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Dämpfer für RB Leipzig: Bullen spielen nur Unentschieden gegen Magdeburg

Dämpfer für RB Leipzig: Bullen spielen nur Unentschieden gegen Magdeburg

Fußball-Regionalligist RB Leipzig hat am Sonntag einen leichten Rückschlag im Rennen um den Aufstieg in die dritte Bundesliga hinnehmen müssen. Im Ost-Derby gegen den überraschend starken FC Magdeburg kamen die Bullen nicht über ein 1:1 hinaus.

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RB Leipzigs Timo Röttger (l.) köpft im Spiel gegen den FC Magdeburg am 18.09.2011

Quelle: GEPA pictures Sven Sonntag

Leipzig. Die Gäste aus Magdeburg präsentierten sich von Beginn an als ebenbürtiger Gegner – gute Übersicht, bissiges Zweikampfverhalten, feine Technik. Mit Angreifer Denis Wolf hatten die Magdeburger zudem einen Mann in ihren Reihen, der ständig für Unruhe sorgte. Wolf war es auch, der das erste Mal für Gefahr vor dem Tor von Leipzig Schlussmann Pascal Borel sorgte. Nach zwölf Minuten setzte er sich im Zweikampf gegen Tim Sebastian durch, scheitert aber aus kurzer Distanz am Keeper.

Probleme hatten die Bullen auch im Offensivspiel: zu wenig Bewegung, zu viele Fehlpässe. So war es symptomatisch, dass ihre erste Chance der Gegner ermöglichte. In der 21. Minute schnappte sich Kapitän Daniel Frahn einen als Rückpass zum Torwart gedachten Ball der Magdeburger. Der zuletzt so treffsichere Stürmer konnte sich im eins gegen eins jedoch nicht gegen Schlussmann Matthias Tischer durchsetzen. „Ich hätte besser gleich schießen sollen“, sagte Frahn nach Spielende. In solchen Situationen gebe es nur Ausspielen oder Schießen – und er habe sich für die falsche Variante entschieden. Bullen-Coach Peter Pacult zeigte sich wegen der vergebenen Chance verschnupft: „Wenn uns ein Geschenk vor die Füße gelegt wird, sollten wir uns das nicht wegnehmen lassen.“

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Leipzig. Das Spiel von RB Leipzig gegen den VFC Plauen (Sonntag, 13.30 Uhr) hat noch nicht einmal angefangen, da gibt es bereits im Vorfeld Unruhen. Die Plauener Fangruppierung „Subkultura1903“ hat vor, die Partie in der Red-Bull-Arena zu boykottieren. Grund sind „die Vorkommnisse vom letzen Spiel, als unsere Fans von den Ordnern angegriffen wurden“, erklärt VFC-Präsident Wilfried Hub.

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Kurz nach Frahns Chance fasste sich Verteidiger Christian Müller ein Herz und spielte am Strafraum zwei Gästespieler aus. Sein Schuss ging jedoch knapp links am Tor vorbei. Nach einer halben Stunde vergab zunächst Frahn eine Kopfballchance, bevor Magdeburg auf der Gegenseite zuschlug: Nach Zuspiel von Tobias Becker vollstreckte der Pole Dawid Krieger aus kurzer Distanz. Im Anschluss bemühte sich der Tabellenführer um den Ausgleich. Bastian Schulz scheiterte jedoch am Schlussmann, Frahn stand bei seinem Tor im Abseits. Vor dem Pausenpfiff versuchte es Tom Geißler mit einem Freistoß aus gut 20 Metern, doch auch diesen Ball parierte der gute Keeper vom FCM.

Den ersten Aufreger gab es zehn Minuten nach dem Seitenwechsel. Nach schöner Kombination warf sich Magdeburgs Friebertshäuser in den Schuss von Frahn. Handspiel wurde reklamiert, doch Schiedsrichter Babak Rafati entschied: weiterspielen.

Die Leipziger nahmen jetzt das Heft in die Hand, spielten flüssiger und druckvoller nach vorne. In der 57. Minute bekam Timo Röttger den Ball an der Strafraumgrenze und verwandelte ohne Mühe zum Ausgleich. Dann scheiterte Frahn erst mit seinem Kopfball (60.) und später am Bein des Gegenspielers (67.). „Uns hat heute das Glück vorne gefehlt“, sagte Frahn.

Danach verflachte das Spiel wieder etwas. RBL-Trainer Peter Pacult reagierte und brachte eine viertel Stunde vor Schluss Stürmer Carsten Kammlott für Mittelfeldmann Bastian Schulz, der einige gute Aktionen hatte. Zunächst bekamen jedoch die Gäste die Möglichkeit zur Führung. Pascal Borel parierte den Schuss von Tobias Becker. Kurz vor Schluss klärten die Magdeburger bei einer Torversuch von Rockenbach da Silva auf der Linie. Letztlich investierten die Bullen zu wenig, um die stabile Defensive des FCM zu knacken. So blieb es beim Unentschieden.

Für Frahn ist das 1:1 „kein Grund zum Rumheulen“. Es gebe schließlich noch ein paar Spieltage und sie seien noch keine zehn Punkte weg vom Aufstiegsplatz. Verteidiger Fabian Franke schlug ähnliche Töne an. „Wir müssen nächste Woche wieder in die Spur finden“, forderte er. Heute habe das Glück gefehlt gegen Magdeburger, die ständig hinten drin standen. Das schnelle Spiel in die Spitze habe nicht so gut funktioniert wie noch gegen Lübeck.

Für Magdeburgs Vorlagengeber Tobias Becker wäre sogar noch mehr drin gewesen. „Mit ein bisschen Glück gewinnen wir hier. RB war nach dem Rückstand zwar bemüht, aber so richtig zwingend waren ihre Aktionen nicht. Deshalb geht das Unentschieden in Ordnung.“

Zufrieden war auch Magdeburgs Coach Wolfgang Sandhowe: „Unsere taktische Marschroute, das Spielsystem auf ein 4-4-2 umzustellen, ist aufgegangen. Wir haben die Außenspieler von RB Leipzig gut gedoppelt, auch wenn Rockenbach da Silva immer gefährlich blieb.“ Zudem habe sein Team durch schnelle Konter offensive Nadelstiche setzen können.

Peter Pacult hatte dieser Einschätzung seines Trainerkollegen wenig hinzuzufügen: „Die erste Hälfte ging an den FCM, die zweite an RB. Die Punkte sind gerecht geteilt.“ Was anders war als im Spiel gegen Lübeck wollte ein Journalist noch wissen. Pacult sagte nur: „Jedes Spiel ist anders.“

Statistik:

RB Leipzig – FC Magdeburg: 1:1 (0:1)

Tore: 0:1 Krieger (30.), 1:1 Röttger (57.).

RB Leipzig:

Borel - Müller, Sebastian, Franke, Kocin – Schulz (Kammlott, 75.), Geißler – Röttger (Heidinger, 81.), Rockenbach - Kutschke, Frahn

FC Magdeburg:

Tischer - Neumann, Friebertshäuser, Hackenberg, Lenk - Bauer, Henkel – Wolf (Georgi, 77.), Becker, Scharlau (Wright, 90.) - Krieger (Köhne, 84.)

Schiedsrichter: Babak Rafati (Hannover)

Zuschauer: 9789

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Robert Berlin

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