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Wenn der Schiedsrichter fragt: RB Leipzig machte keine Vorgaben

Fußball-Bundesliga Wenn der Schiedsrichter fragt: RB Leipzig machte keine Vorgaben

Timo Werner wird künftig einen schweren Stand bei Schiedsrichtern haben, glaubt RB-Sportdirektor Ralf Rangnick. „Sie werden doppelt und dreifach hinschauen.“ Für mögliche Nachfragen der Referees macht der Verein keine Vorgaben.

Bleibt ein Thema: Timo Werner.

Quelle: GEPA pictures/ Sven Sonntag

Leipzig. Timo Werner und seine Schwalbe beim Spiel gegen Schalke 04: Die Aktion vom Sonnabend war auch drei Tage später noch immer ein Thema am Cottaweg. Seine Kollegen auf dem Übungsplatz versuchten den Angreifer mit Späßen aufzumuntern. Dem Shitstorm, der sich bundesweit gegen den 20-Jährigen richtet, wollen sie so die Kraft nehmen. Als Werner in einem Trainingsspiel seinen Keeper Marius Müller tunnelte, kam eine Bemerkung gleich hinterher: „ Abheben nicht vergessen!“

Werner hat sich die Szene aus dem Schalke-Spiel allerdings sehr zu Herzen genommen. Nach der Partie saß er niedergeschlagen im VIP-Raum. „Wir haben dann 20 Minuten lang ein Vier-Augen-Gespräch geführt“, berichtete Sportdirektor Ralf Rangnick. Werner liegt ihm besonders am Herzen. „Ich kenne ihn, seit er 16 ist. Timo ist ein bisschen wie ein Ziehsohn für mich.“

In dieser Unterhaltung habe ihm Werner bestätigt, dass er den Elfmeter nicht habe schinden wollen. Deshalb habe sich Rangnick für seinen Stürmer ausgesprochen und das Wort „Schwalbe“ am Sonntag noch als nicht richtig angesehen. Nun sagte er: „Wenn man sich jetzt noch einmal alle Kameraperspektiven anschaut, muss man es im Nachhinein als Schwalbe sehen.“

Für den Angreifer sieht Rangnick künftig einen schweren Stand bei den Unparteiischen. „Sie werden doppelt und dreifach hinschauen“, so der Sportdirektor. Er hält das für angemessen bis es einen Videobeweis gibt. Und noch etwas sagt Rangnick in Richtung Schiedsrichter: „Ich halte es für legitim, die Spieler zu fragen.“ Anweisungen vom Verein existierten nicht. „Bei uns gibt es keine Vorgaben, dass sich ein Spieler bedeckt halten soll“, berichtet Rangnick.

Rückkehr nach Ingolstadt

Trainer Ralph Hasenhüttl möchte über das Thema gar nicht mehr sprechen. Das nächste Spiel steht an und der Gegner ist für ihn eine ganz besondere Mannschaft: der FC Ingolstadt 04. Der Österreicher machte das Team einst groß und stieg mit ihm in die 1. Bundesliga auf. Nun also kehrt er zur Partie am kommenden Sonnabend (Anpfiff 15.30 Uhr) an seine alte Wirkungsstätte zurück. Die Vorzeichen könnten kaum extremer sein. Der ungeschlagene Tabellenführer tritt beim Schlusslicht an. „Der Gegner kann gegen uns nur gewinnen“, meint Hasenhüttl.

Einen Spaziergang erwartet er nicht. „Ingolstadt hat es in den letzten Spielen besser gemacht und mit dem neuen Trainer wieder Selbstvertrauen gewonnen“, so der RB-Coach. Er glaubt, dass die Oberbayern noch viele Punkte holen werden, allerdings erst nach dem Spiel gegen RB.

Am liebsten möchte der Coach den Schwung der zweiten Halbzeit gegen Schalke mit in die nächste Begegnung nehmen. „Das war ein sehr, sehr gutes Spiel von uns, wir waren noch zu vier, fünf Toren imstande“, analysiert Hasenhüttl.

Schmitz und Bernardo trainieren wieder

Personell entspannt sich die Lage bei den Roten Bullen vor allem in der Verteidigung wieder. Der gegen Schalke verletzt ausgewechselte Benno Schmitz befindet sich auf dem Weg der Besserung. „Er hatte zwei Tage lang Kopfschmerzen und Sehprobleme“, berichtet Hasenhüttl. Am Mittwoch soll der Rechtsverteidiger wieder auf dem Platz stehen und wohl auch am Sonnabend wieder spielen. Zurück im Training meldete sich auch Bernardo. Er hatte sich in Darmstadt am Meniskus verletzt. Die Partie in Ingolstadt kommt für den Brasilianer noch zu früh, gegen Hertha BSC in der kommenden Woche könnte er aber sein Comeback feiern. Unklar ist nach wie vor die Rückkehr von Innenverteidiger Marvin Compper.

Und dann ist da noch Oliver Burke. Mit dem Schotten arbeiten sie intensiv bei RB. „Vielleicht sogar am intensivsten“, glaubt der Trainer. Der pfeilschnelle Angreifer ist zwar fit, muss aber noch in den Abläufen seines Teams geschult werden. „Im Spiel gegen den Ball hat er gegen Schalke seine bisher beste Leistung gezeigt“, findet Rangnick. Hasenhüttl lobt das Riesenpotential des Sommerneuzugangs. Ziel sei es, ihn nach der Winterpause noch stärker ins RB-Spiel zu integrieren.

Nikolaus fiel für die Mannschaft übrigens aus, die Fußballschuhe blieben leer. „Die Spieler dürfen keine Schokolade essen, das ist nur dem Trainerstab gestattet“, so Hasenhüttl.

Von Matthias Roth

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