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„Gänsehaut wiederholen“ – RB Leipzig ist für nächsten Pokalsieg bereit

„Gänsehaut wiederholen“ – RB Leipzig ist für nächsten Pokalsieg bereit

Da ist noch eine ganz persönliche Rechnung offen. Wenn am Mittwoch die Leipziger Rasenballer und der Chemnitzer FC ab 19.30 Uhr um den Landespokal spielen, kommt es zu einem Wiedersehen zwischen Bullenstürmer Stefan Kutschke und Gästetorhüter Philipp Pentke.

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Das Tor zum 1:0 schoss 2011 Ingo Hertzsch.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Beide Spieler lieferten sich vor zwei Jahren beim Endspiel ein hitziges Duell, das mit einem Platzverweis für Kutschke endete.  

Damals kam es in der Nachspielzeit beim Stand von 1:0 zu Tumulten und Rudelbildung auf dem Feld. Der Grund: Stürmer Kutschke rückte den Ball nicht schnell genug raus, wurde deshalb von Pentke umgestoßen. Der RB-Stürmer sah Gelb-Rot, der CFC-Schlussmann bekam nur die gelbe Karte. Nach dem Abpfiff kannte der Jubel keine Grenzen. „Daran denke ich mit Gänsehaut zurück – das war ein geiler Abend, den wir gern wiederholen wollen“, so Kutschke.

Fotos vom Pokalsieg 2011

Für Ingo Hertzsch ist dieser Pokalsieg von 2011 unvergessen, allerdings weniger wegen der emotionalen Schlussphase. Der damals 33-Jährige bestritt seine letzte Partie als Profi, ausgerechnet gegen seinen Heimatverein. In der 39. Minute köpfte er auch noch zum entscheidenden Treffer ein. „Ein schönes Karrierende damals für mich, da schloss sich ein Kreis“, erinnert sich Hertzsch. Für Chemnitz bestritt er seine ersten Profispiele, gegen den CFC beendete er die Laufbahn.

Neuhaus zerdeppert Bierglas

Unvergessen damals auch der Abgang von Sven Neuhaus. Der RB-Torhüter rettete erst mit Reflexen und Paraden den knappen Sieg und legte dann einen Abgang der besonderen Art hin. Weil sein Vertrag nicht verlängert wurde, schob der 32-Jährige Frust und zerschoss nach dem Abpfiff ein gefülltes XXL-Bierglas auf dem Rasen. Neuhaus fiel nach seinem Abschied aus Leipzig aber nicht ins Bodenlose, sondern bekam als Nummer drei einen neuen Vertrag beim Hamburger SV, absolvierte gegen Nürnberg sogar ein Bundesligaspiel.

RB setzt im Finale auf stimmgewaltige Unterstützung und will die Marke von 13.958 Fans aus dem Finale von 2011 knacken. Der Vorverkauf läuft vielversprechend. Nach Vereinsangaben waren bis Dienstagmittag bereits 10.000 Tickets verkauft, rund 2.500 davon gingen nach Chemnitz. Die Bullen haben am vergangenen Montag ihren Fanshop am Neumarkt, direkt neben der Geschäftsstelle, eröffnet und bieten dort auch die Eintrittskarten an.

RB-Trainer Alexander Zorniger kann wieder auf die zuletzt mit Virusinfekten angeschlagenen Fabio Coltorti, Stefan Kutschke und Fabian Franke zurückgreifen. Fehlen werden voraussichtlich die verletzten Daniel Frahn, Juri Judt und Patrick Koronkiewicz.  Zorniger: „Vor einem Finale gibt es nicht viel zu sagen. Wir wollen das Endspiel gewinnen und werden dafür alles hineinwerfen, denn der Pokalsieg und der damit verbundene Einzug in den DFB-Pokal ist eines unserer großen Saisonziele."

Chemnitz sucht die Form

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Gerd Schädlich trainiert den Chemnitzer FC seit dem Sommer 2008.

Quelle: CFC

Sein Chemnitzer Kollege Schädlich war zuletzt nach drei sieglosen Spielen unzufrieden. „Wenn wir so spielen wie in der ersten Hälfte, haben wir gegen RB Leipzig keine Chance“, sagte er nach dem Spiel bei den Stuttgarter Kickers (1:1)am vergangenen Sonnabend. Verzichten muss Schädlich auf den früheren Leipziger FC-Sachsen-Spieler Tino Semmer und Fabian Stenzel, der Einsatz von Toni Wachsmuth und Benjamin Förster ist fraglich.

Der Chemnitzer FC plant derweil für die kommende Fußball-Drittliga-Saison mit einem höheren Etat als bisher. Die Himmelblauen kalkulieren mit 4,7 Millionen Euro. Das sind 200.000 Euro mehr, als bisher. „Es ist sicher nicht leichter geworden, Sponsoren zu finden. Aber ich bin äußerst zuversichtlich, dass wir alle Lizenzierungsauflagen pünktlich und komplett erfüllen und der Etat zügig gesichert wird“, sagte Vorstandschef Mathias Hänel

während eines Sponsorentreffens.

Auch der Fahrplan für den Stadionneubau werde aus seiner Sicht eingehalten. Im Juni soll der Generalübernehmer feststehen, im Herbst könnten die ersten Baumaschinen anrollen. Als sportliche Zielstellung nannte Hänel einmal mehr den Aufstieg in die 2. Bundesliga. „Wir wollen uns nicht nur in der 3. Liga halten, sondern perspektivisch nach oben schauen“, meinte der Vorstandschef.

Verkehrshinweise

Anwohner müssen sich am Mittwoch rund um das Stadion wieder auf Einschränkungen gefasst machen. Die Straße Am Sportforum wird von 16.30 Uhr an zwischen Jahn-Allee und Kreisverkehr am Olympiastützpunkt gesperrt. Die Parkplätze an der Arena und der Festwiese bleiben erreichbar. Für Gäste aus Chemnitz sind die Parkplätze an der Kleinmesse am Cottaweg und auf dem Marienweg reserviert.

Matthias Roth/dpa

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