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Zwei Österreicher sorgen beim Zweitligisten RB Leipzig für Furore

Sabitzer und Ilsanker Zwei Österreicher sorgen beim Zweitligisten RB Leipzig für Furore

Der eine Österreicher dreht nach der EM-Quali richtig auf, der andere Nationalspieler wird von Ralf Rangnick wegen Feierns ein Spiel gesperrt. Am Ende hat der RB-Trainer alles richtig gemacht: Leipzig gewinnt erstmals zu Hause und hält Anschluss an die Spitzengruppe.

Marcel Sabitzer (links, noch im Red Bull Trikot aus Salzburg) und Stefan Ilsanker.

Quelle: dpa

Leipzig. Die beiden Österreicher Marcel Sabitzer und Stefan Ilsanker durchlebten aufregende Tage. Nach der geschafften EM-Qualifikation mit der Fußball-Nationalmannschaft gelang am Freitag mit RB Leipzig gegen den SC Paderborn ein 2:0 und damit der erste Heimsieg der Zweitligasaison. Während sie den internationalen Triumph noch gemeinsam feierten, erlebten beide den Vereins-Erfolg auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Sabitzer steuerte mit seinem Treffer zum 1:0 und einer überzeugenden Vorstellung einen großen Anteil zu den drei Punkten der Sachsen bei. Ilsanker musste die Partie gegen den Bundesliga-Absteiger von der Tribüne aus beobachten. Er hatte nach der Party mit der Nationalmannschaft am nächsten Morgen den Flieger verpasst und war dadurch zu spät beim Training der Leipziger angekommen. Coach Ralf Rangnick sperrte den Defensivspezialisten deshalb intern für das Heimspiel gegen Paderborn. Er selbst stellte sich kleinlaut der Presse. „Sein Teamkollege Marcel hat gezeigt, dass man feiern und trotzdem fit sein kann“, meinte Rangnick.

Die Leistungskurve des Offensivmanns, der gegen Paderborn sein zweites Saisontor erzielte, geht weiter steil nach oben. Sabitzer ist spielerisch im Team angekommen. Von den insgesamt 27 Leipziger Torschüssen am Freitag, nahm er sich selbst mindestens fünf und scheiterte mehrfach nur knapp. „Kein Wunder, er kam nach der Qualifikation mit breiter Brust zurück“, sagte Rangnick. Sabitzer war vor allem von dem Auftritt des ganzen RB-Teams begeistert: „So wie das Spiel verlaufen ist, macht das Lust auf mehr.“ Dabei wollte der Torjäger im Sommer erst gar nicht von Red Bull Salzburg nach Leipzig wechseln und hatte mit den Worten „Ich will mich weiterentwickeln. Und da ist Leipzig in meinem Kopf nicht wirklich drin“, selbst für Schlagzeilen gesorgt. Doch auch für ihn war die Trainer-Personalie Rangnick ausschlaggebend für sein Umdenken. Die große Wahl hätte der Österreicher sowieso nicht gehabt, denn der 21-Jährige hatte von Beginn an einen Vertrag in Leipzig, war nur an Salzburg ausgeliehen. Red Bull umschiffte damals die Ausstiegsklausel Sabitzers bei Rapid Wien, die einen nationalen Transfer nur unter Zustimmung des Clubs und einer frei verhandelbaren Ablösesumme möglich gemacht hätte.

Auch der Schwede Emil Forsberg kam trotz der Niederlage bei der EM-Qualifikation gegen seine beiden Teamkollegen Sabitzer und Ilsanker in bestechender Form von der Nationalmannschaft zurück. Der Stürmer sorgte am Freitag nach einem einstudierten Trick mit einem extrem platzierten Freistoß für das 2:0 und erzielte im sechsten Spiel bereits sein drittes Tor. „Klar ist der Aufstieg unser Ziel. Wenn wir so spielen wie heute, wird alles gut“, sagte der 23-Jährige. Auch Coach Rangnick war nach dem bisher stärksten Saisonspiel zufrieden und meinte: „Es gibt keinen Ersatz für Erfolg, um Selbstvertrauen zu bekommen.“

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