in diesem Bereich gerechnet werden.   

Schweigen in der ersten Halbzeit

Im Stadion wollen sich die Teilnehmer des Fanmarschs mit den anderen Berliner Anhängern treffen und bitten diese, „die erste Halbzeit des Spiels schweigend zu verbringen und den Protest dadurch mitzutragen. Am besten verzichtet ihr gar darauf, die Zuschauerblöcke des Zentralstadions in der ersten Halbzeit zu betreten“. Denn die Zweitliga-Partie beginnt bereits 13.30 Uhr. Bis dahin werden die Teilnehmer des Protestmarschs nicht am oder im Stadion sein. In den zweiten 45 Minuten wollen die Union-Fans ihre Mannschaft „gemeinsam zum wiederholten Sieg schreien.“

RB Leipzig zeigt sich davon unbeeindruckt. Die Sicherheitsvorkehrungen seien laut Verein wie bei jedem anderen Spiel auch. Die Polizei hat Einsatzkräfte aus Sachsen und Sachsen-Anhalt zur Verfügung. Falls sich der Protestmarsch verspätet, werden die Unioner auch zur Halbzeitpause nicht von einer Sonderbehandlung ausgehen dürfen, denn auch dann wird am Eingang genauso kontrolliert, wie vor Spielbeginn, erklärte RB.

Schon beim Hinspiel am 21. September  hatten die Union-Fans für Aufsehen gesorgt. Damals schwiegen die Berliner Anhänger unter den 21.366 Zuschauern im Stadion «An der Alten Försterei» in den ersten 15 Minuten. Das Stadion war ganz in Schwarz gehüllt, die heimischen Zuschauer hatten sich dazu dunkle Regenponchos übergezogen. RB Leipzig verlor 1:2.

Anne Grimm

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