Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

Google+ Instagram YouTube
Vor dem RB-Spiel in Paderborn: Poulsen und Sebastian im Doppel-Interview

Wenn Freunde Klingen kreuzen Vor dem RB-Spiel in Paderborn: Poulsen und Sebastian im Doppel-Interview

Sie sind zwei RB-Aufstiegshelden, schlüpften zweieinhalb Jahre lang gemeinsam ins Trikot der Rasenballer. Stürmer Yussuf Poulsen, 21, ist nach wie vor ein Roter Bulle, Abwehrmann Tim Sebastian, 32, kickt neuerdings für den SC Paderborn. Am Freitag, 18.30 Uhr, treffen die beiden Spezis in Paderborn aufeinander.

RB-Stürmer Yussuf Poulsen angriffslustig: „Wir können leider keine Puntke bei euch lassen.“

Quelle: Picture Point/Imago

Leipzig. Sie sind zwei RB-Aufstiegshelden, schlüpften zweieinhalb Jahre lang gemeinsam ins Trikot der Rasenballer. Stürmer Yussuf Poulsen, 21, ist nach wie vor ein Roter Bulle, Abwehrmann Tim Sebastian, 32, kickt neuerdings für den SC Paderborn. Am Freitag, 18.30 Uhr, treffen die beiden Spezis in Paderborn aufeinander. Eine nicht immer bierernste Telefonkonferenz mit zwei Männern, die sich nahezu lieb haben.

LVZ: Beginnen wir mit den wichtigen Dingen des Lebens. Wie geht das Spiel am Freitag aus?

Poulsen: Lieber Tim, ich kann dich mehr als gut leiden. Wir können aber leider keine Punkte bei euch lassen, gewinnen 3:1.

Sebastian: Lieber Yussi, ich kann dich auch super leiden. Aber du hast sicher Verständnis, wenn uns mit Blick auf die Tabelle der Sinn nach Punkten steht. Mindestens einer soll her, drei wären klasse. RB würde mit der aktuellen Mannschaft schon eine gute Rolle in der Bundesliga spielen. Ihr steigt auch ohne Punkte aus Paderborn auf.

Poulsen: Und ihr bleibt auch ohne Punkte gegen uns drin, seid natürlich keine 29 Punkte schlechter als wir.

Es gibt angenehmere Gegenspieler als Yussuf, Tim. Es gibt angenehmere Gegenspieler als Tim, Yussuf.

Sebastian: Yussi lernt schnell. Er konnte von heute auf morgen nicht nur Deutsch, sondern deutsche Witze erzählen. Er hat von mir im Bus gelernt, wie man Skat spielt und hatte nach der dritten Fahrt alle Tricks drauf. Als er zum erstem Mal mittrainiert hat, machte er fast alles mit seiner Athletik. Ein paar Einheiten später konnte er auch noch kicken. Er ist ein richtig Guter geworden, man kann ihn nicht permanent alleine stoppen.

Poulsen: Tim hat einen wunderbaren Body mit unfassbaren sechs Prozent Körperfett. Journalisten haben 50 Prozent. Tim ist 32, hat aber die Power und das Aussehen eines 25-Jährigen. An ihm tut man sich weh, er ist kantig und hält seinen Stock überall rein. Er kennt meine Tricks, deshalb werde ich am Freitag ein paar neue mitbringen. Ich muss ihn überraschen.

Vor und nach dem Spiel sind Sie Freunde. Was passiert dazwischen?

Sebastian: Da geht es zur Sache. Hart, aber herzlich. Ich bin bekanntlich kein Mann der Blutgrätsche.

Würden Sie Tim an den Haaren ziehen, Yussuf?

Poulsen: Nicht mal, wenn er welche hätte.

Yussuf ist leicht entflammbar. Wie wäre es mit eine paar verbalen Zündeleien während des Spiels?

Sebastian: Nein, das bin ich nicht. Wir kämpfen mit offenem Visier. RB hat übrigens noch ein paar andere offensive Jungs, die gefährlich sind. Emil, Marcel, Dominik, Davie – da rollt was auf uns zu. Wenn wir einen besonderen Tag haben und jeden Meter mit Überzeugung machen, können wir RB Probleme bereiten.

Hatte Tim ein besonderes Ritual unmittelbar vorm Spiel?

Poulsen: Er hat sich umgezogen und ist rausgegangen. Er war ruhig und fokussiert, hatte immer ein paar aufmunternde Worte für die Kollegen. Ein toller Spieler und Charakter. Wir alle vermissen ihn.

Sebastian: Yussi ist Däne. Und Dänen sind immer gut drauf. Das liegt vielleicht auch an dem Zeug, das er sich manchmal zwischen die Zähne klemmt.

Tabakpastillen?

Sebastian: Ja. Er hat mir mal so ein Teil gegeben, mir wurde schlagartig schlecht.

Welchen Einfluss hatte Oldie Sebastian auf Jungspund Poulsen?

Poulsen: Einen großen. Als ich nicht gespielt habe, hat mich Tim aufgebaut und mir einen wichtigen Rat gegeben: Weiter hart arbeiten, nie auf einem Ego-Trip wandeln. Das habe ich befolgt.

Sebastian: Ich bin zig Jahre Profi, habe alles und das Gegenteil von allem erlebt. Es scheint nicht immer die Sonne, es ist auch mal wolkig. Diese Erfahrung hilft mir und kann auch anderen helfen. Wenn sie zuhören und lernwillig sind. Yussi hört zu und lernt gerne . Er ist mit seinen 21 schon ein richtiger Profi. Bis Freitag, Yussi.

Poulsen: Ja, und bind’ schon mal deine Beine zu.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr