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Wegen Orban: Mintzlaff und Wittmann greifen Lauterns Kuntz an

Transfer Wegen Orban: Mintzlaff und Wittmann greifen Lauterns Kuntz an

Ausgerechnet aus Leipzig, der Stadt von Mephisto und Goethes «Faust», bekommen die Teufel aus Lautern einen herben Seitenhieb. RB Leipzig-Boss Oliver Mintzlaff kritisiert seinen Amtskollege Stefan Kuntz scharf wegen dessen Aussagen zum Wechsel von Willi Orban.

RB-Abwehrspieler Willi Orban wechselte im Sommer aus Kaisersllautern an die Pleiße. (Archivbild)

Quelle: dpa

Leipzig. Der Seitenhieb für die «Roten Teufeln» kommt spät, aber hart. Der Vorstandsvorsitzende von RB Leipzig, Oliver Mintzlaff, greift seinen Amtskollegen Stefan Kuntz massiv an und steht mit seiner Kritik nicht allein. «Beim Transfer von Willi Orban gibt es anscheinend zwischen interner und externer Kommunikation große Unterschiede. So hat Herr Kuntz gegenüber Willi absolutes Verständnis gezeigt. Den eigenen Fans erzählt man aber scheinbar absichtlich etwas anderes», wirft Mintzlaff in der «Sport Bild» (Mittwoch-Ausgabe) Kuntz ein doppeltes Spiel vor.

Der Chef vom Liga-Rivalen 1. FC Kaiserslautern hatte den Wechsel des 22-jährigen Orban zu den RasenBallsportlern im Sommer am Geld festgemacht und von einem «Dolchstoß in den Stolz eines FCK-Fans» gesprochen: «Was soll ein Verein einem Spieler sagen, der woanders das Vierfache verdienen kann?» Mintzlaff widerspricht energisch: «Wir gehen unseren Weg mit jungen, talentierten, entwicklungsfähigen Spielern weiter. An unserer klaren Linie in Sachen Transfers, Spielphilosophie und Gehaltsstruktur hat sich nichts geändert. Wer denkt, dass wir eine exorbitante Gehaltsstruktur haben, liegt völlig falsch. Spieler kommen aus anderen und nicht finanziellen Motiven zu uns – sonst wären sie für uns auch die Falschen», betonte der RB-Boss.

Der ehemalige Nationalspieler Kuntz kontert in der «Sport Bild» jedoch: «Herr Mintzlaff täte gut daran, über Gespräche anderer nur zu berichten, wenn er dabei war. Spekulationen über angebliche Aussagen in zwei Gesprächen, die zudem noch völlig falsch sind, sprechen für den Herrn und werden wieder für viel Sympathie in der Branche gegenüber ihm und seinem Verein sorgen.»

Orban nutzte Ausstiegsklausel

Mintzlaff lassen diese Aussagen kalt. Da schon Johann Wolfgang von Goethe in seinem literarischen Werk «Faust I» schrieb: «Mein Leipzig lob ich mir», meinte Mintzlaff nur: «Über unsere Sympathien muss sich Herr Kuntz keine Sorgen machen.» Immerhin kommen in der Messemetropole im Schnitt 28 892 Zuschauer zu Heimspielen. In der zweiten Liga hat nur der FC St. Pauli (29 293) mehr Besucher.

Junioren-Nationalspieler Orban bestätigte allerdings, dass Kuntz seinen Wechsel zu RBL ihm gegenüber verstand: «Das ist richtig.» Der Innenverteidiger und ehemalige FCK-Kapitän, der seit 1997 für die Pfälzer spielte und sämtliche Jugendmannschaften des Vereins durchlief, nutzte eine Ausstiegsklausel in seinem ursprünglich noch bis 2016 laufenden Vertrag.

Unterstützung bekommt Mintzlaff nun auch von Orbans involvierten Spielerberater Roger Wittmann. «Herr Kuntz will nur einen Spieler benutzen, um von eigenen Themen abzulenken. Verträge sind dazu gemacht, dass man sie nutzt, wenn man sie braucht. Willi hat sich nach dem verpassten Aufstieg von Kaiserslautern für die weitaus bessere Option, für einen besseren Vertrag und für bessere Ambitionen eines Vereins entschieden, der in den nächsten drei bis vier Jahren zu einem Topteam wird. Da von einem Dolchstoß zu sprechen, ist martialisch und Blablabla», sagte Wittmann am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Frank Kastner und Anne Grimm

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