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Zweitliga-Start: Von Leipziger Dominanz bis Paderborner Chaos

Vorausgeschaut Zweitliga-Start: Von Leipziger Dominanz bis Paderborner Chaos

Zwei Wochen nach dem Erstliga-Rückrundenstart geht es auch in der 2. Liga wieder los. RB Leipzig ist quasi schon aufgestiegen und hat sich mit 31 Toren in fünf Testspielen warm geschossen. Für die größte Aufregung sorgte zuletzt Absteiger Paderborn.

Tritt auf die Euphoriebremse und spricht von "15 schweren Spielen": RB-Coach und -Sportdirektor Ralf Rangnick.

Quelle: Picture Point

Leipzig. RB Leipzig hat sich in der Winterpause mit 31 Toren in fünf Testspielen warm geschossen. Die Sachsen wollen keinen Zweifel daran lassen, dass sie der erste Aufsteiger in die Fußball-Bundesliga werden. Freiburg und Nürnberg haben ebenfalls gute Aussichten. In der Abstiegszone geht mit dem 20. Spieltag das Hauen und Stechen weiter. Eine der spannendsten Fragen: Bekommt Effenberg den SC Paderborn in den Griff?

AUFSTIEGSANWÄRTER

RB LEIPZIG: Bei RasenBallsport Leipzig rüstet man für den Aufstieg. Trainer und Sportdirektor Ralf Rangnick verzichtete auf Transfers in der Winterpause, formte stattdessen das Team weiter und schaffte es, den Konkurrenzkampf weiter anzuheizen. Selbst Davie Selke ist nicht mehr gesetzt. Sicher ist man sich in Leipzig trotz des großen Vorsprungs auf einen Nichtaufstiegsplatz aber noch nicht. „Auf uns warten noch 15 schwere Spiele“, sagte Rangnick.

SC FREIBURG: Fünf Siege aus den ersten sechs Spielen der Hinrunde - eine ähnliche Ausbeute beim Start ins neue Jahr erwartet beim SC Freiburg angesichts großer Personalsorgen niemand. Insgesamt acht Profis fehlen gegen Bochum, darunter in Nils Petersen (Außenbandriss) der Topscorer der zweiten Liga. Die Neuzugänge Havard Nielsen und Florian Niederlechner sollen ihn gemeinsam ersetzen.

1. FC NÜRNBERG: Die Euphorie bei den Franken ist groß. Nach einer gelungenen Vorbereitung soll mindestens Relegationsrang drei gehalten werden. Abzuwarten bleibt, ob Zoltan Stieber den zu Schalke 04 abgewanderten Regisseur Alessandro Schöpf ersetzen kann. Eine Schwachstelle bleibt die Position des rechten Außenverteidigers: Fällt Miso Brecko aus, klafft dahinter eine Lücke.

BRANDHERDE

1. FC KAISERSLAUTERN: Nachdem der Traditionsclub dreimal hintereinander die Rückkehr ins Oberhaus verpasst hat, scheint der Aufstieg in weiter Ferne. Der angekündigte Abgang von Vorstandschef Stefan Kunz hat in der Winterpause für viel Wirbel gesorgt. Trainer Konrad Fünfstück darf aber vor dem Heimspiel gegen Union Berlin am Freitag optimistisch sein: In fünf Testspielen in der Winterpause bleib seine Mannschaft ohne Gegentor.

FORTUNA DÜSSELDORF: Auf den letzten Drücker verpflichtete Fortuna Stürmer Nikola Djurdjic (Leihgabe vom FC Augsburg), der zuletzt für Malmö FF spielte. Auch der junge Flügelspieler Charis Mavrias soll helfen, die Sturmflaute beim Tabellen-15. zu beheben. Zudem hat der neue Trainer Marco Kurz bei seinem Debüt am Samstag gegen Heidenheim nach der Rückkehr einiger Langzeitverletzen mehr Optionen.

SC PADERBORN: Stefan Effenberg geht trotz der Affäre um den ehemaligen SC-Profi Nick Proschwitz und des Ultimatums von Clubchef Finke selbstbewusst in das Duell mit Sandhausen. Die Voraussetzungen für den ersten Sieg seit dem 24. Oktober sind jedoch suboptimal. Kapitän Marvin Bakalorz riet allen Beteiligten, einen Schlussstrich zu ziehen: „Das darf nicht mehr in unseren Köpfen stecken.“ Die Wintertransfers Robin Krauße und Nicklas Helenius spielen in den Planungen für die Partie noch keine Rolle.

TSV 1860 MÜNCHEN: Die Hoffnungen ruhen auf Trainer-Routinier Benno Möhlmann. Der 61-Jährige besitzt im Abstiegskampf riesige Erfahrung, unter anderen mit Jan Mauersberger und Sascha Mölders dürfte der Kader an Reife gewonnen haben. Ein Unruheherd bleibt Hasan Ismaik. Der Investor ist für die „Löwen“ finanziell überlebenswichtig, zugleich aber immer für Schlagzeilen gut.

MSV DUISBURG: Der Tabellen-Letzte hat schon fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Die Winter-Neuzugänge Baris Özbek, vor allem der portugiesische Stürmer Tomané sollen die schwache Offensive beleben. Schon das erste Spiel am Montag in Bielefeld wird richtungsweisend. Torhüter Michael Ratajczak glaubt, dass 25 Punkte aus den restlichen 15 Spielen für den Klassenverbleib notwendig sind - eine Herkulesaufgabe. Martin Dausch fällt wegen Hüftbeschwerden länger aus.

Britta Körber

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