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"Aus einem Kämpfer wird kein Diego" - RB-Keeper sieht Parallelen zur vergangenen Saison

"Aus einem Kämpfer wird kein Diego" - RB-Keeper sieht Parallelen zur vergangenen Saison

Zeit ist ein Wort, dass bei RB-Trainer Tomas Oral derzeit eine bedeutende Rolle einnimmt. „Es ist nur eine Frage der Zeit, wann bei uns der Knoten platzt“, glaubt der Übungsleiter des Regionalliga-Aufsteigers.

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Sieht Parallelen zur vergangenen Saison: RB-Torhüter Sven Neuhaus.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Auch ein erneuter Punktverlust wäre für ihn noch kein Grund zur Panik. „Wenn wir es diese Woche nicht schaffen, dann in der nächsten Woche oder der Woche danach“, sagt der Coach. Er zumindest habe die Geduld dafür. Am Sonnabend spielt der Ligafavorit gegen die zweite Mannschaft von Hannover 96.

Die Niedersachsen sind mit einer Niederlage gegen Wilhelmshaven und einem Sieg gegen Oberneuland in die Saison gestartet. „Die arbeiten gut gegen den Ball und sind taktisch diszipliniert“, schätzt Oral den Gegner ein.

Mit Neuzugang Lars Fuchs haben die Hannoveraner zudem den besten Torschützen des 1. FC Magdeburg aus der vergangenen Saison in ihren Reihen. Der Stürmer erzielte in der vergangenen Spielzeit 16 Treffer für die Bördeländer, unterschrieb im Sommer dann für drei Jahre bei den Norddeutschen. Oral beeindruckt die Serie wenig. „Was war, interessiert mich nicht“, sagt er. Einen „Wachhund“ wolle er für den Angreifer deshalb nicht abstellen.

„Wir freuen uns auf das Spiel, kommen als Ausbildungsteam nach Leipzig“, so 96-Trainer Andreas Bergmann. Er baue derzeit eine neue Truppe auf. Zwölf Aktive hätten seine Mannschaft verlassen, neben Fuchs seien allein aus Hannovers A-Jugend neun Spieler hinzugekommen. Mit einem Altersdurchschnitt von knapp über 20 Jahren sei seine Elf in diesem Jahr extrem jung.

Das Projekt RB verfolgt Bergmann mit Interesse. „Leipzig hat sicher höherklassigen Fußball verdient“, meint er. Wenn auch das Umfeld mit dem Nachwuchs gesund wachse, sei es legitim für den Fußball viel Geld in die Hand zu nehmen. Er freue sich jedenfalls auf die Partie in der Red-Bull-Arena.

Bergmanns Kollege Oral hat vor dem Anstoß um 13.30 Uhr wieder die Qual der Wahl. Bis auf Sebastian Albert, der nach einer Muskelverhärtung nur ein leichtes Lauftraining absolvieren konnte, sind alle Spieler fit. Hoffnung auf einen Einsatz macht sich nach seinem Nasenbeinbruch auch wieder Mittelfeldakteur Daniel Rosin. „Er hat in den letzten 10 bis 14 Tagen trainiert wie wir das von ihm gewohnt sind“, sagt der Trainer. Rosin sei einsatzbereit.

Nach den Punkteteilungen gegen Türkiyemspor und Braunschweig II müssten seine Kicker cleverer agieren, um nun den ersten Sieg zu feiern. Vor allem die jungen Spieler dürften keine weichen Knie bekommen, wenn der Gegner sich auch Chancen erarbeite.

„Wir sind vom Saisonstart enttäuscht“, berichtet RB-Torhüter Sven Neuhaus über die Stimmung im Team. Mehr will er über die Befindlichkeiten nicht sagen. Der Keeper sieht Parallelen zur vergangenen Saison, als RB ebenfalls der große Meisterschafts-Favorit war und in den ersten Partien nicht überzeugte. „Da hatten wir mit dem Spiel gegen Bautzen unser Knallerlebnis, danach ging die Post ab“, so Neuhaus. Die Partie gegen Budissa verlor RB damals am fünften Spieltag mit 0:1. Der Torwart hofft aber, dass in dieser Spielzeit nicht erst eine Niederlage die Mannschaft auf den Erfolgsweg steuert.

Ein mögliches Problem der Neuzugänge kennt Neuhaus aus eigenem Erleben – die Eingewöhnung in eine unteren Liga. Der Gegner werde dort leicht unterschätzt, die eigenen Stärken manchmal überbewertet. „Wenn ich immer ein Kämpfer war, bin ich auch in der 5. Liga kein Diego“, erklärt Neuhaus.

Die kurzfristige Verstärkung auf seiner Position mit Christopher Gäng von Hertha BSC sieht der Stammtorwart gelassen. „Das ist ein guter Junge, der menschlich zu uns rein passt“, so Neuhaus. Weitere Gedanken mache er sich nicht.

Nicht auszuschließen ist, dass Neuhaus bald noch einen weiteren neuen Mannschaftskameraden erhält. Bedarf hat RB auf der linken Seite ausgemacht. „Wenn der Markt noch etwas hergibt, müssen wir darüber nachdenken“, sagt Trainer Oral. Konkrete Verhandlungen führe der Verein aber derzeit nicht.

Matthias Roth

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