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Große Euphorie an der Saale – HFC läuft bei RB Leipzig zum ersten Endspiel auf

Große Euphorie an der Saale – HFC läuft bei RB Leipzig zum ersten Endspiel auf

Die Woche der Wahrheit beginnt für den Halleschen FC (HFC) am Sonnabend um 13.30 Uhr in Leipzig beim Punktspiel gegen Spitzenreiter RB. In der Woche darauf müssen die Sachsen-Anhalter zum Tabellenzweiten nach Kiel.

Leipzig. „Das ist schon Endspielatmosphäre für uns“, meint HFC-Präsident Michael Schädlich. Wenn die Mannschaft in den beiden Spielen nichts hole, werde es schwer mit dem Aufstieg.

Die Euphorie in Halle ist gewaltig. Bis zu 4000 Fans wollen ihre Mannschaft zur Auswärtsbegegnung begleiten, kündigt Schädlich an. „Das sind nicht nur Leute, die sich die Leidenschaft auf die Stirn tätowiert haben“, so der Präsident. Durch die im September eröffnete neue Arena finden auch wieder Familien und ältere Anhänger den Weg zurück zum HFC. „Wir haben jetzt ein Stadion, das durch seine Qualität und seine Sicherheit auffällt“, berichtet der Präsident. Das werde vom sehr erfolgsorientierten Publikum anerkannt, das bis Tief aus dem Süden des Bundeslandes zu den Spielen anreise. Für Schädlich ist das ein Zeichen, wie sehr sich die Region mit dem HFC identifiziere.

Auch bekannte Gesichter sind nun wieder häufiger in der 15.000 Zuschauer fassenden Spielstätte zu sehen und wollen auch mit nach Leipzig reisen. „Waldemar Cierpinksi hat mir gerade erst gesagt, dass er mit seinem Sohn gegen RB dabei ist“, freut sich Schädlich und ist auch etwas stolz über die Zusage des zweimaligen Marathon-Olympiasiegers.

Reaktionen bekommt der HFC-Präsident auch von halleschen Unternehmern. „Für unsere Verhältnisse ist das schon spürbar“, sagt er. Der Etat wurde mit Aussicht auf die moderne Arena im vergangenen Sommer gegenüber der Vorsaison bereits um 600.000 Euro erhöht und liegt nun bei 2,9 Millionen Euro. Damit wachse aber der Druck auf die Mannschaft, die Geldgeber wollten im Gegenzug auch Leistung sehen. Die Spieler hätten das verstanden und arbeiteten heute viel ernsthafter als noch in den vergangenen Jahren, hat Schädlich beobachtet.

Die Euphorie in Sachsen-Anhalts größter Stadt könnte ausgerechnet vor Weihnachten einen kräftigen Dämpfer erhalten. Sollte der HFC beide Spitzenpartien verlieren und RB auch sein Spiel gegen Meppen in der kommenden Woche gewinnen, hätte der Verfolge schon zehn Punkte Rückstand auf die ambitionierten Leipziger. Schwachstelle bei den Hallensern ist der Angriff. Die Stürmer haben gerade 22 Treffer erzielt. Im Vergleich: RB versenkte schon 37 Bälle in den gegnerischen Maschen, Kiel sogar noch sechs mehr.

Schädlich ist das bewusst. „Wenn wir noch eine Chance auf den Aufstieg haben, schauen wir uns in der Winterpause noch einmal nach einer Verstärkung um“, sagt er. Der Präsident weiß aber auch, dass dann nur schwer geeignete Spieler zu finden sind. „Meist sind sie zu teuer, charakterlich nicht geeignet oder im sportlichen Tief“, so der HFC-Macher.

Deshalb setzt er parallel auf das Geschick von Trainer Sven Köhler. Der Coach habe die Fähigkeit, mit jungen und auch komplizierten Spielern erfolgreich zu arbeiten. „Er macht sie einfach besser“, lobt Schädlich. Darum hofft der Präsident auch weiter auf einen Durchbruch von Neuverpflichtung Andis Shala vom schottischen Erstligisten Dundee United. Der Sohn von Kujtim Shala, einst für den VfB Leipzig aktiv, ist mit drei Toren hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Eingeschlagen hat dagegen ein weiterer Zugang: Maik Wagefeld. Bei Dynamo Dresden in die zweite Mannschaft abgeschoben, erlebt der 30-Jährige beim HFC gerade seinen zweiten Frühling. In der Mannschaft zählt von Beginn an sein Wort. Nach der Verletzung von Nico Kanitz trägt er auch die Kapitänsbinde und ist für alle Standards zuständig. So ist es auch am Sonnabend geplant.

Ein Wiedersehen mit dem früheren Leipziger Kanitz wird es voraussichtlich nicht geben. Mit Pavel David wird auch ein zweiter Routinier bei den Gästen wegen einer Blessur fehlen. Schädlich bleibt dennoch Optimist: „Ich hoffe wenigstens auf einen Punkt, und wenn wir lange die Null halten ist alles möglich“, glaubt der Präsident.

Matthias Roth

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