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Fans von Eintracht Trier wollen Testspiel bei RB Leipzig verhindern

Fans von Eintracht Trier wollen Testspiel bei RB Leipzig verhindern

Die ersten Testspiele für das neue Jahr wurden gerade erst vereinbart und schon spürt Regionalligist RB Leipzig wieder den Gegenwind der deutschen Fanszene. In Trier machen die Ultras vom Viertligisten Eintracht gegen eine Vorbereitungspartie am 18. Januar in Leipzig mobil.

Leipzig. „Mit Erschrecken haben wir festgestellt, dass unser geliebter Verein ein Testspiel gegen RB bestreiten wird“, erklärt die Gruppe Insane Ultras auf ihrer Homepage. Die Anhänger aus Trier halten RB für ein „reines Marketingkonstrukt“ und sehen dadurch Traditionsvereine gefährdet. Deshalb fordern die Ultras eine Absage des Spiels. Auch andere Gruppen trommeln im sozialen Online-Netzwerk Facebook gegen einen Anpfiff.

Mit ihrer Ansicht stehen die Moselstädter nicht allein da. RB hatte bereits im vergangenen März mit Anfeindungen zu kämpfen. Testspiele gegen Union Berlin und Hessen Kassel scheiterten am Veto der Fans. Die Anhänger aus Kassel drohten sogar an, den Mannschaftsbus bei der Abfahrt zu blockieren.

Bei Eintracht Trier bleiben die Verantwortlichen des Vereins gelassen. „Eine Absage kommt überhaupt nicht in Frage“, sagte Geschäftsstellenleiter Dirk Jacobs. Die ganze Diskussion um RB hält er für völlig überzogen. „Gegen wen sollen wir denn dann noch spielen. Heute steht doch hinter fast jedem großen Verein ein größer Mäzen“, meint Jacobs.

RB-Sportdirektor Wolfgang Loos habe den Kontakt zu den Westdeutschen gesucht und dabei ein viertägiges Kurztrainingslager in der Messestadt vermittelt. „Für einen Auslandsaufenthalt fehlt uns das Geld, da kommen wir gern nach Leipzig“, so Jacobs.

Die Eintracht kämpft wie RB um den Aufstieg und steht in der Regionalliga West hinter den Sportfreunden Lotte auf dem zweiten Platz. „Wir wollen schon hoch, wenn es geht“, erklärte der Geschäftsstellenleiter. Trainiert wird die Mannschaft von Jochen Seitz, der einst auch ein Gastspiel bei Erzgebirge Aue als Coach gab.

RB selbst will die Anfeindungen nicht weiter werten. „Wir kommentieren das nicht“, hieß es aus der Geschäftsstelle am Neumarkt. Bevor sich die Bullen vom 22. bis 31. Januar im türkischen Belek für die Rückrunde fit machen, hat der Verein ein weiteres Testspiel bereits fest vereinbart. Am 14. Januar trifft die Mannschaft von Trainer Peter Pacult am Cottaweg auf den Landesligisten FC Eilenburg. Trainingsauftakt für Daniel Frahn und Kollegen ist am 9. Januar.

Matthias Roth

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