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Auswärtsspiel: Leipzigs Bullen wollen drei Punkte bei jungen Wölfen

Auswärtsspiel: Leipzigs Bullen wollen drei Punkte bei jungen Wölfen

Die Stimmung bei Fußball-Regionalligist RB Leipzig ist vor dem Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten VfL Wolfsburg (10. April, 13.30 Uhr) blendend. Ein seltener Fall: Es wurde bei einer Pressekonferenz gescherzt.

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Stimmungswandel: Tomas Oral ist derzeit bestens gelaunt.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Mittelfeld-Ass Thiago Rockenbach da Silva wurde gefragt, ob er das Verfolger-Duell zwischen seinem ehemaligen Verein RW Erfurt und Dynamo Dresden (3:1 für RWE) gesehen habe? Gesehen zwar nicht, gab der Brasilianer zu, aber er habe sich gefreut, dass RWE gewonnen habe. „Und ich hoffe, dass sie noch den Aufstieg schaffen."

RB-Trainer Tomas Oral blickte zum neuen Pressesprecher Enrico Bach, der bis vor kurzem noch für Dynamo gearbeitet hatte, und fragte mit einem Lächeln: „Enrico, hast Du das Spiel gesehen?" Bach biss sich auf die Lippen. Allgemeines Gelächter. „Hat noch jemand Fragen zu RB Leipzig?", fragte der neue Mann aus der Landeshauptstadt kurz darauf.

Nach der Siegesserie der letzten Wochen und dem gewonnenen Pokal-Derby gegen den FC Sachsen herrscht bei den roten Bullen eitel Sonnenschein. Und so soll es für die Rasenballer auch bleiben. Regisseur Rockenbach da Silva gab die Marschrichtung vor: „Wir wollen keinen Punkt mehr verschenken. Wir wollen alle restlichen Spiele gewinnen." Der Wille dazu sei in der Mannschaft da. Auch Oral forderte unmissverständlich drei Punkte aus dem Spiel beim derzeitigen Tabellen-Zweiten.

„Wir haben noch ein Wörtchen mitzureden bei der Vergabe der vorderen Plätze", sagte Oral. Was nach den Aussagen der RB-Verantwortlichen in den letzten Wochen bedeutet, dass Trainerstab und Mannschaft noch Motivation zeigen, um bestenfalls nach Rang zwei zu greifen. Den Aufstieg hatten Oral, Sportdirektor Thomas Linke und Co. angesichts des großen Punkte-Vorsprungs von Tabellenführer Chemnitz bereits vor Wochen ad acta gelegt.

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Lorenz-Günther Köstner, Trainer der zweiten Mannschaft des VfL.

Quelle: dpa

„Das hätte ich nicht gemacht", sagte VfL-Trainer Lorenz-Günther Köstner gegenüber LVZ-Online. „Aber vielleicht haben sie intern dieses Ziel auch noch nicht aufgegeben." So leicht schenke man einen Aufstieg nicht her. Den Kampf um den Titel bis zum Ende zu führen, gehöre für ihn zur Ausbildung junger Spieler, machte er deutlich. Die jungen Wölfe stehen nur sechs Zähler hinter dem CFC, haben seit der Winterpause kein Spiel verloren.

Allerdings muss Trainer-Fuchs Köstner zwei seiner Talente an die erste Mannschaft unter Felix Magath abgeben, die am Wochenende auf Schalke antritt. Abwehrmann Michael Schulze und Robin Knoche von der U19 reisen nach Gelsenkirchen. Für Köstner stellt das kein Problem dar: „Das ist doch gut für die Jungs, so können sie Erfahrung sammeln." Dem Übungsleiter fehlt aber zudem Routinier Sebastian Schindzielorz, der früher für den 1. FC Köln und Bochum in der Bundesliga auflief.

Auch Tomas Oral fehlen erfahrene Männer. Timo Rost und Nico Frommer trainieren zwar wieder, für sie kommt die Spitzenpartie aber genauso zu früh wie für Maximilian Watzka, der laut Oral „die nächsten Wochen nicht zurückkehren wird". Bei Thomas Kläsener müsse man noch abwarten. Er plage sich mit Schleimbeutelproblemen. Der Abwehrrecke musste im Duell mit den Sachsen am vergangenen Mittwoch aufgrund von Schmerzen nach zehn Minuten den Platz verlassen.

Für den RB-Übungsleiter scheinen das keine großen Probleme zu sein. Er sieht eher das Positive der vergangenen Wochen. Seine Mannschaft habe einen „Riesensprung nach vorn" gemacht, lasse in der Defensive nicht mehr viel zu. Und sie sei geschult in der „großen Kunst, Geduld zu haben", wenn es gegen tief stehende Gegner gehe. Eine Tugend, die die Bullen gegen die Wölfe gebrauchen können. Denn die lassen laut Oral in der Abwehr auch wenig zu.

Michael Dick

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