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Eisfußball zwischen Icefighters und RB Leipzig begeistert 1200 Zuschauer

Eisfußball zwischen Icefighters und RB Leipzig begeistert 1200 Zuschauer

Leipzig. „Spielen wir Fünf gegen Fünf oder Sechs gegen Sechs?“, fragte RB-Trainer Peter Pacult kurz vor dem „Match“ seine Leute.

Wem es bis dahin noch nicht klar war, der wusste spätestens jetzt Bescheid: Das hier soll ein Spaß werden. Ein solcher wurde das Eisfußball-Match der Icefighters gegen die RB-Kicker auch.

Viel Gaudi, hübsche Einlagen, großartige Stimmung bei 1200 Zuschauern und erst recht bei den Protagonisten: Der Eishallen-Neubau-Promotion-Sonntag wurde ein Erfolg. Auch finanziell: Mehr als 10000 Euro gingen allein an Spenden für den Neubau ein. „Wir sind überaus zufrieden. Unsere Erwartungen wurden übertroffen, sowohl was die Zuschauerzahl angeht als auch das finanzielle Ergebnis“, bilanzierte Icefighters-Geschäftsführer André Krüll strahlend.

 Spaß hatten Eishockey-Cracks und Fußballer gleichsam. „Total lustig, eine wunderbare Abwechslung“, fand Icefighter Jens Müller. „Eine geile Stimmung. Ich hatte nur ein paar Probleme mit der Standfestigkeit“, erzählte RB-Kicker Timo Rost grinsend. Eine Halbzeit wurde in Pantoffeln (!) mit Schläger und Tennisball gespielt, die andere in Turnschuhen und (Soft-)Fußball. Dass die Eishockey-Cracks 11:7 gewannen, geriet zur Randnotiz und nahm niemand ernst.

Oder doch nicht? „Die Niederlage ist sehr deprimierend, das wird im Training Konsequenzen haben“, sagte RB-Geschäftsführer Wolfgang Loos augenzwinkernd um etwas ernster anzufügen: „Wenn das im Jahr 2012 unsere einzige Niederlage bleibt, bin ich zufrieden.“ RB war komplett vor Ort, alle Spieler standen wenigstens einmal auf dem Eis. Das sei so gewollt gewesen, erklärte Loos und begründete, warum sein Verein den Spaß mitgemacht hat: „Mit dieser Aktion wollten wir etwas für Leipzig und etwas für die Icefighters tun.“

 Und für den Hallenbau, der vielen Fans am Herzen liegt. Knapp 100 Anhänger zeichneten die gestern erstmals präsentierten „Arena Stars“, in allen drei Kategorien (500, 200 und 50 Euro). Auch an anderer Stelle wird mobil gemacht. Der Leipziger Bundestags-Abgeordnete Thomas Feist war in der Halle, er will Kontakte knüpfen und Fördermöglichkeiten eruieren. Gestern brachte er den russischen Generalkonsul Wjatscheslaw Logutov mit, der sich nicht nur als Eishockey-Fan outete („Jeder Russe liebt Eishockey“), sondern spontan auch Sohn Alexej (14) zum Training anmeldete.

 Den Spaß-Sonntag - gespielt wurde [brigens Sechs gegen Sechs - hatten die Icefighters tags zuvor mit einem 4:2-Sieg gegen Tornado Niesky eingeläutet. Im wahrsten Sinn des Wortes mussten die Leipziger dafür ihre letzten Reserven mobilisieren - es war das fünfte Punktspiel innerhalb von acht Tagen. Das Match wird als Beispiel für eine bemerkenswerte Moral und erstaunlichen  Kampfgeist in die Vereinsgeschichte eingehen. Zweimal lagen sie zurück (0:1 und 1:2), zweimal schafften sie den Ausgleich.

Und dann, um den sichtlich maladen Knochen nicht noch eine Verlängerung zumuten zu müssen, gelangen in den letzten drei Minuten noch zwei Treffer zum 3:2 und in doppelter Überzahl zum 4:2. 1080 Zuschauer waren begeistert, die Spieler erleichtert und der Coach stolz. „Fünf Spiele in acht Tagen waren brutal. Ich kann vor meinen Jungs nur den Hut ziehen“, sagte Manfred Wolf. Ein Extralob erhielt Keeper Steve Themm, der mit mehreren starken Paraden einen großen Anteil an den drei Punkten hatte.

Nach dem Eishockey-Festival und der anschließenden Party bis weit, weit, weit nach Mitternacht ist jetzt erst einmal Regeneration angesagt. Am Sonnabend geht es mit dem Heimspiel gegen Chemnitz weiter.

Uwe Köster

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