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Zehn Tage zwischen hohen Bergen: RB Leipzig holt sich Feinschliff für die Bundesliga

Saisonvorbereitung Zehn Tage zwischen hohen Bergen: RB Leipzig holt sich Feinschliff für die Bundesliga

Drei Testspiele, bis zu drei Trainingseinheiten pro Tag und die Suche nach einer festen Formation: In Grassau sollen die Weichen für eine erfolgreiche erste Bundesliga-Saison gestellt werden. Die Zukunft von Anthony Jung ist weiter ungewiss.

In Grassau sollen die Weichen für eine erfolgreiche erste Bundesliga-Saison gestellt werden.

Quelle: dpa

Grassau. Das Örtchen Grassau: Nahe des Chiemsees, tief in Bayern, klingt nach Provinz – doch die Bedingungen für die wichtigste Phase der Saisonvorbereitung scheinen perfekt. Immerhin verschlug es in diesem Sommer vor RB Leipzig schon den VfB Stuttgart sowie die Frauen-Fußball-Nationalmannschaft zur Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in die Idylle zwischen den Bergen. Stolz erzählen die Einheimischen, dass sich bereits Manchester City oder Schalke 04 hier ihre Fitness für die nächste Spielzeit holten.

RB-Coach Ralph Hasenhüttl berichtet: „Ich war vor zehn Jahren mit Unterhaching schon einmal hier.“ Das Gelände vor dem herrlichen Panorama der Alpenvorläufer sei allerdings nicht mehr wieder zu erkennen und komplett umgebaut. „Von top Bedingungen“, spricht der 48-Jährige und droht seinen Spielern: „Es wird schon intensiv werden.“ Die gepflegten Trainingsplätze des ASV Grassau liegen nur einen Steinwurf entfernt vom luxuriösen Teamhotel „Golfresort Achenthal“. Dort hausen die Fußballer in Zweier-Wohnungen. „Ich habe die Zimmerbelegung nicht gemacht. Um 11 Uhr ist Nachtruhe, weil der Coach dann ins Bett geht. Da darf auch kein anderer mehr auf sein“, berichtet der zu Scherzen aufgelegte Hasenhüttl. Samt Betreuern sind um die 40 Personen von RB dort untergebracht.

Suche nach der Startelf

Das erste Training stieg am Montag um 16 Uhr und lockte auch ein paar Schaulustige an. Nach zwei freien Tagen am Wochenende arbeitete der Bundesliga-Aufsteiger viel am Ball. Bis zum 10. August erwarten den 26 Spieler umfassenden Kader mehr als 20 Einheiten, bis zu drei pro Tag. Neben dem taktischen und technischen Training auf dem Rasen stehen Lauf-, Kraft- und Stabilitätsübungen auf dem Programm. Coach Hasenhüttl hat auch das ein oder andere Teambuilding geplant. Ein Teil des Betreuerstabs reiste bereits am Freitag nach Bayern, um alle Vorbereitungen zu treffen. 1,5 Tonnen Material kamen aus Leipzig mit nach Bayern – darunter Bälle, Getränke und Eistonnen.

Drei Wochen bleiben bis zum ersten Pflichtspiel im DFB-Pokal bei Dynamo Dresden. Die heiße Phase im Kampf um die Stammplätze ist also eingeläutet. In den drei Testspielen gegen den FC Turin, SD Eibar und FC Liefering will sich Hasenhüttl noch ein paar Eindrücke verschaffen. Im Gegensatz zu den bisherigen vier Partien, in denen nach der Pause komplett gewechselt wurde, kündigt der Coach an: „Wir werden sicher nicht mehr jeweils zwei Halbzeiten mit den Mannschaften spielen. Was aber nicht unbedingt heißt, dass das Rückschlüsse auf eine Stammformation mit sich bringt.“ Eine Mannschaft will er dann eine Stunde spielen lassen und nicht mehr so viel wechseln.

Ob Anthony Jung, der in Verhandlungen mit Hasenhüttls Ex-Verein Ingolstadt steht, dann noch dabei ist, ist ungewiss. „So lange das nicht spruchreif ist, brauchen wir nicht darüber reden“, meinte Hasenhüttl und hielt sich auch zu weiteren Verstärkungen am Montag bedeckt: „Der Kader sollte das Trainingslager schon überstehen. Wenn möglich auch verletzungsfrei. Wir gehen mal davon aus, dass wir mit diesem Kader in die Saison gehen.“

Anne Grimm

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Grassau
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