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Felix Magath bei RB Leipzig angeblich „kein Thema“ – Oral geht in die Offensive

Felix Magath bei RB Leipzig angeblich „kein Thema“ – Oral geht in die Offensive

Kommt er oder kommt er nicht? Nach den Entlassungsgerüchten auf Schalke spekuliert Fußball-Leipzig über Felix Magath als neuen Trainer bei Regionalligist RB Leipzig.

Leipzig. Doch beim Dosenclub will man derzeit davon nichts wissen. „Da wird viel medial spekuliert, ich gehe sehr ruhig und geduldig mit dem Thema um“, sagte RB-Coach Tomas Oral, dessen Vertrag noch bis 2013 läuft, am Freitag. Von Unruhe im Team sei nichts zu spüren, erklärte der Trainer vor dem Spiel beim SV Wilhelmshaven am Sonntag gegenüber LVZ-Online. Auch RB-Sportdirektor Thomas Linke blockte beim Namen Felix Magath ab: „Das ist für uns kein Thema. Felix Magath hat bei Schalke 04 einen laufenden Vertrag, also ist er nicht verfügbar“, kommentierte Linke die Diskussionen.

Dass nach den durchwachsenen Leistungen der Mannschaft in den letzten Wochen, dem in weite Ferne gerückten Aufstieg in Liga drei und dem Zehn-Punkte-Rückstand auf Spitzenreiter Chemnitz auch die Trainerfrage gestellt wird, dürfte für Oral nicht ganz überraschend kommen. „Das was am Mittwoch passiert ist, da fehlen einem schon die Worte“, sagt er rückblickend zum 0:0 beim Tabellenvorletzten TSV Havelse. „Wir haben es bisher nicht geschafft, die Qualität unserer Spieler so zu verpacken, dass wir eine gewisse Konstanz hinbekommen“, meint er selbstkritisch, spart aber auch nicht mit harten Tönen gegenüber seiner Mannschaft: „Wenn drei bis vier Spieler ihr Leistungsvermögen nicht abrufen, wird es sehr schwer, eine Partie zu gewinnen.“

"Schwierig, sich vor jedem Spiel neu zu motivieren"

Oral betont, dass er niemandem den Willen, das Engagement und die Laufbereitschaft absprechen wolle. Aber fest stehe, dass das Team während der gesamten Saison nicht so ins Spiel gefunden haben, wie man sich das als Verein vorgestellt habe. Auch RB-Spieler Daniel Rosin macht keinen Hehl daraus, dass die Mannschaft den eigenen Ansprüchen derzeit meilenweit hinterherläuft. „In Havelse haben wir schlecht gespielt. Es ist schwer zu sagen, warum es zurzeit einfach nicht läuft, warum es im Training so viel besser klappt als im Spiel“, sucht der Mittelfeldmann nach Erklärungen. Da das Saisonziel der Mannschaft, der Aufstieg in die 3. Liga, in weite Ferne gerückt ist, sei es momentan sehr schwierig, sich vor jedem Spiel neu zu motivieren. „Einerseits fehlt uns die Lockerheit. Andererseits wissen wir aber auch, dass wir endlich Gas geben müssen, um aus den Puschen zu kommen.“

Am Sonntag um 13.30 Uhr haben die RB-Spieler beim Tabellenzwölften an der Nordsee Gelegenheit zur Wiedergutmachung. Oral spricht von einem „sehr, sehr schweren Spiel“ und sieht die Partie als weitere Probe, sich im Spielaufbau zu entwickeln. „Sie versuchen sehr tief zu stehen und schnell über die Außen zu kommen“, sagt er zum Gegner aus Wilhelmshaven, der vom ehemaligen Magdeburger Wolfgang Steinbach trainiert wird und verletzungsbedingt auf seinen besten Torjäger Max Wegner (13 Treffer) verzichten muss.

RB protestiert gegen Zwei-Spiele-Sperre für Kläsener

Oral plagen ebenfalls Personalsorgen, denn neben den verletzten Sven Neuhaus, Nico Frommer, Timo Rost und Maximilian Watzka muss der RB-Coach in Wilhelmshaven auch auf Innenverteidiger Thomas Kläsener verzichten. Der hatte nach einem umstrittenen Zweikampf im Havelse-Spiel die rote Karte gesehen, wurde vom DFB für zwei Spiele gesperrt. „Dieser Entscheidung haben wir nicht zugestimmt, denn Kläsener hat ganz klar den Ball gespielt. Wir wollen auf ein Spiel Sperre herunterkommen“, sagte RB-Pressesprecher Hans-Georg Felder. Laut Oral könnte am Sonntag entweder Sebastian Albert, Alexander Laas oder Shaban Ismaili eine Chance bekommen, sich auf Kläseners Position zu beweisen.

Robert Nößler

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