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"Gekommen, um zu bleiben": RB-Zentrum soll Beweis für Standhaftigkeit sein

"Gekommen, um zu bleiben": RB-Zentrum soll Beweis für Standhaftigkeit sein

Leipzig. In Fan-Kreisen gibt es Gerüchte, dass Red Bull sich aus dem Leipziger Fußball zurückziehen wird, wenn die Mannschaft in den nächsten Jahren nicht schnell genug aufsteigt.

Um diese zu zerstreuen, greift RB-Geschäftsführer Dieter Gudel zu einem einfachen Mittel: Er verweist auf das sich im Bau befindliche Trainingszentrum am Cottaweg.

„Wir lassen nicht nach", sagt Gudel. Die Umbenennung des Zentralstadions in Red-Bull-Arena sei das erste, das Trainingszentrum sei das zweite Zeichen gewesen, dass RB „gekommen ist, um zu bleiben." Stadion und entstehendes RB-Areal würden eine Einheit bilden, die bald ein „Zuhause" sei.

In zwei, zweieinhalb Jahren haben die Rasenballer laut Geschäftsführer ein „erstklassiges Innenstadt-Trainingszentrum", durch das RB „für jedermann anfassbar" wird. Der erste Bauabschnitt am Cottaweg soll Ende Juli fertig sein, die ersten Spieler im August auf den Plätzen trainieren können. „Es ist ein Expressprojekt", sagt RB-Projektleiter Andreas Gaber, der für den österreichischen Konzern Trainingszentren in Salzburg, Ghana und Brasilien geplant und ihre Umsetzung kontrolliert hat. Zudem feilt er an einem in New York.

Derzeit entstehen in Leipzig vier Spielfelder: ein Naturrasen- und ein Kunstrasenplatz mit Heizung (rund 30 Kilometer Rohre liegen unter einer Spielfläche) und zwei einfache Naturrasenfelder. Alle vier bekommen eine Flutlichtanlage und weisen ein Gefälle von 0,7 Prozent auf, so dass Regenwasser einfach ablaufen kann. Dabei hilft auch ein dichtes Netz an Drainagerohren, die bereits unter dem ersten Spielfeld verlegt sind. In rund vier Wochen wird dann eine Tragfläche für den Rasen und das Grün selbst verlegt.

Bis Ende Juli errichtet der Klub auch ein temporäres Containergebäude am Cottaweg mit Umkleiden, Trainings- und Besprechungsräumen. Der Platz bekommt außerdem ein provisorisches Lager und eine Werkstatt. Diese vorläufige Unterkunft weicht, sobald der zweiten Bauabschnitt fertig ist (voraussichtlich 2014) und ein modernes Vereinsheim entstanden ist, indem Büros für die Trainer und das Management, Laufbahnen, Aufenthalts- und Physiotherapieräume und ein Internat („Für die fußballerische Elite Mitteldeutschlands", sagt Gudel.) ihren Platz haben.

Zwei weitere Spielfelder werden in der zweiten Phase zusätzlich im Norden des Geländes angelegt. Dort hat die BSV Schönau ihr Gelände, von dem die Rasenballer ein Stück bekommen. „Als Kompensation sanieren wir ein Spielfeld der BSV und legen ihnen noch einen zusätzlichen Hartplatz an", sagt Projektleiter Gaber.

Über ein „Publikumsgebäude" wird bei RB auch noch nachgedacht. Dort sollen Anhänger sich Eintrittskarten und Fanartikel kaufen und gegebenenfalls in einem Restaurant essen und trinken können. Wohl eine Notwendigkeit bei den vorliegenden RB-Plänen: Eine Zuschauertribüne für 1000 Fans ist geplant. „Bei einem Erst- oder Zweitligisten kommen meist mehrere Hundert Menschen zum Training", wagt Gudel einen visionären Blick in die Zukunft.

Michael Dick

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