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Wieder gutes Omen? Dietrich Mateschitz ist Samstag beim Hit RB gegen Hertha dabei

Der Chef schwebt ein Wieder gutes Omen? Dietrich Mateschitz ist Samstag beim Hit RB gegen Hertha dabei

Dreimal ließ sich Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz in der siebenjährigen Vereinsgeschichte von RB Leipzig bisher bei Heimspielen im Stadion blicken. Bei jedem Besuch des Chefs konnten die Roten Bullen gewinnen. Wiederholt sich die Geschichte gegen Hertha BSC?

Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz (r) winkt mit Aufstiegs-T-Shirt und Fanschal von der Tribüne.

Quelle: dpa

Leipzig. Der Blick in die Historie (ja, es gibt schon eine kleine) lehrt: Gegen die Hertha kann für die Rasenballer heute (15.30 Uhr/Sky) eigentlich nichts anbrennen. Denn: ER ist da. DER über allem schwebt. Und – noch – Großteile der Chose ZAHLT. Dietrich Mateschitz, charismatischer Red-Bull-Chef und Selfmade-Milliardär, besucht seine Leipziger Werktätigen. Zum vierten Mal. Wenn das Gesetz der Serie hält, wird RB gewinnen.

Wie immer, wenn DM da ist. Drei Spiele, drei Siege, 6:1 Tore, 113.950 Fans und ein Mateschitz.

19. April 2014: RB schlägt Darmstadt 1:0.

19. April 2016: RB gewinnt 3:1 gegen Bochum.

2. Mai 2016: RB schlägt Karlsruhe und steigt in die Bundesliga auf.

Zwei Hürden für Stadion-Ausbau genommen

17. Dezember 2016? Klar ist: Der 72-Jährige ist heute nur in Sachen Fußball unterwegs, wird das Stadion betreten, aber nicht kaufen und einpacken. Nach LVZ-Informationen sind übrigens zwei Hürden auf dem Weg zu einem Ausbau auf 57 000 Zuschauer genommen. Erstens: Das Thema Schallschutz und Lärmbelästigung wurde von einer Expertenrunde geprüft und einer baulich gangbaren Lösung zugeführt. Und: Die Evakuierungspläne für das Mehr an Zuschauern sind abgesegnet, genügen gewachsenen Ansprüchen.

Zurück zum Match. Bitter für die Freunde & Kuriere von Geifer & Gedöns: Die Fußballer, Trainer und Sportchefs der Duellanten wollen vorm Topspiel nix wissen von Brause, Tradition, 2009 und 1892. Stattdessen: Nahezu staatstragende Konzentration aufs Kerngeschäft Fußball. Und, ja, ein Stich ins Herz des Boulevards: Sie loben einander auch noch für eine aufsehenerregend gut laufende Bundesliga-Saison, geloben dynamische Leibesübungen und anhaltende Gier nach Erfolg.

RB-Coach Ralph Hasenhüttl, 49, hat mit seinen Männern 33 Punkte geholt und Platz zwei eingenommen. Hertha-Ikone Pal Dardei, 40, blickt stolz auf stolze 27 Punkte – und zumindest bis zum Abpfiff der Partie Hoffenheim gegen Dortmund auf Platz drei - im Anschluss noch Vierter, die TSG und der BVB trennten sich am Freitagabend 2:2.

Hasenhüttl und Co. sind wild entschlossen, den Ingolstädter Betriebsunfall zu reparieren. Wobei bei RB Niederlagen im eigentlichen Sinn gar nicht existieren. Man gewinnt oder lernt dazu. In Darmstadt (zehn Niederlagen), Ingolstadt (neun) und Hamburg (acht) haben sie demnach: ausgelernt.

Hertha BSC schläft in einem Hotel in der Leipziger Gottschedstraße.

Quelle: Michael Buchweitz

Dardei und Gefolge wollen fluchtartig weg vom Berliner Geleitschutz, der den Bremern zu einem 1:0-Sieg im Olympiastadion verholfen hatte. Hasenhüttl hofft auf Gala-Form spieltragender Figuren wie Naby Keita und Yussuf Poulsen. Dardei baut insbesondere auf Turbo-Dribbler Mitchell Weiser, 22, der einst auf der sehr, sehr langen Liste von RB Leipzig gestanden haben soll. Und der Coach hat den Vedator – Vedad Ibisevic.

Der Kapitän und achtfache Saisontorschütze, 32, gehört sozusagen zum Leipziger Allerlei. Unter Coach Ralf Rangnick feierte Ibisevic in Hoffenheim eine phänomenale Vorrunde 2008/2009, kam auf 18 Tore, ehe er sich das Kreuzband riss. Beim VfB Stuttgart wurde der Vedator ausgemustert – von RB-Aufstiegsheld Alexander Zorniger. Beraten wird der Stürmer von Andreas Sadlo. Das ist jener Handlungsbeauftragte von Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz, der 2009 die Geburt der Rasenballer eingeleitet hat.

Dass Dardei, Ibisevic und auch Manager Michael Preetz kein Wort über die beim Gegner wirkenden finsteren österreichischen Mächte verlieren, gefällt nicht überall. Für den Geschmack des Berliner Kuriers flattern damit ein paar Friedenstauben zu viel und ein paar Raubvögel zu wenig am Himmel zwischen Berlin und Leipzig. Also raus mit den Greifern. Der Leser-Blatt-Bindung wegen. Und überhaupt. Ist ja auch geschmacklos, was sich da in Leipzig so tut. Die vom Kurier abgedruckte Tabelle für Feinschmecker geht so: 1. Bayern München, 2. Dosenverkauf, 3. Hertha BSC. Und: „Nach Hertha spielt Dosenverkauf bei Bayern.“

Es gibt übrigens ganz wunderbare Kuriere. Zum Beispiel den Kurier des Zaren von Jules Verne.

Guido Schäfer

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