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Bei Hannover 96 abgeguckt: Havelse will mit Tempofußball RB Leipzig ärgern

Bei Hannover 96 abgeguckt: Havelse will mit Tempofußball RB Leipzig ärgern

Mit einem Auge schaut André Breitenreiter immer rüber nach Hannover in die AWD-Arena. „Was Trainer Mirko Slomka dort macht ist schon klasse“, sagt der Trainer von Regionalligist TSV Havelse.

Leipzig/Hannover. Der Überraschungsdritte in der Fußball-Bundesliga habe einen klaren Plan, die Mannschaft funktioniere als Team. „Das ist ein Schlüssel für uns im Kleinen“, meint der frühere Bundesligaprofi, der nach eigenen Worten noch immer 96er im Herzen ist.

Am Mittwoch will Breitenreiter mit seiner Mannschaft die Gäste von RB Leipzig ärgern und dabei keinen Schönheitspreis gewinnen. „Fußball spielen brauchen wir da gar nicht erst, das geht nur über mannschaftliche Geschlossenheit“, meint der Coach. Einer Mannschaft, die die Erfahrung von rund 1000 Bundesligaspielen mitbringe, ständen seine bis 17 Uhr tätigen Vollzeitarbeiter gegenüber. „Über die individuelle Klasse von RB brauchen wir deshalb gar nicht reden“, so Breitenreiter.

Beobachtet hat er die Bullen nicht, die meisten Spieler kenne er ohnehin ganz genau. „Mit Ingo Hertzsch habe ich beim HSV noch kurze Zeit zusammen gespielt“, sagt Breitenreiter. Obwohl der Übungsleiter die Favoritenrolle klar den Gästen zuschiebt, hat sich bei den Rand-Hannoveranern aus Garbsen seit Jahresbeginn viel getan. Breitenreiter übernahm da das Amt von Jürgen Stoffregen, der die Niedersachsen zuvor sieben Jahre betreute. Hatte der TSV bis dahin aus 16 Spielen gerade elf Punkte gesammelt, sind unter dem neuen Coach nach fünf Partien sieben weitere Zähler hinzugekommen. Meuselwitz  bekam den frischen Wind am vorvergangenen Wochenende bei der 1:3-Niederlage zu spüren.

Havelse ist für den 37-Jährigen die erste Trainerstation. Als Lehrgangsbester machte er 2009 mit ehemaligen Profis wie dem früheren Schalker Jörg Böhme die A-Lizenz. „Kompakt stehen, gut gegen den Ball arbeiten, schnell umschalten“, sind Breitenreiters Erfolgsrezepte.

Während er sportlich noch auf den Klassenerhalt hofft, müssten die Strukturen in Havelse weiter verbessert werden. „Wir haben einen Etat von 350.000 Euro, das verdienst doch bei RB ein Spieler allein“, glaubt Breitenreiter. Und neue Sponsoren sind derzeit kaum zu gewinnen. „Die gehen doch für zwei VIP-Tickets im Moment lieber als Nummer 500 zu Hannover 96“, so der frühere Stürmer. Er hofft aber auch bei Wirtschaftsfragen auf Impulse aus der Landeshauptstadt. „Wir tauschen uns ständig auf ganz kurzem Weg aus“, so Breitenreiter.

Matthias Roth

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