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„Werden Etat in der Bundesliga nicht extrem nach oben schrauben"

Fußball-Talk in der LVZ-Kuppel „Werden Etat in der Bundesliga nicht extrem nach oben schrauben"

Für den erkrankten Ralf Rangnick hatten die Rasenballer ihren Vorstands-Vorsitzenden Oliver Mintzlaff und Kapitän Dominik Kaiser in die LVZ-Kuppel entsandt – mehr Chef geht nicht. Und so erfuhren die über 200 Leser beim von Guido Schäfer humorvoll moderierten Abend viel Interessantes – und eine brandheiße News.

Fußballtalk in der LVZ-Kuppel mit LVZ Chefreporter Guido Schäfer(Mitte), Kapitän Dominik Kaiser (r.) und RB-Vorstand Oliver Mintzlaff.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. RB Leipzig hat Michael Drotleff, bisher Marketing-Chef bei Bierbrauer Krombacher, als Sales-Direktor für die Sponsorensuche eingestellt. „Fußball verschlingt viel Geld, wir müssen die Attraktivität des Vereins kommerzialisieren, an neue, große Partner herantreten, um weiter wachsen zu können“, erklärte Mintzlaff. Er will im Sommer zudem einen neuen Geschäftsführer präsentieren.

Wer dann Trainer wird, verriet Mintzlaff allerdings noch nicht. „Wir haben eine Shortlist klar definiert, die wir jetzt abarbeiten, und wir werden am 1. Juli einen starken Coach haben.“ Dass auf dieser Liste Sandro Schwarz, Marcel Koller und Markus Weinzierl stehen, mochte er nicht bestätigen. Dominik Kaiser würde gern Rangnick behalten, „weil er extrem viel Erfahrung hat, sehr ehrgeizig ist und große Autorität ausstrahlt.“ Doch laut Mintzlaff ist klar, dass Rangnick wieder als Sportdirektor arbeiten wird. „Das war so abgesprochen, weil Ralf in dieser Rolle sehr wichtig ist, um die gesamte sportliche Entwicklung nachhaltig zu planen.“

Mintzlaff setzt künftig auf schlankere, effektivere Strukturen, verlangt von seinen Abteilungsleitern die Überprüfung ihre Budgets und Einsparvorschläge. „Wir sind sehr schnell gewachsen, da muss man überlegen, ob nicht gewisse Dinge eingerissen sind und wir bei den Kosten übertrieben haben. Da ist der sportliche Bereich schon weiter als der kommerzielle.“

Der Ex-Leichtathlet versicherte, Rangnick nie ins Fußball-Handwerk hineinzupfuschen. „Wir sind erfolgreich, weil alle wissen, wo ihre Kompetenzen enden.“ Er würde dem Coach höchsten sagen, „dass 14 Millionen für diesen oder jenen Spieler plus zwei Millionen für den Berater zu viel sind.“

Und auch wenn Dominik Kaiser erklärte, dass der Schalker Leroy Sané optimal ins Team passen würde, beschied Mintzlaff diesen Wunsch abschlägig: „Wir sind uns einig, keine verrückten Sachen zu machen und werden keinen Spieler für 40 Millionen holen. Das ist nicht unser Weg.“ Zumal Pep Guardiola Sané zu Manchester City lotsen will.

Für den erkrankten Ralf Rangnick hatten die Rasenballer ihren Vorstands-Vorsitzenden Oliver Mintzlaff und Kapitän Dominik Kaiser in die LVZ-Kuppel entsandt – mehr Chef geht nicht. Und so erfuhren die über 200 Leser beim von Guido Schäfer humorvoll moderierten Abend viel Interessantes – und eine brandheiße News.

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Mintzlaff betonte: „Wir gehen unseren ambitionierten Weg weiter, werden unseren Etat aber in der Bundesliga nicht extrem nach oben schrauben.“ Ein neues, größeres Stadion am Stadtrand zu bauen, sei zwar eine Option, aber es gelte, viele Eventualitäten abzuwägen. „Wir tendieren derzeit dazu, in der Red-Bull-Arena zu bleiben, können ja die Kapazität auf 57 000 Zuschauer erweitern.“

Kaiser hat mit RB schon zwei Aufstiege erlebt. Die Basis: knochenhartes Training, asketische Lebensweise. „Aber es macht Spaß, weil wir erfolgreich sind.“ Den Vorwurf, keinen schönen Fußball zu zelebrieren, wies er zurück: „Unser Spiel hat sich schon deutlich verändert, wir können inzwischen einiges mit dem Ball anfangen.“

Mintzlaff sieht das genauso. „Schönheit bringt keine Punkte, aber die Fans spüren, dass wir uns entwickeln, und wir bieten schon jetzt attraktiven Fußball.“ Das Team habe ein Polster von acht Zählern, besitze die mentale Qualität und den Zusammenhalt für den Aufstieg. Kaiser schwört außerdem auf den Konkurrenzkampf. „Der macht uns so stark. Ich bin gespannt, mit welchem System wir jetzt gegen Braunschweig starten und wer auf die Bank muss.“

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