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Auftakttraining bei RB Leipzig mit vier Neuen – Garbuschewski wird kein Bulle

Auftakttraining bei RB Leipzig mit vier Neuen – Garbuschewski wird kein Bulle

Leipzig. Gerade zwei Wochen hatten die Spieler von RB Leipzig Urlaub. Am Dienstag ließ Trainer Alexander Zorniger seine Männer zum ersten Training für die dritte Liga antreten.

Nur der Brasilianer Thiago Rockenbach da Silva und der Schweizer Fabio Coltorti durften zusätzliche freie Tage in der Heimat verbringen.

Gleich nach der ersten Einheit und einem gemeinsamen Mittagessen ging es ab in ein zweitägiges Lauftrainingslager nach Bad Blankenburg in Thüringen. Bereits am vergangenen Wochenende mussten sich alle Spieler Blut für einen Laktattest abnehmen lassen. „Den haben wir ausgewertet und arbeiten jetzt daran, dass alle wieder ein besseres Niveau erreichen“, sagte Zorniger. Klagen über die kurze Erholungsphase lässt der Coach nicht gelten. „Es ist einfacher nach dem Gewinn des Triples schon nach zwei Wochen wieder einzusteigen als ohne Titel nach vier Wochen“, erklärte er.

RB sortiert fünf Spieler aus

Fünf Spieler aus der vergangenen Saison hat der Verein aussortiert. Marcus Hoffmann, Patrick Koronkiewicz, Paul Schinke und Umut Kocin müssen sich einen neuen Verein suchen, dürfen aber vorerst weiter mit der zweiten Mannschaft trainieren. Zurück in die U 23 wechselt Tom Nattermann.

Drei neu verpflichtete Spieler waren dafür am Dienstag beim Training dabei. Der ehemalige Hoffenheimer Stürmer und U-19-Nationalspieler Denis Thomalla übte bereits mit seinen neuen Kollegen. Die noch angeschlagenenen Tobias Willers (Meniskusglättung) und André Luge (Innenbandverletzung) mussten am Spielfeldrand eine Extraeinheit absolvieren. „In zwei Wochen will ich wieder richtig einsteigen, sagte der frühere Kapitän der Sportfreunde Lotte, der im entscheidenden Relegationsspiel mit RB ins eigene Tor traf und Leipzig somit den Weg in die dritte Liga ermöglichte. Nach der Verkündung seines Wechsels hätten ihm schon ehemalige Mannschaftskollegen einige Worte mit auf den Weg gegeben. „Das war aber alles nicht so ernst gemeint“, so der 26-Jährige, der auch bei den Roten Bullen eine Führungsrolle einnehmen will. Zorniger traut ihm das zu. „Das ist ein brutaler Leader“, meinte er.

Der Zwickauer Luge macht aus seinen Plänen mit den Leipzigern kein Geheimnis. „Wir haben hier eine Mission zu erfüllen und die heißt Aufstieg. Alles andere wäre Quatsch“, verkündete der 22-jährige gebürtige Chemnitzer. Worte, die sein Trainer nicht wiederholen will. „Das Aufstiegsthema gibt es für mich im Moment nicht“, versicherte Zorniger.

Papadimitriou trainiert schon mit

Der Fußballlehrer bastelt zunächst weiter an seinem Kader. Beim Auftakttraining durfte der Grieche Christos Papadimitriou mitspielen. Der 19-jährige Stürmer von AEK Athen soll mit seinem explosiven Antritt die linke Außenbahn dominieren. Vorstellen wollten die Leipziger ihr neues Juwel aber noch nicht. Im Prinzip seien sich beide Seiten einig, es fehlten allerdings noch einige Papiere. Papadimitriou gilt als eines der größten griechischen Talente, spielte in den Nachwuchs-Nationalmannschaften seines Landes und bestritt schon einige Erstligaspiele mit AEK. Der Hauptstadt-Club stieg allerdings gerade als Vorletzter ab und stellte einen Insolvenzantrag. Der Neustart erfolgt nun in der dritten griechischen Liga, keine Perspektive für Papadimitriou. Er soll nicht der letzte Neuzugang bleiben.

Garbuschewski kein Thema

„Wir haben noch ein paar auf der Liste“, so Zorniger. Der hoch gehandelte Ronny Garbuschewski von Fortuna Düsseldorf gehört nicht dazu. „Das ist ein toller Fußballer“, findet auch Zorniger, passe aber mit seinen 27 Jahren nicht zur RB-Philosophie. Die Spieler sollen in Leipzig den nächsten Schritt in ihrer Karriere machen. Für einen Erstligaprofi sei das schwierig. Wie beim Magdeburger Fabio Vitteriti hätten offenbar auch bei Garbuschewski Berater dessen Namen als mögliche RB-Verpflichtung in Umlauf gebracht, um den Markt in Unruhe zu versetzen, heißt es bei den Bullen.

In der kommenden Woche soll der Rahmenspielplan für die dritte Liga stehen. Rasenballsport  wünscht sich zum Auftakt ein Auswärtsspiel. Nach dem Konzert von Bruce Springsteen am 7. Juli im Stadion müssten noch einmal Teile des Rasens ausgetauscht werden. Eine Woche mehr Pause tue dem Grün gut.

Unverändert gefragt sind die Jahreskarten bei RB. Am Montag bildete sich vor dem Fanshop am Neumarkt eine lange Schlange. Mehr als 1000 Tickets wurden bereits verkauft. Spieler wie Daniel Frahn und Christian Müller verkürzten den Anhängern die Wartezeit, schrieben Autogramme und verteilten Getränke. Der Vorverkauf für das Pokalspiel gegen den FC Augsburg beginnt am 1. Juli.

Matthias Roth

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