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„Heißes Pflaster" Auerbach: RB will im Pokal-Viertelfinale nicht ins offene Messer laufen

„Heißes Pflaster" Auerbach: RB will im Pokal-Viertelfinale nicht ins offene Messer laufen

„Hass und Neid" kennt RB-Trainer Tomas Oral, seitdem seine Mannschaft bei „kleinen Vereinen" antritt. Und das ist es auch, was er am Donnerstag (18.30 Uhr) beim Viertelfinale im Sachsen-Pokal gegen den Oberligisten VfB Auerbach erwartet.

Leipzig. „Die Fans werden versuchen, unsere jungen Spieler zu beeinflussen. Aber wir sind darauf vorbereitet."

So zum Beispiel Mittelfeldspieler Alexander Laas. Generell weiß der 26-Jährige zwar, dass „wir nirgends herzlich willkommen sind." Doch kam er erst im Sommer vergangenen Jahres nach Leipzig, hat somit noch keine Erfahrung mit Fußball in Auerbach.

Laas hat jedoch Kollegen wie die Routiniers Nico Frommer und Daniel Rosin, die schon zu Oberliga-Zeiten für die Rasenballer auflaufen und zwei Partien in dieser Klasse gegen den VfB absolvieren durften.

Frommer hatte gegenüber LVZ-Online davon gesprochen, dass er sich an das Auswärtsspiel im Vogtland erinnere - gerade den Hass, der RB entgegenschlug. Das Publikum werde „brutal hinter ihrer Mannschaft stehen und sie nach vorne peitschen", meinte Rosin. Das habe sie beim letzten Zusammentreffen auch nach dem 0:2- und 0:3-Rückstand gemacht.

Der wieder genesene Frommer wollte über diese Abneigungsbekundungen seitens der Vogtländer mit den jungen Mannschaftskameraden sprechen. Damit diese vorbereitet seien. Laas scheint zugehört zu haben: Er wisse, dass die Elf ein „heißes Pflaster" erwartet, auf das er sich „mental vorbereiten" werde.

Auch spielerisch wird es für die roten Bullen eher hitzig. Tomas Oral erwartet einen kompakten Gegner, der über schnelle Leute Konter fahren will. Der Ex-Hamburger Laas warnt daher, RB dürfe bei der zu erwartenden Taktik des Kontrahenten „nicht ins Messer laufen." Denn: Die Bullen haben in dieser Saison gerade mit Mannschaften Probleme, die defensiv stehen und nur auf Chancen lauern.

Daniel Rosin sieht aber auch in der Offensive Schwierigkeiten auf die Bullen zukommen: Der Platz sei eng und klein. „Da wird es schwierig, Chancen zu kreieren", sagte der Routinier, der nach eigener Aussage in sehr guten Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung steht. Auf die Platzverhältnisse hat Tomas Oral seine Männer in dieser Woche schon eingestellt, ließ im Training schnelles Spiel auf begrenztem Raum üben.

Tim Sebastian steht bei der Mission Pokal-Halbfinale wohl zur Verfügung. Der Abwehrspieler machte zwar ein paar Spezialübungen abseits des Mannschaftstrainings, war aber immerhin bei der Truppe und durfte beim gemeinsamen Fußball-Tennis mitspielen. „Gestern sah es sehr gut aus", beschrieb Oral die Lage seines Kapitäns, den er mittlerweile sogar auf einer Sechser-Position vor der Abwehr einsetzen würde - „aufgrund seiner immensen läuferischen Fähigkeit".

Krank meldete sich zwar am Dienstag Tom Geißler, doch Oral gab am Mittwoch gleich wieder Entwarnung. Der Defensiv-Allrounder soll mit ins Vogtland, um an der „Riesensache für den Verein" (Laas), dem Pokalsieg, mitzuarbeiten. Nach Angaben des VfBs vor rund 1000 Fans. Heißblütigen Fans, versteht sich.  

Michael Dick

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