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DFB-Pokal: RB Leipzig verliert vor Rekordkulisse unglücklich gegen Augsburg

DFB-Pokal: RB Leipzig verliert vor Rekordkulisse unglücklich gegen Augsburg

Die Wölfe (VfL Wolfsburg) hatten sie bereits zum Heulen gebracht. Mit dem FC Augsburg sollte der nächste Bundesligist eine Pokalschlappe erfahren. Allerdings blieb RB Leipzig trotz starker Leistung der zweite Clou verwehrt.

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RB Leipzigs Umut Kocin (r.) im Zweikampf mit Marco Thiede vom FC Augsburg.

Quelle: GEPA pictures Sven Sonntag

Leipzig. Der Regionalligist verlor am Dienstagabend in der zweiten Runde des DFB-Pokals mit 0:1 (0:0). Dennoch gab es für die Roten Bullen etwas zu feiern: Mit 34.341 Zuschauern verzeichnete RB in der Arena einen Vereinsrekord.

„Wenn Daniel Frahn in der elften Minute die riesige Chance verwertet hätte, wäre es hier vielleicht noch anders ausgegangen“, ärgerte sich RB-Coach Peter Pacult, der mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden war. „Wir haben alles gegeben, aber es hat nicht gereicht.“

Das Aus für die Messestädter – es wog umso schwerer, waren die Leipziger gerade in der ersten Halbzeit die aktivere Mannschaft. Der Regionalligist erarbeitete sich mehr Torschüsse, setzte die besseren Akzente. Dagegen hatten die Gäste aus Augsburg Probleme, bis vor das Tor der Hausherren zu kommen. Schafften sie es doch, landeten die Schüsse alle direkt in Pascal Borels Händen.

RB-Spieler Timo Röttger war enttäuscht ob der unnötigen Niederlage. „Für einen Bundesligisten ist Augsburg wenig eingefallen. Spielerisch kam da wenig“, sagte der Leipziger Angreifer. „Der einzige Unterschied zu uns war, dass sie das Tor gemacht haben."

Auch FCA-Trainer Jos Luhukay musste zugeben: „Ein Klassenunterschied war heute nicht zu erkennen. So ehrlich bin ich.“ Dennoch hätten sich in seinen Augen die Teams zu viele Fehler geleistet. „Aber das ist der Pokal. Hier ist nicht entscheidend, ob man hervorragenden Fußball spielt, sondern nur das Weiterkommen“, so der FCA-Coach.

Man merkte den Gästen an, dass sie nicht eingespielt waren. Denn Jos Luhukay ließ mit Lorenzo Davids lediglich einen Spieler in der Anfangsformation der Augsburger auflaufen, der auch in der Bundesliga gegen Bremen begonnen hatte. Überhaupt entschied sich Luhukay, munter durchzuwechseln. Mit Daniel Baier, Uwe Möhrle und Sascha Mölders waren gleich drei etatmäßige Spieler erst gar nicht im Kader der Schwaben. „Ich habe meine Entscheidung wohl überlegt. Wir haben keinen festen Stammspieler. Und wer meine Philosophie kennt, der weiß: Ich bin immer für eine Überraschung gut“, sagte der Niederländer nach dem Spiel.

RB-Coach Peter Pacult ließ Daniel Frahn zunächst als einzigen Stürmer kicken. Dieser hatte in der elften Minute die erste große Chance für die Leipziger. Timo Röttger, der sich auf der rechten Seite durchgesetzt hatte, sah den freistehenden Kapitän. Der Dreifachtorschütze gegen Wolfsburg nahm den Ball aus neun Metern volley an, schoss jedoch übers Tor.

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RB Leipzigs Trainer Peter Pacult auf dem Weg zur Bank, wenige Minuten vor Beginn des DFB-Pokalspiels gegen den FC Augsburg.

Quelle: Christian Nitsche

Nach dem Seitenwechsel schalteten die Leipziger für wenige Minuten einen Gang zurück. Die Folge: In der 59. Minute kam Augsburg zur ersten richtigen Tormöglichkeit. Hier verfehlte der Ball noch den Kasten. Drei Minuten später musste Pascal Borel jedoch hinter sich greifen. FCA-Spieler Tobias Werner leitete einen Konter auf Daniel Brinkmann ein. Der ließ sich zwar abdrängen, wartete jedoch den richtigen Moment geschickt ab und schoss Borel den Ball durch die Beine. „Wir haben vorher wenig zugelassen. Da ist so ein Kontertor doppelt bitter“, ärgerte sich Timo Rost.

Trotz des Rückstandes spielte Leipzig weiter auf Augenhöhe, kam in der Schlussphase förmlich im Minutentakt zu Tormöglichkeiten – doch ein Treffer blieb den Roten Bullen verwehrt. „Wir haben gesehen, mit welcher Begeisterung die Mannschaft in den letzten 20 Minuten spielen kann“, sagte Peter Pacult, der überwältigt war, wie die knapp 35.000 Zuschauer seine Mannschaft nach vorne gepeitscht hatten. „Wir haben es Augsburg schwer gemacht, haben giftig gespielt, sind stark in den Zweikämpfen gewesen. Aber uns hat die Zielstrebigkeit vor dem Tor gefehlt“, sagte Timo Rost enttäuscht.

Die fehlende Zielstrebigkeit soll am Sonntag wett gemacht werden, wenn es in der Regionalliga gegen Meuselwitz geht. „Wenn wir mit so viel Leidenschaft wie im Pokal auftreten, dann kann sich der Gegner warm anziehen“, kündigt Daniel Frahn an.

Statistik:

RB Leipzig: Borel – Ernst, Rost (74. Kammlott), Rockenbach da Silva, Frahn, Schulz (81. Schinke), Kocin, Röttger, Franke, Heidinger (64. Kutschke), Mueller

FC Augsburg: Amsif – Verhaegh, Sankoh, DE Roeck, Rafael (64. Oehrl), Werner, Kapllani, Sinkala, Brinkmann, Davids, Thiede (84. Langkamp).

Tore: 0:1 Brinkmann (62.)

Zuschauer: 34.341

Anne Kunze

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