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Wegen der Evolution: RB-Sportdirektor Ralf Rangnick will Fußballtore vergrößern

Wegen der Evolution: RB-Sportdirektor Ralf Rangnick will Fußballtore vergrößern

RB-Sportdirektor Ralf Rangnick fällt immer wieder durch innovative Ideen auf. Seit einem Besuch im Aktuellen Sportstudio vor sechs Jahren, bei dem er ausführlich die Taktiken eines Spieles erklärte, trägt der 56-Jährige auch den Spitznamen „Fußballprofessor“.

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Ralf Rangnick.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. In der neuesten Ausgabe des RB-Vereinsmagazins „Klub“ macht Rangnick nun seinem Namen erneut alle Ehre. Der Fußballfachmann denkt darin laut über Veränderungen des Regelwerkes nach.

„Ich bin zunächst einmal froh, dass endlich beschlossen wurde, die Torlinientechnik einzuführen“, so Rangnick im Interview. Das sei längst überfällig gewesen, der Schiedsrichter sei oft der Einzige, der nicht gewusst habe, was passiert sei. Der Sportdirektor kann sich aber noch weitere Veränderungen vorstellen.

Wegen der Evolution etwa sollen die Tore größer werden. Die Maße wurde vor mehr als 130 Jahren in England festgelegt. „Damals war der Mensch im Durchschnitt wahrscheinlich zehn Zentimeter kleiner als heute“, argumentiert Rangnick. Deshalb sei es für ihn vorstellbar, über größere Tore zu diskutieren. Die deutschen Weltmeistertorhüter von 1954, Toni Turek und von 1974, Sepp Maier, waren nur 1,81 Meter und 1,83 Meter groß. Zum Vergleich: RB-Keeper Fabio Coltorti misst 1,97 Meter und ist damit kein Einzelfall in der Liga.

Und noch etwas hat sich Rangnick ausgedacht: Für Keeper könnte eine „One-Touch-Regel“ gelten. Die Schlussleute dürften dann den Ball nur mit einer Berührung aus der Gefahrenzone befördern. Verboten wäre demnach, das Spielgerät zu fangen oder festzuhalten.

Für Rangnick würde sich mit den Änderungen die Attraktivität des Spiels steigern. Seine Prognose: Es wäre schneller und es würden mehr Treffer fallen. An eine Umsetzung seiner Gedanken glaubt er freilich nicht. „Das wird wohl nicht passieren, denn dann würde argumentiert werden, dass auf der Welt zigtausende Tore ausgetauscht werden müssten.“

Und noch ein Interview befasst sich zu Weihnachten mit RB Leipzig: Leverkusens ehemaliger Manager Reiner Calmund gibt sich im Wirtschaftsmagazin "Euro" als Fan der Roten Bullen zu erkennen. "RB Leipzig hat Anfang Dezember seine Profiabteilung in eine Kapitalgesellschaft ausgegliedert. Und spätestens jetzt ist glasklar: Der Klub spielt nach den Regeln des DFB, der deutschen und europäischen Gesetze und hat alles, was Profifußball braucht: Kapital, Kompetenz und Konzepte", so Calmund.

Fußball sei ein Geschäft, das brauche Investoren. "Solange sich ein Investor an die Regeln hält, ist er erlaubt. Und noch was, da nehme ich kein Blatt vor den Mund: Es ist eine Unverschämtheit, wie Red Bull in Deutschland wegen RB Leipzig abgestempelt wird! Das ist ein seriöses, profitables Unternehmen, das seit vielen Jahren weltweit als zuverlässiger Sponsor in der Formel 1, im Fußball und in anderen Sportarten tätig ist. Denken Sie nur mal an RB Salzburg! Bevor Mateschitz kam, war der Fußball in Salzburg pleite", meinte Calmund weiter.

Über eine Personalie wird auch an den Feiertagen weiter heftig diskutiert: Was wird aus Daniel Frahn? RB hatte dem Stürmer die Verpflichtung von zwei Konkurrenten in der Winterpause angekündigt. Seine Chancen auf weitere Spielanteile sinken damit kräftig. Die Frage ist nun: Nimmt der 27-Jährige (Vertrag bis 2016) die Herausforderung an oder verlässt er den Verein im Januar? In der Fanszene wird heftig diskutiert. Immer wieder fällt dabei in den Fanforen Dynamo Dresden als mögliche neue Mannschaft. Dort hat sich Angreifer Mathias Fetsch gerade das Kreuzband gerissen und fällt für den Rest der Saison aus. Frahn selbst hat sich zu seiner Zukunft noch nicht geäußert.

Matthias Roth

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